Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
Seite
231
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polt*) haben gemeinſchaftlich Beobachtungen an⸗ geſtellt. Der Pfriem, deſſen ſie ſich bedienen, hat

4 Zoll Lange mit dem Stiel, und 1 Linien Laͤnge Stahls, bei der Dicke einer Federſpule. Seine Spitze iſt nicht allzu ſcharf, damit ſie nicht bricht und damit ſie leichter uͤber die Blutgefäße und die Nervenfaſern weggeht, die ſie antreffen koͤnnte und er iſt rund geſchliffen, ſo daß er von oben an, allmaͤhlig bis zur Spitze hin abnimmt.

Man nehme was man will, ſo iſt das Wich⸗ tigſte zu wiſſen, wo man einſtechen muß, um die Hyatide oder die Hydatiden zu finden, welche mei⸗ ſtentheils das große Gehirn enthalt; faͤnden ſie ſich zwiſchen dem großen und kleinen Gehirn, ſo koͤnnte man nicht dahin kommen, ohne das Thier zu todten.

Herr Rappolt nimmt an, um leichter den Ort bezeichnen zu koͤnnen, wo man einſtechen muß, daß auf dem Kopf des Thiers ein Viereck durch 2 längs und 2 Parallel⸗Linien gebildet waͤre, von ei⸗ nem Auge und einem Ohr zum andern, und dann von den Augen zu den Ohren hin, und daß dies Quadrat wiederum in 2 gleiche Theile abgetheilt ſey, durch eine laͤngs herunter uͤber die Mitte des Schei⸗ tels laufende Linie. Dann wuͤrde man immer mit⸗ ten in einem dieſer leztern Quadrate die Dperation anbringen muͤſſen. Auf die Weiſe verſchone man

*) El've bon Alfort, jezt Dirigent der kaiſerlichen Schä⸗ fetei der Roer. T

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