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Schaafzucht voraus. Die Schaͤfer halten naͤmlich ein weites Umherſtreifen der Schaafe, und eine abwechſelnde Weide auf hohen und niedrigen Gegenden, auf fetten und mageren Gruͤnden, zu ihrem Gedeihen nothwendig. Und freilich war dieſe Abwechſelung der Weide auf un⸗ ſern ungeſunden und verwilderten Schaaftriften noͤthig. Das auf hohen, dürren Triften ausge⸗ hungerte Vieh mußte, um Nahrung zu erhalten, in feuchte, ſumpfigte Gruͤnde getrieben, und, um den Nachtheil dieſes den Schaafen ſo ſchaͤdlichen Fraßes vorzubeugen, ſchnell wieder auf trockene Heidhuͤgel geführt werden. Denn eine geſunde, den Schaafen angemeſſene, gleichfoͤrmige Weide hat und kennt man in unverkoppelten Gegen⸗ den nicht. Man war von der Nulichkeit dieſes weiten Umherſtreifens ſo uͤberzeugt⸗ daß man die Vorzüge der ſpaniſchen Schaafzucht faſt allein den weiten Reiſen beymaß, welche die dortigen Heerden machen; eine Meynung⸗ die durch Laſteyrie's vortreffliche Beſchrei⸗ bung der ſpaniſchen Schaafzucht nun voͤllig widerlegt iſt. Aber nirgends wird die Schaaf⸗ zucht vollkommener und mit groͤßerem Vortheil betrieben, wie in den verkoppelten Diſtricten Englands, wo man die Schaafe hirtenlos, und ohne alle weitere Sorge, auf denen ihnen ausgeſetzten cultivirten, ſorgfältig abgewaͤſſerten und zweckmäßig beſaamten Koppeln weiden laͤßt⸗


