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Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
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3.

ren fuͤr Augen ſtellen laſſen/ in Hoffnung/ von ſeiner Treuloſigkeit abzuſte⸗ hen/ damit hierdurch der Friede in der Chriſtenheit erhalten werden moch⸗ te/ ſo hat doch dieſes alles nicht helffen wollen/ ſondern iſt endlich der ver⸗ bitterte und nicht weniger leidige Krieg darauff erfolget/ der ſo viel Men⸗ ſchen⸗Bluts gekoſtet/ ſo groſſen Schaden beyden Nationen zugefuͤget/ und ſo viel Wittwen und Wayſen gemacht hat/ daß GOtt ihrer Seuffzer und Thraͤnen zu ſeiner Zeit gedencken wird.

Sehet/ alſo haben ſich die Wolthaten in Feindſchafft/ und die Zuſa⸗ gungen und Koͤnigliche Worte eines ſo groſſen Monarchen/ in lauter Ver⸗ raͤtherey und Treuloſigkeit verwandelt. Es iſt unnoͤthig/ eure Procedu⸗ ren ferner außzufuͤhren/ weilen den Weltkuͤndigen beydes eure und eures Herrn Vaters Actionen gnugſam bekant ſind/ wie viel Ruhm ſie der Chri⸗ ſtenheit zugebracht haben. Die Zeiten/ wie ein gewiſſer Polĩticus ſagt/ ha⸗ ben ſich jetzo gantz veraͤndert/ und alſo auch die Menſchen; Dann die Koͤni⸗ ge verrathen und lieffern einander ſ elbſten auff die Fleiſchbanck/ bringen ih⸗ re Unterthanen ums Geld/ und verwarloſen die Wohlfahrt ihrer Reiche. Die Buͤndnuͤſſen und Tractaten ſind anders nichts/ als doppelte Betriege⸗ reyen/ und iſt die alte Treu und Liebe auß der Welt gewichen. Ddieſer grauſame Krieg ward kaum geendiget/ und ein Friede zu Bre⸗ damit hohen Enden geſchloſſen/ auch zu Anfang deß 1668. 1669. J. durch die

Tractaten beydes der Tripel⸗als Commercien⸗Alliantz bekraͤfftiget;(Wie

ſolches auß ſeines Ambaſſadeurs TempleCredentz⸗Brieff beſſer erſehen wer⸗ den kan/ welcher unter andern dieſe Wort in ſich hielte: Nachdem wir in Beſorgung der allgemeinen Wohlfahrt ſo gluͤcklich geweſen/ daß wir zu Auffrichtung eines Friedens zwiſchen unſern Nachbarn(hiermit auff die Cronen Spanien und Franckreich ziehlend) gelanget ſind/ ſo haben wir jetzo Urſach zu hoffen/ es werde die Freundſchafft und gute Verſtaͤndnuͤß zwiſchen uns hierdurch forthin ins kuͤnfftig dergeſtalt beveſtiget worden ſeyn/ daß weder die Voßheit unſerer Feinde/ noch einige andere Zufaͤlle/

wie ſie auch Namen haben moͤgen(durch Gottes Gnade) auch nicht die ge⸗

ringſte Veraͤnderung werden verurſachen koͤnnen. Und dieweil von dem Ritter Temple die erſte Fundamenten dieſer Negotiation bey E. Ed. ſeyn gelegt worden/ ſo haben wir keinen beſſern/ als ſeine Perſon/ erwaͤhlen koͤnnen/ um bey E. Ed. in Qvalitaͤt eines Ambaſſadeurs zu reſidiren; Welches in vielen Jahren von dieſer Cron nicht beſchehen/ wir aber zu ei⸗ nem beſondern Merckzeichen der Aeſtim/ diewir von eurer Freundſchaffe

haben/ wieder auffbringen/ und Uiervon zu allen Zeiten eine Probe zu geben er nePi de.

iij achten