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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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um die Gnade der Heiligung. 37

1 ſeuchte meinen Verſtand

mehr und mehr, zu erken⸗ nen deinen Willen, und heilige meinen Willen, zu thun nach denen Wohl⸗ gefallen. Gieb mir Kraft zu kreutzigen mein Fleiſch ſamt den boͤſen Luͤſten und Begierden, damit ich der Suͤnde abgeſtorben, der Gerechtigkeit lebe. Laß mich wachſen an dem geiſt⸗ lichen Leibe, da JEſus Chriſtus das Haupt iſt, und taͤglich zunehmen an dem inwendigen Menſchen. Mache aus meinen Glie⸗ dern Waffen der Gerech⸗

tigkeit, daß ſie heilig wer⸗ d

den. Mache mich frucht⸗ bar in allen guten Wer⸗ cken. Leite mich in alle Wahrheit. Erhalte mich in wahren Glauben, und durch denſelben in 1 5 Gnade. Nimm gnaͤdig von mir was mich unwuͤr⸗ dig machet des Tiſches, welchen du fuͤr deine Kin, der bereitet haſt, und gleb mir nach deiner Guͤte, was zur wuͤrdigen Genieſ⸗ 15 noͤthig iſt. So will

ch deinen Namen ruͤhmen

hier zeitlich und dort ewig⸗ lich, Amen.

(Beſiehe ferner die Dancklieder, un d betrachte eins nach dem andern.)

Vor dem heiligen Abendmahl.

Gebet um dieaben welche zur wuͤrdi⸗ gen Genieſſung noͤthig. 1

ier komme ich, mein

Laß mich Gnade finden vor

ber des Lebens. Waͤre ich gleich heiliger, als die En⸗

wegen nicht wuͤrdig dieſes Tiſches, es ſey denn, daß u mich wuͤrdig macheff.

mit deiner Gnade, und bereite mich. Nimm dich

ner groſſen Liebe. Gedencke daß ich von mir ſelber zwar

viel Boͤſes, oder nichts Gutes habe, und hilf mir um deiner Guͤte willen.

Siehe doch, wie arm und elend ich bin obne dich. Gedencke an deine Treue, erfuͤle mein Hertz mitona⸗

mit bruͤnſtiger Andacht in 9 voͤlligem Glauben binnu

des Glaubens.

Gerechtigkeit, und gieb

mir, was dir wohlgefaͤllt:

die dir

Wohl der Seele, agb f 4

utledige 7 mein

Heiland, auf deine freundliche Einladung.

deinen Augen, du Liebha⸗ 1

gel; ſo ware ich doch des

Darum komme mir zuvor

meiner Seelen an nach dei⸗

du Heiland der Welt, und den. Wie gern wollt ich

gehen: aber das Vollbrin⸗ gen fehlet mir, wenn ichs von dir nicht erlange, du Anfaͤnger und Vollender Darum nimm gnaͤdig von mir, was dir miß faͤllet, oder bedecke

es mit dem Rock deiner