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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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wahl der Stdre auf die Wolle dieſer Theile beſon⸗ ders Ruͤckſicht zu nehmen.

Por allen aber hat man bej der Unterſuchung der Wolle auf dem Korper ſeine Aufmerkſamkeit auf die Stichel⸗, Stachel- oder Hundehaare zu richten, die ſich zuweilen auch in der feinſten

Wolle finden, ſelbige aber in ihrem Werthe her⸗

abſetzen. Dies ſind einzelne harte, glänzende und nicht gekraͤuſelte Haare, welche, wie jedes Haar, an der Wurzel dicker oben ſpitz zulaufen, wogegen die eigentliche Wolle an der Spitze nicht feiner wie an der Wurzel iſt. Nur beiſchlechten Schafen finden ſie ſich auch an den Theilen, wo die beſſere Wolle ſitzt; an dem unteren Theile der Schenkel, am Schwanze, an den Wurzeln der Hoͤrner, und an den Geilen iſt manches Schaf und Widder nicht frey davon. Man hat bemerkt, daß ſie ſich vererben und vermehren, und man ſucht daher ſo viel möglich ſolche Thiere zur Zu⸗ zucht aus, die gar keine Spur davon haben.

. Einfuͤhrung einer Merino⸗ Schäſerey.

Es giebt zwey verſchiedene Wege zu einer fei⸗ nen Merino⸗Schaͤferey zu gelangen. Der eine iſt: Durch Veredlung mit immer erneuerten Boͤcken von vollig rei⸗ ner Abkunft; der zweite: Die Anſchal⸗