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hat, welche die wissenschaftliche Welt auf ihn gesetzt hat. Immer wieder ist
hier(vor allem Bd. 39. 1922 S. 467 und Bd. 42. 1925 S. 343) von der glück-
lichen Entwicklung berichtet worden, welche die Vatikanische Bibliothek im
Menschenalter genommen hat. Die Verbesserungen gehen un- mittelbar auf den Papst zurück, der sie schon während seiner Präfekten-Zeit ins Auge gefaßt hatte. Sie beziehen sich im wesentlichen auf zwei Punkte. Einmal wurde man in bezug auf die Zulassung zu Bibliothek und Archiv noch de Programm Leos XIII. weiter, 80- derungen, welche der Bibliothek ein
letzten halben
großzügiger und entwickelte das umfassen dann erfolgten tiefgreifende bauliche Verän ganz neues Gesicht gaben. Man begnügte sich nicht mit einer neuen Benutzungs- ordnung, es trat dazu eine starke psychologisch-erzieherische Beeinflussung des dem der Gedanke nahegebracht und zu eigen gemacht wurde, daß vornehmsten Pflichten gehört. Hierin liegt ein kunft fortwirkendes Verdienst des Verstorbenen. derung der Wissenschaften
Klerus, Bibliotheksarbeit mit zu seinen besonders hohes, weil in die Zu Mit seinen nächsten Beratern auf dem Felde der För d Pius XI. in ständigem, engem geistigen Austausch. Es sind drei Kar- dinäle, der Deutsche: Ehrle, der Italiener: Mercati und der Franzose: Tisserant. Das Verhältnis zu Kardinal Ehrle, seinem Amtsvorgänger in der Leitung der Vatikanischen Bibliothek, war ein sehr enges: Durch die Erhebung Ehrles zum Kardinal und durch die besonders feierliche Ausgestaltung seines 80. Geburts- tages ließ der Papst seine Gesinnung nach außen hervortreten. Hinter diesen Männern stand eine Schar erfahrener jüngerer Gelehrter aus den verschiedensten Nationen, die insbesondere die umfassende und schwierige Arbeit der Hand- schriftenkatalogisierung kräftig förderten und dafür den fürstlichen Dank des
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hohen Ex-Präfekten empfingen. Mit der deutschen Wissenschaft verknüpften Pius XI. mannigfaltige Verbin-
dungen. Er verstand die deutsche Sprache, ja sprach sie sogar, las deutsche 10*
führt in 132 Spalten über 0o0 Titel von Druckwerken, Büchern, Dissertationen, Abhandlungen und Aufsätzen an und läßt auch die Büchereien ersehen, welche die einzelnen Schriften verwahren. Dankbar empfunden wird, daß der Bearbeiter bei deren Auswahl die Grenzen nicht allzu enge z0g, sondern daß er auch Druck-
erscheinungen, die nicht unmittelbar mit der Post zusammenhängen, wie Reise-
bücher u. dgl., mit aufgenommen hat. Verstehen wird man ferner, daß er mit Rück- sicht auf die Überfülle des Stoffes andere Arten postalischer Druckerzeugnisse wie Dienstanweisungen und vorschriften, Postberichte, Kalender, Reichstags- und Landtags-Drucksachen aus dem Verzeichnis ausschloß. Die Büchertitel beginnen
mit dem lIahre 1s 20 Zum erstenmal Sgewinnt man ainen vollständigen TIberhlick


