Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
Einzelbild herunterladen

erus. rius.

vir⸗

Vor⸗

chen Buͤ⸗ gen Leſer als die er ſchrieben er ſie on ſind/

Leſer.

ehriſtlt, rin Iheſu cher gankz nwoll le⸗ eit auch ein ſendenlfuͤr gen che 9 nge/ ſo Das ich fuͤr acht geſtan⸗ len drange⸗ alle die/ ſo

vollen gehor⸗ Ep

ſeine erſten Buͤcher on ergernis leſen ſol. En ſolcher Saulus(der es mit rechtem ernſt meinete) war ich

dazumal/ wie denn noch heutes tages viel ſind. In ſumma/ Ich war nicht ſo ein erfroren ond eiskalter Verteidinger des Bapſthums⸗/ wie Eck/ vnd andere ſeines gleichen geweſen vnd noch ſind/ Welche

meines beduͤnckens mehr/ omb des ſchendlichen Bauchs willen der Ir Gott iſt)den Stuel zu Rom verfechten/ denn das ſie jnen die Sa⸗

che ernſtlich ſolten laſſen angelegen ſein/ Jaich halt gentzlich da⸗ fuͤr/ das ſie als Epicurer noch heutes tages des Bapſts nur ſpot⸗

ten. Ich aber nam mich trawen der Sachen an mit hoͤchſtem ernſt vnd allen trewen/ als der ich fuͤr groſſer Furcht vnd ſchrecken mich fuͤr dem Juͤngſten tage engſtlich entſatzte/ Vnd doch gleichwol von grund meines Hertzen begerte ſelig zu werden. DOAher Chriſtlicher Leſer/ wirſtu in meinen erſten Schrifften⸗ vnd Buͤchern finden/ wie viel Artickel ich dem Bapſt dazumal mit

groſſer Demut nachgelaſſen vnd eingereumet habe/ Welche ich her⸗

nachmals fuͤr die ſchrecklichſten Gottesleſterung vnnd Grewel ge⸗ halten vnnd verdamnet habe/ Vnd in ewigkeit gehalten vnnd ver⸗ dampt wil haben/ Anen.

MOlleſt derhalben dieſen meinen jrrthum⸗ oder wie es die Wi⸗ derſacher gifftig deuten/ vngleiche Rede⸗ der zeit vnd meiner vnwiſ⸗ ſenheit vnd Vnerfarung zumeſſen. Ich war erſtlich gar allein on al⸗ le Gehuͤlffen/ Vnd dazuldie warheit zuſagen)aller ding Vngeſchickt/ vnnd viel zu Vngelart ſolche hohe/ wichtige Sachen zu handeln.

Denn ich bin ſa on alle meinen Fuͤrſatz/ gedancken vnd willen⸗gannntß vnuerſehens in dieſen Zanck vnnd hadder geraten⸗ Des neme ich

Gott/alier hertzen Kuͤndiger/ zum Zeugen. & Olchserzele ich darumb/ auff das/ ſo du meine

Büͤcher leſen wirſt/ dich zu erinnern wiſſeſt/ das ich auch ei⸗

ner von denen bin/ welcher(wie S. Auguſtinus von ſich ſelbs ſagt durch ſchreiben vnd andere zuleren/ zugenomen haben/ Nicht

von denen⸗die aus nichts flugs die hoͤchſten vnnd gelerteſten Oo⸗

ctorn worden wie manleider ſelbs gewachſener Doctores viel fin⸗ det) So ſie doch in der warheit nichts ſind/ nichts thun oder ausri⸗ chten/ dazu vnuerſucht ond vnerfaren ſind/ Vnd doch/ ivenn ſie nur

ein maldle Schrifft anſehen/ derſelben Geiſt gantz ausſchepffen.

GEhab dich wol/ lieber Leſer im HErrn/ Vnd bitte/ das das Wort weiter ausgebreitet werde/ ond krefftig ſeywlder den lenigen Satan. Denn er iſt mechtigvnd boͤſe/ Nu auch aller ding raſend ſeer grawſamlich wuͤtend/ Als der da wol weis vnnd fuͤlet/ das er kurtze zeit hat⸗Vnd das das Reich ſeines Sathalrers des Anti⸗ LT.. 1 iij

chriſts