Teil eines Werkes 
Zweyten Bandes : erste Abtheilung (1801)
Entstehung
Seite
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Regen nun fort, ſo geht dies immer hoͤher, bis ſich in wenigen Tagen die Oberflaͤche ſelbſt in dieſem Zuſtande befindet. Waͤre der Voden aber bis zu einer Tiefe von zwoͤlf Zoll aufgelok⸗ kert, ſo ſaͤnke das Waſſer am erſten Tage bis zu vier Zoll, am zweyten bis zu acht Zoll nieder, und erreichte erſt am dritten Tage den anhalten⸗ den Grund; machte daher dem nachfolgenden Waſſer Platz. Da auch mehr Erde vorhanden iſt, die das Waſſer in ſich aufnehmen kann, ohne es in Tropfen fallen zu laſſen und ohne davon in einen halbfluſſigen Zuſtand verſeßt zu werden, ſo erträgt ein ſolches tiefer aufgelockertes Land die Naͤſſe deſto länger, wird zwar feucht, aber nicht zu Schlamm.

Erfolgt nun trockene Witterung, ſo zieht es ſich oben nicht in Schollen zuſammen, verhärtet ſich nicht und haͤlt die Dürre lange aus; weil ſich in der Tiefe ein Magazin von Feuchtigkeit befin⸗ det, die von der obern trocknern Erde und den Pflanzenwurzeln allmaͤlig in die Hoͤhe gezogen wird. Der Duͤnger bleibt mehr in ſolchem tie⸗ fern Boden und zieht ſich herunter, da er auf flachem Boden ſeitwaͤrts mit dem Waſſer ſchnell abfließt, weswegen ein ſolcher Boden auch meh⸗ rentheils ein hungriger Boden iſt.

Alſo