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Das liebreiche Einladen und holdselige Bewillkommen des Herrn Jesu bey der Bekehrung eines armen Sünders wurde in einer ... zu Laubach gehaltenen Prob-Predigt 1739 / vorgestellt und dem Drucke übergeben von Johann Valer. Ludwig Nieder
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24 Das Einladen und Bewillk ommen des Hrrn Jeſu bey der ꝛc.

bringen laſſen, preiſe ich ſelig. O wie wohl habt ihr gethan, daß ihr euch mit eurem Hirten bekannt gemacht, und den Dienſt der Eitelkeit, und die viele Irrwegedarauf ihr vorhero gelauffen, quittiret und verlaſſen habt. Ihr habt nun zu bedencken, was euch der Schooß⸗Juͤnger des Lammes zurufft, 1. Joh. II, 28. Kindlein, bleibet bey ihm. Theureſte Seelen, ihr ſeyd zu einer unerſchoͤpflichen Quelle gekommen, nehmet aus ſeiner Fuͤlle Gnade um Gnade. Ihr ſeyd zu einer ſichern Freyſtadt, unter den Schutz und Staab eures Hirten, kommen, wo euch der hoͤl⸗ riſche Wolff, noch ſonſt ein Feind nicht antaſten darff. Wo ihr aber einen Fuß aus dieſer Freyſtadt, ſo gerathet ihr wieder in die Gewalt des Blut⸗Raͤchers. Wo ihr dieſe Seegens⸗Quelle verlaſſet, ſo wird der Fluch ſein altes Recht an euch wieder her⸗ vor ſuchen. Darum ihr Schaͤflein bleibet bey ihm. Lernet ihm ſeine Tugenden ab, und uͤbet euch darinnen. Bleibet ihm ge⸗ treu biß ans Ende, er wird es euch an noͤthigen Kraͤfften nicht fehlen laſſen. O wie groß iſt eure Seligkeit, daß ihr kommen ſeyd zu dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blute der Beſprengung. Er erkennet euch vor groſſe Geſchencke ſeines Vatters, und liebet euch mit eben der zarten Liebe, damit er ſeinen Vatter liebet. Wer will euch nun aus ſeiner Hand rei⸗ ſen. Da ihr ſeiner Lock⸗Stinnue gehorſam worden: ſo ſollet ihr auch einmal aus ſeinem Munde die erfreuliche Stimme hoͤ⸗ ren: Kommt her, ihr Geſegneten meines Vatters, er⸗ erbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt; Amen.