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deßhalb werden, ſo wie die Produktion im Maſſe und Werthe ſteigt, fuͤr den Produzenten dieſelben Geſetze und Regeln eintreten, die bei dem Fabrikationswe⸗ ſen beobachtet werden muͤſſen. Ich kann daher von meiner einſt dargeſtellten, aber manchen befrembenden Anſicht, wo ich den Grund und Boden als das rohe Material des Landwirths betrachtete, nicht abgehen, wenn das Ackerbau⸗ und Fabrikgewerbe mit einander verglichen werden ſollen, um ſo weniger, da mir dieſe Anſicht fruchtbar an den wichtigſten Folgerungen fuͤr den Gewerbsbetrieb und die Nationalwirthſchaft duͤnkt.
Man koͤmmt dem Scheidungspunkte zwiſchen Fabrikation und Produktion näher, wenn man ihn darin ſetzt, daß jene durch Kunſt und Arbeit die Form darſtelle oder darzuſtellen ſuche, willkuͤrlich nach der Idee, die ſie davon gefaßt bat; daß dagegen die Produktion an diejenigen Formen gebunden ſey, welche die Natur einmal beſtimmt hat; daß ſie ſelbige zwar auswaͤhlen, aber nie ab⸗ ändern koͤnne. Allein auch dies iſt noch nicht beſtimmt genug, weil naͤmlich gewiſſe Fabrikationen ſich ebenfalls nach den Naturformen richten muͤſſen, wie z. B. die Salzfabrikation, und uͤberhaupt alle, wobei eine Kryſtalliſation oder chemiſcher Prozeß eintritt, und welche auch nur modiſizirt werden koͤnnen, nicht ganz von der Willkuͤr, ſondern groͤßtentheils von den Wirkungen der Natur abhangen.
Am richtigſten beſtimmt man den Unterſchied in phyſiſcher Hinſicht wohl dadurch, wenn man ſagt: die Produktion bediene ſich zur Bildung ihrer Pro⸗ dukte nur des Saamens und Keimes, und ſey durchaus an die Formen gebun⸗ den, welche die Natur darin gelegt hat. Denn jedes Produkt, vegetabiliſches und thieriſches, geht allein aus dem Keime hervor, dem aber die guͤnſtige Ge⸗ legenheit zu ſeiner Entwickelung, und das Material zu ſeiner Nahrung, Wachs⸗ thum und Vollendung mehrentheils durch die Kunſt gegeben werden muß.
Ganz unthaͤtig verhält ſich indeſſen auch die Kunſt bei der Bildung der im Saamenkeime liegenden Fori nicht, indem ſie dieſe durch die willkuͤrlich veran⸗ ſtaltete Begattung der Individuen von verſchiedenen Arten und Ragen abzuaͤn⸗ dern vermag; welches indeſſen mehr bei der thieriſchen als vegetabiliſchen Pro⸗ duktion in Anwendung kommt.


