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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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Begriff von de age des Gehirns im Schoͤdel an einem Schafkopfe zu verſchaffen. Man empfiehlt bloß eine trockene Witterung dabei wohrzunehmen, und die Thiere trocken zu hal⸗ ten. Den Gebrauch der Spritze haͤlt man in Frankreich wegen der Vewegung des Gehirns ſuͤr gefaͤhrlich. Bei gehornten Bocken iſt die Dperation ſelten zu machen.

So iſt man alſo zu derjenigen Methode zuruͤck gekommen, die manche Schäſer kannten und anwandten, ehe vom Trepaniren und Tro⸗ kariren die Rede war, und ehe man von der Natur der Krankheit einen klaren Begriff hatte. Si bedienten ſich einer ſolchen Pfrime oder eines duͤnnen Meſſers, wenn ſie eine Stelle des Schädels nachgebend fanden.

Daß die HOperation gelinge, zuweilen gruͤndlich, zuweilen nur auf kurze Zeit helfe, leidet e Zweifel. Wenn man auch nur das fuͤnſte Stuͤck dadurch rettet, ſo verlohnt ſie ſich ſchon der Muͤhe, da ſonſt alle gewiß verloren ſind.

Uebrigens iſt dieſes Uebel und das innere Inſekt, welches man als die Urſach deſſelben annimmt, mit einem andern Mebel, welches ſehr deutlich von einem von außen in die Naſe des Thieres gekommenen Wurm herruͤhrt, ver⸗ wechſelt worden. Er iſt die Larve einer Fliege (Oestrus ovis) die ihr Ey in die Raſenlocher ſo wie in die Scheide legt. Der, Wurm zieht ſich in die Naſenhohle herauf quaͤlt das Thier, und verurſacht, daß es ſich zuweilen ſo gebehr⸗ det, als ob es wirklich kie Drehkrankheit habe. Zuweilen gelingt es den Schafen ſie heraus zu ſchnauben. Man hat empfohlen, die Schafe Schwefeldampf einziehen zu laſſen, um den Wurm zu todten. Ich ſehe nicht wie das moglich