56 Der leichten Vrabſal dieſer Zeit al qñſãſet· Sennñ ẽð ſiehet Reſchrieben/ und ſprcht GOtt ſelbſt: Ihr ſoltheilig ſeyn/ dennich bin heilig. Und S. Johannes/ alser die Verheiſſung gethan/ daß die Rin⸗ der Wottes im Himmelreich GPtte ſollen gleich ſeyn/ nbm ſprichter alſo fort darauff: Und einjeglicher/ der ſolche Hoffnung hat ʒu ihm/ der reiniget ſich/ gleich wie Er quchreiniſt. Und unſer Heyland weiſet das Exempel ſeines und unſers Himliſchen Vaters/ emſelben ſon⸗ derlich in Liebe und Barmhertzigkeit nachzuarten und gleich Mu. v zuwerden: Darumb ſolt ihr vollkommen ſeyn/ gleich 116 wieeuer Pater im Hummel volkommen iſt. Seyd barmhertzig/ wie auch euer Vater barmhertzig iſt ·
So muͤſſen wir freylichunſerm GOtt und Vater auch vorher
indieſem Leben nicht ungleich erfunden werden/ ſondern dem⸗ ſelbenin Heiligkeit und Gerechtigkeit/ in Liebe und Gutthãtig keitund andern gottlichen Eigenſchafften und Tugenden ehn⸗
lich und gleich zuwerden unsbefleißigen/ wann wir wollenim Himmel auff volkommene Weiſe ihmn gleich werden. Wann uch die göttliche Gleichheit in der kuͤnfftigen ewigen Herrlig⸗ vyüip u keit wird mit ſich bringen/ daß unſer nichtiger Leib ſol r ehnlichundgleichwerdendem verklaͤrten Leibe unſers eyiandes Jſu Chriſti/ſomüſſen und werden wir auch
iñ Anſehung ſolcher Herrligkeit uns nicht wegern/ demſelben
auch gleich und ehnlich zuwerden/ wieinſeinem Wandel/ alſo
auch im Creutz und Leyden/ wann wir nach GOttes Willen
n cn. auch das Sterben des Herrn JEſu anunſerm Leibe v. mitherumbtragen müſſen/ deñſicht anders als mit ſolcher Bedingung die Kinder und Erben GOtes auff die zuk uͤnfftige
vn· vn. Herrligkeit vertroſtet werden. Sind wir Rinder/ ſo ſind wir auch Erben/ nemlich GOttes Erben und Wit⸗ Erben Chriſti/ ſo wir anders mit leyden/ auff daß
wit
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