Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
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unerwartet kommen, tragen die Schaͤfer, auf dem

Felde, eine Art von Deckel, aus leichtem Holze ge⸗

macht, und mit lañgem Stroh belegt, an Trogebän⸗ dern von hinten her uͤber ſich. Fällt d e Rhen,

ſo drehen ſie ihm den Räcken zu, und laſſen ihn an

dem glatten, tief herabhängenden, Strohhalmen her⸗

unterlaufen. Sogar ſetzen können ſie ſich im Schutze 3 dieſer portativen Huͤtte. Der Hunde ſind zweierlei bei den Heerden. Große und ſtarke, um ſie gegen die Woͤlfe und Bären zu ſchutzen, und kleine, zur Leitung der Heer⸗ den*).

*) Ich habe manches auch aus dieſem Artikel fortge⸗

laſſen, da ich deſſen Kenntniß bei meinen Leſern vorausſetzen darf, und einiges, z. V. die Angaben, wie die Schaͤfer ſich bei ſchweren Geburten nehmen ſollen, ohne practiſchen genauen Unterricht, mehr ſchaͤdlich als heilſam werden mochte. Ich ſchließe mit dem Wunſch, daß dasjenige, was in dieſer Anleitung zur Schaafzucht noch unvollſtaͤn⸗ dig ſeyn und ihr etwa ganz mangeln moͤchte, recht bald von erfahrungs⸗ und kenntniFreichen Maͤnnern

in dieſem Theil der Landwirthſchaftskunde, geliefert werden moͤge. W.