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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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frage leichter befriedigt werden können, zumal da ſich auch die veredelten Schäfereien vermit telſt der Durchkreuzung mit vbllig reinen Bocken, die ſich nun betraͤchtlich vermehren, immer mehr verfeinern, und mit ihrer ſortir⸗ ten Wolle der odllig feinen in der That nahe ko nmen. Auch iſt nach einem laͤngeren Zeit⸗ raume nicht zu erwarten, daß der Ertrag aus dem Perkauf der Böcke und Mutter ſo anſehn⸗ lich bleibe, wie er jetzt iſt.

Bei der gegenwaͤrtigen Seltenheit und Theurung der Kapitalien koͤnnte alſo nach Ab⸗ zug der rohen Zinſen eine ſolche Unternehmung wenigſtens gewagt ſcheinen, und wohl nur we⸗ nigen Gutsbeſitzern moglich ſeyn.

Es giebt aber ein anderes Hilfsmittel, wodurch man, freilich mit mehrerem Zeit⸗ aber geringerem Kraftaufwande, und gewiß auß die vortheilhafteſte Weiſe zu demſelben Ziele gelangt. Es beſteht darin, daß man mit der in Vered⸗ lung begriffenen Herde zugleich einen kleinen Stamm von reinen Merino⸗Muͤttern zu erhal⸗ ten ſuche, ungefaͤhr ſo viele als erforderlich ſind, ſeine eigenen Bocke aufzuziehen. Dieſes kann wenige Schwierigkeit haben, und das dazu an⸗ gelegte Kapital wird ſich allein durch den nun zu erſparenden Ankauf neuer ächter Bocke ſchon hinreichend verzinſen. Zugleich aber wird ſich die reine Race durch die Mutterlämmer,