genommen eine kleine, aber vollſtaͤndige, Wirthſchaft ausmachen konnten. Alſo ward ich Landwirth in den Stunden meiner Muſſe, und ruhete hinter dem Pfluge aus von meinen Arbeiten.
Allein das Mangelhafte des hieſigen Schlen⸗
drians konnte mich nicht befriedigen. Ich wollte meine Aecker in die möglich hoͤchſte Cultur ſetzen, meiner Wirthſchaft einen feſten, regelmaͤßigen Gang geben. Ich ſtudirte einige der beruͤhmteſten land⸗ wirthſchaftlichen Autoren, und zog aͤltere Decono⸗ men, beſonders einen enthuſiaſtiſchen Verehrer Schubarts von Kleefeld, zu Rathe. Was den Verhaͤltniſſen meiner Wirtbſchaft angemeſſen ſchien, brachte ich mit großer Anſtrengung in Ausuͤbung, hatte im Fruͤhjahr die höchſten Er⸗ wartungen von meinen Operationen, und bey der Erndte gänzlichen Miswachs.— Zuweilen haͤtte ich gern in den ſatyriſchen Witz uͤber theoretiſche und gelehrte Landwirthe, den man oft in Bier⸗ ſchenken und laͤndlichen Klubverſammlungen anhoͤ⸗ ren kann, mit eingeſtimmt. Aber ich beſann mich und lachte nur uͤber mich ſelbſt.
Viel zu wenig, ſagte ich mir, haſt du noch die Landwirthſchaft ſtudiret, viel zu wenig alle Verhaͤltniſſe erwogen, um mit glͤcklichem Erfolge neue Beſtellungsarten, neue Fruͤchte einzufuͤhren.
Aller⸗
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