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Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
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die Merinos urſpruͤnglich aus Afrika ſtammen, oh⸗ 3 ne daß jedoch dieſe Meinung auf beſondre Beweiſe geſtuͤtzt werden konnte.*à) MNur ſoviel wiſſen wir, daß ſie ſeit ſehr langer Zeit in Spanien einheimiſch iſt. Von dorther haben wir ſie genommen⸗

Die Merinos machen eine beſondre Race aus, ſo gut wie im Hundegeſchlechte die Windhunde, die Spitze, Pudel u. ſ. w. So gut wie dort konnen durchs Kreuzen daher Individuen erzeugt werden, die mehr oder minder der urſpruͤnglichen

½ Att ſich nahern, nie aber kann die Art ſelbſt her⸗ geſtellt werden.

Ihr Wuchs gehoͤrt in Spanien im Vergleich mit andern Racen zu den mittelmaͤfigen. Von dem aͤußerſten Ende des Vorderfußes bis auf die Schul⸗ ter(Widerruͤſt) ſind ſie 20 25 Zoli hoch, und von der Mitte des Kopfs bis zur Schwanzwurzel un⸗ gefahr 3 Fuß lang, dergeſtalt daß die Dicke ungefaͤhr der Lange gleich iſt. Lebendig wiegen ſie 60 80 Pfund; bei gleicher Groͤße, wiegen ſie ſchwerer als die meiſten anderen gewoͤhnlichen Raten;**) die Widder ſind groͤßer als die Schaafe.

*) Die uns durch Hrn. v. La ſteyrie mitgetheilte Herlei⸗ tung des Namen Merinos, in Spanien vonMa⸗ rinos, jenſeits des Meeres, beſtaͤtigt eben⸗

falls dieſe Meiung. W.

**) So auffallend dies ſcheint, ſo wird es doch durch die Aeußerungen andrer bedeutenden Landwirthe be⸗ ſtätigt. Herr Pictet fand Metislaͤmmer erſter Ge⸗