— 1L2—
41 zu benutzen. Einige Generationen gewannen aller⸗ vings auch dabei; aber dieſe Gewohnheit, die im 1 Anfange wegen der Seltenheit der Merinoswidder
beinahe eine Nothwendigkeit geweſen war, hat in der Folge ein wirkliches Uebel erzeugt; man ge⸗ ½ woͤhnte ſich an den Glauben, daß bei der Ften, ₰ 4ten oder Zten Generation der Veredlung, je nach⸗ dem die Racen waͤren, die Widder ſchon ſo gut als aͤchte, als wahre Merinos betrachtet wer⸗ den könnten; man benutzte ſie, und verkaufte ſie auch zu demſelben Zwecke. Dieſe Meinung, die in der Kindheitszeit der Veredlung ſich allenfalls hal⸗ ten könnte, die man aber jetzt noch unmoͤglich ver⸗ theidigen koͤnnte, hatte ſich gar ſchnell verbreitet; Daubenton und Gilbert hatten ſie: der erſte meinte, es ſei gleich, wo auch die Widder herkäàmen, wenn ihre Wolle nur feiner ſei, als die der Muͤt⸗ ter die man ihnen geben wolle; der andre, voll Be⸗ gierde, unſte grobwolligen Heerden verſchwinden zu ſehn, achtete wenig auf den Schaden, den es nach ſich zog, Metisboͤcke*) zum Springen zu nehmen. Die Autorität dieſer beiden verdienſtvollen Maͤnner befeſtigte den Irrthum. Er gewann noch mehr Eingang durch die Schoͤnheit der Metiswolle von
weit vorgeruͤckten Generationen, und durch die
V
*) Man erlauhe mir, mich ſtatt des deutſchen Worts, „veredelter Bock oder veredeltes Schaaf, des kuͤr⸗ zern franzöſiſchen“ Méris,(Meſtize, Abkoͤmmling zweier verſchiedener Racen) zu bedienen. W.


