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den. Dieſe Nacht fielen die unſeigen zur Molſchell Pforten
aus/ wie auch aus dem Jacobs Thor/ rieſſen des Feindee Ba⸗ thereyen neder/ und Sehelten nieder/ wae ſie antreſſen kon⸗
ten/ das Gewehr wurffen ſie in die Duͤhne/ welcher Flus an
der Stadt herfieuſt/ und von dar in die See laufft/ von den anſrigen iſt nur ein Reiter/ der eine Standardt von dem Feind nehmen wollen/ erſchoſſen Den 4. den wurden auff dem Wal⸗ je von des Feindes Canon⸗Schuͤſſen drey Soldaten/ und in
den Haͤuſern eine Jungfrau nebenſt einer Magd gequetſchet/
Dito kam geitung/ daß der Feind unter ſich ſelbſt uneins/ weil die Deutſchen den erſten Sturm nicht wagen wolten/ weswe⸗ gen der Czar 2. vornehme Officirer hencken laſſen. Den 5. dito umb 4Vhr ſielen die unfrigen wieder aus/ nahmen dem Feinde 42 Stuͤcke Pieh ab/ brachten auch zwey Gefangene ein/ ſonſten iſt dieſen Tag ſcharff mit Stuͤcken in die Stadt geſpielet/ aber niemand beſchaͤdiget worden/ ohne daß auff dem Sand⸗Thurm einem das Dein weg geſchoſſen/ der Gouverneur aber Herr General⸗Major Gruͤndel/ und O briſter Ferßen von den Splittern eines Balcken/ daran ein
Stuͤck⸗Kugel geflogen/ auff dem Dambrochs Rundel verle⸗
tzet worden. Den siſten ſiel eine Feuer⸗Kugel auff dem Marckt nieder/ zerſprang aber nicht/ wog hundert und ſech⸗ tig Pfund/ wurde den gantzen Tag/ und ſelbige gantze Nacht
mit Feuer⸗Kugeln und Granathen in die Stadt geſpielet.
Dieſen Abend fiel eine Kugel in eines Paſtoren Haus/ zuͤnde⸗ te das Hew an /wurde aber bald geleſchet/ nicht lange kam wieder eine Feure⸗Kugel in die Johannes Kirche/ weil ſie a⸗ ber zu zeitig geſprungen/ hat ſie nichte effectuiret/ bald kam wie⸗ der eine geflogen/ ſo in der Lufft ohne Schaden geſprungen/ von den uͤbrigen ſeynd zwar wenig Menſchen/ aber etliche Pferde verletzet worden. Dilo kam ein Ingenieur/ ein
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