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Das liebreiche Einladen und holdselige Bewillkommen des Herrn Jesu bey der Bekehrung eines armen Sünders wurde in einer ... zu Laubach gehaltenen Prob-Predigt 1739 / vorgestellt und dem Drucke übergeben von Johann Valer. Ludwig Nieder
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Iſu bey der Bekehrung eines Suͤnders. 19

ihnen erblicket, Joh. XIV, 21. Er ſorget vor alle ihr Beſtes, vor ihre leibliche und geiſtliche Nothdurfft, und laͤſſet ſie keinen Man⸗ gel leiden an irgend einem Gute. r. Petr. V. 7. Er erbarmet ſich uͤber ſie, wie ſich ein Vatter uͤber ſeine Kinder erbarmet, Pſalm. CIII, 13. 14. Er traͤget Gedult mit ihren Fehlern, und uͤberſiehet ihre Schwachheiten mit vielem Verſchonen, Mal. III, 17. 18. Eſ. LXIII, 8. 9. Er verſtattet ihnen einen freyen Zugang zu ihrem Batter Hertz, Eph. II 18. Er erhoͤret ihr Gebet und giebt ihnen, was ſie von ihm bitten, 1. Joh. v, 14. 15. Er ſegnet ihre Arbeit und belohnet das Gute, das ſie vollbringen, Matth. XIX, 29. Er zuͤchtiget ſie aber auch zu ihrem beſten, damit er ihre Heiligung befoͤrdern, Ebr. XII, 6. und giebt ihnen ein Herrliches Erbe, darin er ſich ſelbſt zu ihrem Genuß ewig darſtellen wird, 1. Petr. 1. 4. 5. Er leitet ſie mit ſeinen Liebes⸗Augen durch dieſes Jammerthal hindurch, Pſalm. XXXII, 8. biß er ſie endlich vor ſein Angeſicht unſtraͤflich ſtellet, Jud. v. 24. ihnen ihr Erbtheil aus Gnaden ſchen⸗ cket, Offenb. XXI, 7. und ſie ewig vor ſeinem Angeſicht erfreuet, Matth. XXV, 34. Damit ſie aber auch in dieſer empfangenen Gnade treu bleiben koͤnnen; ſo giebt er ihnen endlich dazu

IV. Seine göͤttliche Krafft, in welcher ſie ihre geiſtliche Feinde, Suͤnde, Todt, Teuffel, Hoͤlle und die boͤſe Welt uͤberwinden, ſei⸗ nen heiligen Willen vollbringen, und an dem inwendigen neuen Menſchen taͤglich in der Erneurung und Heiligung wachſen und zunehmen koͤnnen. Und diß erfaͤhret noch ein jeder Glaubiger, daß, ſo bald ihm ſeine Suͤnden vor dem goͤttlichen Gerichte ſind erlaſſen worden, ſo bald erlangt er auch hinlaͤngliche Staͤrcke und Kraͤffte des Heiligen Geiſtes, von ſeinem Suͤnden⸗Lager aufzuſtehen und in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor GOtt zu wandeln. Col. II, 6. Halten es gleich unbekehrte Menſchen vor ohnmoͤglich, daß man die Gebote GOttes halten, und ein heiliges, ſtilles, frommes und

ottſeliges Leben fuͤhren koͤnne; ſo weiß es doch derjenige, der Chriſtum in wahrem Glauben angenommen; Denn die auf den HERRN bhoffen kriegen neue drafft daß ſie aüffahei i C 2 dler;