Druckschrift 
Momentaneae Afflictionis Æterna Gloria : Der leichten Trübsal dieser Zeit Ewig-folgende Herzlichkeit, Aus dem herrlichen Trost Spruch des Apostels II. Corinth: IV, 17,18 : Unser Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle maß wichtige Herzlichkeit, [et]c. : Bey Christlicher Leich-Begängniß Der Heyland Edlen, viel Ehr- und Tugendreichen Fr. Marien Achterman[n]s, Des Edlen, Vest- und Hochgelahrten Herrn D. Hermanni Konerdingen, Fürstlichen Braunschweigischen Lüneburgischen Archiatri, gewesenen herzlieben Haus-Ehren, Am 6. Tage des Monats Junii, im Jahr MDCLXVIII. In der hiesigen Marien-Kirchen zubetrachten / vorgetragen von Brandano Dætrio, S.Th.D. Fürstlicher Ober-Hof-Prediger und Abten des Closters Riddagshausen
Seite
32
Einzelbild herunterladen

zu Der leichten Trubſal dieſer Zeit

vielñ̃chẽ beliebetẽ Snaden· Bundmit uns aufzurichten undzu⸗ ſtifften/ in welchem Er zwar unſirn Deenſt und Gehorſam ha⸗ ben wil und er fordert/ unduns ſeine Guaden⸗Krafft Stär⸗ cke dazu anbeut/ aber nach dem Reichthumb Uberfluß ſeiner Guůteund Gnade verſpricht und vermacht er uns einemilde uberſchwenckliche Vergeltung/ alſo und dergeſtalt/ daß/ was vormals GOtt der HErꝛ zu Abraham geſagt und demſelben

Ne verheiſſent Fůrchte dich nicht Ich bin deinSchildund *2r dein ſehr groſſer Lohn. Ich bin der imaͤchtige mx. GOtt/ wandele für mir und emn üUndichwil dich faſt mehren: Solches alle und jede getauffte rechtglãu⸗

dige Chriſten/ als GOttes Bundgenoſſen/ noch viel herꝛ⸗

licher aufſich appliciren und ihnen zueignen koͤnnen/ nach der allgemeinen/ ſo offt von Chriſto wiederholten Zuſage und daß alle/die an ihn/ als den Sohn Got·

tes/ glaͤuben/ micht ſollen verlohren werden/ ſondern

das ewige Leben haben. Nachwelchem Gnaden⸗Bun⸗

de auch zu verſtehen der Außſpruch des Apoſiels/ mit welchem

nr. 6 er den Grund des gantzen Chriſtenthumbs gelegt und alsein auptſtůck deſſelben wil geſetzet haben: Wer zu GOCC

ommen wil/ der muß glãnben/ daß Erey/ und de⸗

nen/ die ihn ſuchen/ ein Vergelter ſeyn werde. Die o niſo GGet ſuchen im Glaubenzuchrenundihmzudienen, und dermaleins ʒu ihm in ſeine Hertligkeit ʒu kommen/ daß

ſie mit Gedult in guten Wercken trachten nachm ewigen eben/ denen wi GOtt am Tage der Ofn⸗ barung ſeines gerechten Ger ichte einem jegli⸗

chen nach ſeinen Wercken/ aber nicht aus Verdienſt der⸗ fᷣlbenund als einen verdienten gleichmaͤßigen Lohnder Werk⸗ te/ſondernaus Gnadenundfreywilliger Verheiſſumgundzu⸗ ſgndim Saden · uneinthaliti wi Gott rchide

0