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Die Lehre von der Wiedergeburt.
Gebet.
G HErr IEſu! du freundlicher und liebreicher Hey⸗ 2 land, der du zu dem Ende biſt in die Welt gekom⸗ maen, und Menſch gebohren worden, damit durch deine reine heilige und unſuͤndliche Geburt, unſere ſuͤnd⸗ liche und fleiſchliche Geburt geheiliget werden mochte.
O HErr JEſu! du ſieheſt, was vor ein heßliches Ubel dieſe fleiſchliche Geburt in uns iſt; wie dieſelbe als eine vergifftete Quelle nichts als Suͤnde und Ungerechtigkeit heraus quillet; wie ſie als ein ungeſtuͤmmes Meer nichts
als Koth und Unflath auswirfft; und wie ſie als ein fauler Baum nicht im Jahr einmal, ſondern alle Tage faule und ſtinckende Fruͤchte traget. O HErr IEſu!
wie tief iſt dieſe Quelle! wie unerforſchlich dieſer Ab⸗ rund und wie faul dieſer Baum! wie kan reines Waf⸗
er aus einer ſo unreinen Quelle kommen? wie ſoll man Trauben und Feigen von einem ſolchen Diſtel⸗ und Dorn⸗ Buſch leſen? O lieber Heyland! diß iſt unſer Stand
in Adam, und diß iſt das Elend, darein uns die fleiſch⸗
liche Geburt geſtuͤrtzet hat. Wir muͤſten ewig in ſolchem Verderben umkommen, wenn du nicht kommen waͤreſt,
alle Kraͤfſten der Finſterniß, womit die Seele in ihrer Aleiſchlichen Geburt verriegelt iſt, zu zerbrechen. O ſo mache denn aus uns gute Piume damit wir Früchten e


