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Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
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19. fleiſſig obſervirt; So halte ich auch nicht dafuͤr/ daß einige widrige Exem⸗ pel erwieſen werden koͤnnen. Iſt es aber im Krieg geſchehen/ ſo iſt es um ſo viel mehr Lachens werth/ weil daſſelbe durch einen offentlichen Tractat iſt auffgehoben worden. Vierdtens/ daß man ſolle getrachtet haben/ den Koͤnig in Franckreich wider ihn zu verreitzen/ ſo iſt ſolches/ gleich wie alle andere Sachen/ ein nichtiges Vorgeben; Dañ was fuͤr einen Schein der Wahrheit kan dieſes haben/ da wir mit einander in vollem Friede ſaſſen/ und ſo genau in der Tripel⸗Alliantz verbunden waren; Vielmehr iſt im Gegentheil wahr/

daß Ihr Hoch⸗Moͤg. alle kraͤfftige Mittel/ zu Erhaltung deß allgemeinen

Friedens in der Chriſtenheit angewendet haben.

Fuͤnfftens/ daß man bey dieſen Conjuncturen zulaſſen wolle/ die Flag⸗ ge zu ſtreichen/ mit dieſer Bedingung/ wann man uns wider den aller Chriſt⸗ lichſten Koͤnig beyſtehen wolte/ hat ſo wenig Grund als andere Sachen/ al⸗ dieweil Ihr Hoch⸗Moͤg. gegen dem Koͤnig in Engelland allein ſich erklaͤrt haben: Daß dieſer Staat auff das Fundament der Freundſchafft/ und Proteſtation deß zweyten Arrickels der Tripel⸗Alliantz/ im Fall die uͤbermaͤſſige Armatur deß Koͤnigs in Franckreich wider dieſen Staat auß brechen ſolte/ gern ihre Ilotte/ wañ ſie einigem Kriegs⸗Schiff/ welches Sr. Maj. Standart oder Faͤhnlein fuͤhrte/ die Flagge wolten ſtreichen/ und das oberſte Segel fallen laſſen/ jedoch daß die Inwohner dieſer Lande an ihrem freyen Gebrauch der See/ oder Commercien nicht beeintraͤchtiget wer⸗

den moͤchten. Worauß dann abzunehmen iſt/ wie unrecht Engelland ſol⸗

ches verſtanden habe/ und wie dieſes Erbiethen in gegenwaͤrtigem Fall be⸗ ſchaffen geweſt ſeye. Sechſtens und letztens ſagt der Koͤnig/ weil er keine Hoffnung gehabt/ zu einem vortheiligen Tractat zu gelangen/ ſeye er gezwungen worden/ zu den Waffen zu ſchreiten. Woruͤber aber? Haben J. Hoch⸗Moͤg. ihme in aller Billigkeit/ und ſo viel/ als von ihnen mit gutem Fug begehret werden koͤnnen/ Satisfaction geben wollen? Wie hieroben ſo hell als der Tag erwie⸗ ſen worden iſt. Daßaber dieſes eytel Betrug und Treuloſigkeit geweſt ſeye/ kan nicht nur von heut/ ſondern von vielen Jahren her dargeſbhan werden. Nachdeme die groſſe Summa Gelds in Engelland/ zu Unterhaltung der Engliſchen Flotte/ auß Franckreich uͤberkommen/ gabe man vor/ daß der Koͤnig dieſelbe auff Intereſſe auffnehmen wolte/ und dieſelbe verſchmol⸗ tzen und von neuem gemuͤntzet werden ſolte. Als der Angriff der Smirni⸗ ſchen Flotte geſchehen/ wendete man ein/ daß die unſerige nicht geſtrichen b Ciij haͤtten: