Der Fruchtwechſel. 353
Syſtemes, ungeachtet man bei dem Uebergange nicht ſelten ͤbereilt verfuhr, und ungeachtet nur wenige ſchon in die zweite Rotation getreten ſind, wo es ſeine Wirkung erſt auffallend zeigen kann.
Dennoch macht man ſich haͤufig noch zu einſeitige Vorſtellungen, und glaubt, daß eine beſondere Zahl der Schlaͤge und beſiimmte Ordnung der Fruͤchte darunter zu verſtehen ſey. Der eine denkt es ſich nur mit der Stallfutterung, der andere mit der Weide vereinbarlich. Aber es kann mit beiden ſehr zweckmaͤßig verbun⸗ den werden: der Stallfutterung im Großen wohl nur allein einen ſichern Grund unterlegen; der Weidewirthſchaft eine vollkommnere Winterfutterung und hoͤhere Benutzung des Viehes gewaͤhren. Die Zahl der Schläge aber, oder die Länge der Rotation, das Verhaͤltniß des zum Fruchtbau und des zur Viehfutterung ge⸗ widmeten Landes, geſtatten eine groͤßere Mannigfaltigkeit wie die Koppelwirth⸗ ſchaft, und werden nur durch die oͤrtlichen Verhaͤltniſſe und die Zwecke, die man hat, bedingt.
F. 369.
Die weſentlichen Eigenſchaften dieſes Syſtems ſind folgende:
1) Eine unbenutzte Brache faͤllt dabei in der Regel weg. Statt derſelben aber werden nach einem gewiſſen Umlanfe von Jahren ſolche Fruͤchte theils zur Futterung, theils zum Verkauf gebauet, welche wahrend ihres Wachsthums und zur Befoͤrderung deſſelben den Durchgang der leichten Pfluͤge oder der Pferdehak⸗ ken und Pferdeſchaufeln entweder nur in einer oder in zwei ſich durchkreuzenden Reihen verſtatten, wodurch der Boden alle die Vortheile, welche die Brache ge⸗ wahren kann, erhält. Mir iſt wenigſtens noch kein ſo bindender oder ſo verwil⸗ derter Boden vorgekommen, daß er nicht durch die gehoͤrige Bearbeitung dieſer Fruͤchte mit fur ihn zweckmäßigen Werkzeugen eben ſo muͤrbe und zerfallend, als durch die Brache geworden ſeyn ſollte. Indeſſen will ich doch zugeben, daß Bo⸗ den exiſtiren koͤnne, der zu Anfange dieſer Fruchtfolge einer Brache bedarf, die dann aber, vollendet gegeben, nie wieder noͤthig wird. Dieſer Schlag erhaͤlt die Hauptduͤngung, welche in dem ſtarken Maaße, wie ſie dieſe Wirthſchaft geben kann, fuͤr jede andere Frucht zu ſtark ſeyn wuͤrde, fuͤr Fruͤchte dieſer Art es aber
Erſter Theil. k Yy


