Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
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mahnen, ſich mit ihren Ankaͤufen an die Etabliſſe⸗ ments des Gouvernements, oder ſolcher Particuliers

Ihr ganzer Erfolg hängt davon ab⸗

25 Um die Thiere der verſchiedenen Generätionen in einer Heerde zu erkennen, kann man ſich der Ohrzeichen, die ſich nicht verwiſchen und nicht verzehren koͤnnen, mit Vortheil bedienen, z. B⸗ Landſchaafe, ohne Abzeichen. Erſte Generation das rechte Ohr gelocht. Zweite Generation das linke Ohr gelocht. Dritte Generation beide Ohren gelocht. Vierte Generation, ohne Zeichen, da es denn keine Landſchaafe mehr in der Heerde geben muß. Fünfte Generation, das rechte Ohr gelocht. Thiere der erſten Generation muͤſſen nicht mehr da ſein. Auf dieſe Art fahrt man immer fort. Auch fann man ſtatt der Loͤcher, Einſchnitte in die Oh⸗ ren wählen; die Loͤcher macht man mit einem Loch⸗ eiſen. Immer ſollte man aber die Zeichen gleich nach der Geburt machen, um allen Irrthum uͤber die Muͤtter, denen die Laͤmmer zugehoͤren, zu ver⸗ meiden. Nicht genug kann man die Landwirthe et⸗

zu wenden, deren Heerden anerkannt ganz ächt ſind⸗

Von den ganz achten Heerden.

Der Beſitz einer Heerde von ganz teiner Race iſt dem einer blos veredeiten Heerde ſo weit uͤberle⸗