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Der Skiläufer : ein Lehr- und Wanderbuch / von A. Fendrich ; mit 8 Tafeln und zahlreichen Textbildern von Dr. R. Biehler
Entstehung
Seite
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Was man zum Skilaufen braucht.

Vor allem ein geſundes Herz und eine gute Lunge. Nach dem Menſchen ſind die Skier das Wichtigſte. Dieſe zwei ſollten zueinander paſſen wie Neiter und Pferd. Ein Stock iſt unentbehrlich; zwei Stöcke ſind oft beſſer als einer. Um einen beſonderen Anzug wird man mit der Zeit nicht herum⸗ kommen. Die Wintererfahrungen, die man mit ſeinem Sommertourenanzug macht, ſind keine guten. Der Ruckſack iſt nicht nötig zum Skilaufen. Wer aber nie einen braucht, der rangiert infolge dieſer Bedürfnisloſigkeit in der Neihe der Hotelſkiläufer, die nur das Gebiet von zwei bis drei Kilo⸗ metern im Umkreis ihrer jeweiligen Winterquartiere unſicher machen. Für wirkliche Jünger vom Brett iſt der Ruckſack etwas ſehr Wichtiges, und die Zuſammenſtellung ſeines In⸗ halts eine Angelegenheit fürſorglichen Scharfſinns. Und last not least braucht man Schnee; aber nicht jeder tut's.

Der Ski.

Vom Selbſtverfertigen möchte ich dringend abraten. Man kauft ſich nachher doch andere, wenn man gerade kein Bauers⸗ mann iſt, dem auch die ſelbſtgezimmerten gefallen. So einfach der Ski ausſieht, ſo viel Sorgfalt erfordert ſeine Herſtellung. Aber manche Fabrikanten nehmen es damit auch nicht mehr ſehr genau. Weder mit dem Material noch mit der Arbeit. Infolge der großen Nachfrage undweil das Zeug jetzt doch geht, verarbeiten verſchiedene Fabriken zu grünes Holz. Ein rechter Ski iſt aber aus wintergeſchlagenem und in ſchon zuge⸗ ſchnittener Form gut getrocknetem Material.

Wer ſich ein Paar Skier kaufen will, nimmt am beſten einen ſachverſtändigen Bekannten mit. Wenn man einen ſolchen nicht hat, dann ſehe man ſich einmal die Maße des Telemarkſki an, um einen Begriff von einem gutgeſchnittenen und ſchöngebogenen Schneeſchuh in den Kopf zu bekommen. Vor allem ſoll die Schnabelaufbiegung nicht unvermittelt wie ein Horn in die Höhe ſteigen. Solche Schaufeln bringen im tiefen Schnee auch geübtere Läufer zu Fall, und mancher Ski bricht nur, weil die Schaufel grob und ungeſchlacht gegen kleine Schneewehen rennt, anſtatt leicht und elegant über ſie weg zur Tagesordnung überzugehen. Das vermag nur der Ski, deſſen Aufbiegung ſchon früh beginnt, aber nur ganz all⸗