Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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Auslegung des LXVIII. Pſß— Deruſnt den/ Di Ue willig vnd gerne vnter Chriſto. Darnr Chriſtos dnd 9 bideni ſäb A 8 67 dadde Moſes Viehe/ vnd die mit Ge⸗ meſes Ouhs 55 hte deneiee anbapen /vmbgehen/ Sind nicht Sein Diehe⸗ Dyn n ſie ſind nicht willig/ fahen den freien Regen nicht/ Chun alles euuſſeß furcht der Pem⸗ Oder Lefüch de nutzes/ Drumb wonen 5 bleiben ſie auch nicht in deinem Tl de.. und Seeue viel leiden iſt in Chriſtus Viehe/ vmbs Glaubens wil⸗ mus des len/ das ſie ſeer gedemuͤtiget vnd vnterdruͤckt werden/ von jedernen Lreuge veracht/ So bereit Gott jnen dagegen ſeine eigen guͤtigkeit/ das durel 1 viel demuͤtigung ſie nur mehr vnd mehr ſchmecken vnd erfaren⸗ wſe gut/ ſuüſs/ vnd lieblich Gott ſey/ Vnd ſo leren die viel demuͤtigung vn 2 leiden der einfeltigen gleubigen Menſchen/ Das ſie Gott je mehr er⸗ kennen/ mehr trawen vnd gleuben/ Vnd alſo reich/ ſtarck vnd gewis werden/ in der zuuerſicht goͤttlicher Guͤtigkeit. Das meinet er⸗ Scer ſpricht/ Du wirſt bereiten dem gedemuͤtistem in deiner Gůte/ das iſt/ dn bereiteſt jm durch ſeine demuͤtigung vnd leiden deine Guͤte/ vnd et ſein guͤte faren leſſt/ vnd ſchaden dran nimpt/ Auff das er nur viel be⸗. reitſchafft vnd ſchatz in deiner Guͤte ſamle/ Das iſt nicht anders/denn zunemung des Glaubens Aom. ⸗. Dahin kompt Moſes viehe/ Were 2Romm. 5. heiligen vnd Geſetzfolger nimer mehr/ Denn Glaube vnd der frey Re⸗

jm alles gutes. in b n. Gott wird geben das ausreden das der Euangeliſten wird ſein ein gros Heerſchar.

☛ Lſo ſagt auch Chriſtus Lute 21. Ich wil euch geben einen mund 1.21. (das iſt ein ansreden vnd ſprechen) vnd weisheit/ Dem nichtalatth. 10. muͤgen ſollen widerſprechen alle ewer Feinde. Vnd Matth. 1 2.

Ir ſeid nicht die da reden/ Sondern der Geiſt ewers Vaters redet in euch/ Denn wo Gott nicht gibt auszureden/ iſt kein Predigt numtze. Die Apoſtel predigten auch nicht anders/ denn wie jnen der heilig Geiſt gab auszureden/ Wie S. Lucas Acto. 4. ſchreibt. Denn wo Gott nicht gibt/ da iſt kein Predigt/ oder iſt eitel vnd ſchedliche predigt/ vnd wenn Er gibt/ So gibt er eitel gnaden Wort/ das iſt/ das Euangelium. Dar⸗ umb wolt Er das geſetz Moſi nicht durch ſieh ſelbs geben/ Sondern

gab es durch die Engel in Moſes vnd Aaron Ampt.

ABerhie ſpricht Er/ das Er eitel Euangeliſten wird geben/ Wie auch S. Paulus 2. Cor. 3. ſpricht/ Wir ſind Prediger des Geiſts/ vnd.„ 3. nicht des Buchſtaben/ das iſt/ Prediger der Gnaden/ vnd nicht des Geſetzs/ Das iſt geſchehen/ durch die Apoſtel vnd jre Nachfolger/ in aller Welt/ Denn Er hat jr viel geben/ in alle Land geſchickt/ wie ſichs denn zimpt in der zeit der Gnaden.

D às er aber ein Kriegiſch wort nimpt/ vnd ſpricht/ Mit groſſen Deerſcharen/ das nicht ein ſchlechter Hauff/ Sondern Deerſcharen

Sotler hrne ſind/ zum ſtreit geruͤſt vnd verordnet/ Da zeigt er an/ wie das wort de ele. 2.veer z. Gottes nicht fried/ Sondern vnfried mache auff Erden/ Wie auch Chriſtus ſagt/ Ich bin nicht komen fried zu bringen auff Erden/ ſon⸗

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gen mus das thun/ Alſo der Menſch bereit jm alles boͤſes/ Gott bereit X