Druckschrift 
Beschreibung und Abriß dero Ritterspiel, so der Durchleuchtige Hochgeborne Fürst und Herr, Herr Moritz, Landgraff zu Hessen, etc. auff die Fürstliche Kindtauffen Frewlein Elisabethen, zu Hessen etc. am Fürstlichen Hoff zu Cassel angeordnet, und halten lassen / Auffs eigentlichst erkleret und verfertiget. Auch zum andern mahl übersehen und in Druck geben, Durch Wilhelm Dilich ; [Mitwirkender: Hermann Fabronius]
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frewde ſein wirdt. Datum in vnſer Feſtung Coquitrocoa.

nd fuͤhreten gleicher farb Speere vnd Fehnlein..

Noß Thurmer. 7.

6 Ir die allerſighafftigſte Nicaragua/ Koͤnigin zu Charcas Aequipa, vnd Cur- Koo: Hertzogin zu Canarien vnd Caribes, Greffin zu Chiribichi vnd Choro- tega&c. entbieten euch den Arabiſchen Richtern vnſern gnedigſten gruß zu⸗

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Aor/ vnd fuͤgen euch hiermit zu wiſſen: wie das wir gegenwertigen Ritter/ il Cavalier Ver-

de genandt/ numehr ein gutezeit her gefangen gehabt: vnd ob er ſich wol etlich mal vnter⸗ fangen durch Ritterlichen Kampff der gefengnuß zu entkommen/ ſo haben wir jhn doch durch vnſere vielfaltig bewerte Kunſt der Nigromancy jederzeit dermaſſen bezaubert/ daß

er es zu ſeinem gemeinten intendt nicht bringen/ ſondern in vnſer hafft wiederkommen/

vnd dieſelbig alſo ferner erdulden muͤſſen. Jetziger zeit aber iſt jhme vorkommen wie daß

im Fuͤrſtenthumb Heſſen ein ſolcher fuͤrtrefflicher Ritter gefunden werden ſoll/ welcher

nicht allein vnſer vnuͤberwindtliche Kunſtzerſtoͤren/ ſondern auch vnſern geliebten Herrn

Bruder vertilgern vnd außrottern aller Ritter/ Herrn Molopolopo gefangen nemen/ auch die hin vnd wieder durch Zauberey gefangene Ritter alzumal erloͤſen werde: vnd vns hierauff aller vnterthaͤnigſt erſucht/ daß wir jhme doch nur dißmal ſein heil zuuerſuchen/ vynd ſolchem Ritter/ zu dem er all fein hoffnung vnd Hertz geſtellet/ beyzuſtehen erlauben woolten. Wann vns dann vnſers Herrn Bruders vnuͤberwindtligkeit/ auch waſſer maſſen er die Ritter/ ſo ſich wieder jhn gebrauchen laſſen/ alsbaldt in hafftung zu brineen

vnd darinnen viel hefftiger als von vns geſchicht/ zu martern pflege/ genugſam bekandt:a⸗

ben wir ſolches gemeltem Ritter/ jhn hierdurch dieſer ſeiner temeritet halben zu deſto haͤ

terer ſtraffe zu ziehen/ entlichen geſtattet/ vnd vnſer Cammer Jungfrawen befohlen/ den ſelben alsbaldt mit dem Nodo Gordio zu vmbſchlieſſen/ vnd in einem nuh durch wirckung

vynſer Kunſt vber das hohe Corocotiſche Gebirge/ in die Inſulam Fortunæ/ an der Ana

gelegen/ zu bringen vnd vor euch zuſtellen. Vnd iſt hierauff vnſer genedigſt geſinnen/ daß jhr ſolchem Ritter das mal noch zum Ritterlichen Kampff/ vnnd ſein entlich geluͤck alda zu verſuchen geſtatten wollet. Stellen wir in keinen zweiffel/ es werde jhn hoͤchſter⸗ melter vnſer Herr Brnder alsbaldt in ſeine gewalt/ vnd an den ort/ da wir jhn gerne hin- gebracht ſehen moͤchten/ verſchaffen: welches vns zuuernemen eine ſondere hohe groſſe

Nicaragua Molopopolopæa.

DVMRßnddieſes war alſo de frembden Ritters einzug/ darauff denn baldt viel andere Nitter in koͤſtlichem Habiet vnd zuruͤſtung erſchienen ſindt. Inſonderheit auch lieſſe

ſich wol ſehen der Marſchalck deß vnter Heſſiſchen Hoffs: Er hette ſich gewapnet mit ei-

ner ſchwartzen ſchuppigen ruͤſtung/ vnd ſein Pferdt mit einer gleichen decken behenget/ vmb welche auch ſeine vollige Ahnen am vntern ſaum/ vnnd in der mitte derſelben decken ſein angebornes Wapen angemahlet ſtunde. Zu nechſt vor jhm ritte ein Spießjung

in einem ſchwartzen ſammeten Maͤntelichen darinnen weiſſe ermeln/ wie in gleichem auff

einer ſchwartzen Sturmhauben/ ſo mit ſilber beſtept/ ein weiſſer federbuſch. Die Patri nen waren auch ebener maſſen in ſchwartz vnd weiß bekleidet/ ritten vor den Spießjunſtan

Nun weret dieſes Außziehen/ Thurnieren/ Speerbrechen/ Schwerter zerſchlagen

ond gefangen nemen ſo lange/ biß entlich der gute vnd Mannliche Ritter kalomegathy

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