Teil eines Werkes 
Zweyten Bandes : erste Abtheilung (1801)
Entstehung
Seite
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tiefere Krume verſchaffe. Je tiefer die Krume iſt, deſto mehr Feuchtigkeit kann der Thonboden ertragen. Kuͤchen⸗ und Baumgaͤrtèn, die auf ſol⸗ chen Boden angelegt und vorher ohne Zweifel re⸗ jolet ſind, leiden nicht leicht dermaßen von der Naͤſſe, daß ihre Oberflaͤche ſchlammig wird, wenn ſie gleich keine Waſſerfurchen haben. Es bedarf bey ihnen hoͤchſtens eines Grabens an der niedrig⸗ ſten Stelle, um das zuſammengelaufene Waſſer aufzunehmen. Dies geht ſo zu: das Regenwaſſer ſenkt ſich durch die gelockerte Krume perpendiculair herunter, bis es den feſten Untergrund erreicht hat. Daher haͤuft es ſich unmittelbar auf die⸗ ſen zuerſt an, und ſtauet nur bis zur Oberflaͤche herauf, wenn es hier keinen Raum mehr findet. Daraus folgt, daß die Oberflaäche um deſto mehr vom Waſſer leidet, je näher ſie der undurch⸗ dringlichen Thonlage lieget. Je tiefer hingegen das Waſſer ſich ſenken, und je mehr der Boden davon aufnehmen kann, ehe es bis zur Ober⸗ fläͤche herauf ſtauet, deſto weniger Nachtheil hat man von der Näͤſſe zu beſorgen. Angenommen, daß das Regenwaſſer ſich in einem ſolchen Voden in 24 Stunden vier Zoll tief herab ſenket, ſo hat es, falls der Voden nur vier Zoll tief iſt, ſchon in einem Tage die undurchdringliche Lage erreicht, und ſtauet alſo herauf, verſetzt folglich die unterſte Erde in einen ſchlammigen Zuſtand. Dauert der

B 2 Regen