Zuflucht bey dir ſuchen
e daß wir nicht irre gehen. Ai Haſt du uns aber heute Ace von dir abgewichen gefun⸗ den, ſo rufe uns wieder
a bringe alles Verwirrete zu⸗
ders mich umſehe. Schrei⸗ be deine Striemen und Naͤgelmahl in meinen Sfü zum Andencken deiner Lie⸗ be, die mich auch danck bar mache und erleuchte, deiner Erloͤſung ewig zu genieſſen, und iwar durch die Kraft aller und jeder deiner Leiden und Schmer⸗ zen, Amen.
Aben⸗ Gebet am
Srepytage.
Der Abend hat uns nun überfallen, o mein lieber frommer GOT und Vater! und wir ſind alltuſchwach uns ſelbſt zu helfen oder zu verwahren. Drum ſtaͤrcke du uns doch durch die Kraft des Glau⸗ bens, und widerſtehe allen feindlichen Maͤchten, die uus mit Liſt oder Gewalt ſchaden koͤnnen. Und weil uns das aͤuſſerliche Licht nun entiogen iſt, ſo blicke uns deſto mehr inwendig an mit dem ewigen Licht dei⸗ ner Gnaden, damit wir in unſerer Noth und Gebrech⸗ lichkeit allzeit Rath und
Und finden. Kehre unſer
Abend ⸗Gebet am Freytage.
27 ſchreiben, ſoͤndern dir al⸗ lein alle Ehre geben. Das wolleſt du uus ſelber lehren
bige regieren, ja, deine gantze Gemeine in der Welt dir befohlen ſeyn laſſen, und einem jeden Glied das Maaß ſeines Leldens hel⸗ fen uͤberwinden, bis es alles vollendet werde, und wir zur ewigen Ruhe kom⸗ men in Chriſto deinem Sohne, der unſer Friede worden iſt, Amen.
Um Geduld.
O eduldiger Heiland,
Eſu Ehriſte! welch eine unausſprechliche Ge⸗ duld und Leidſamkeit haſt du in deinem gantzen Le⸗ ben, ſonderlich aber im Leiden und Sterben, aller Welt bewieſen! was maͤch⸗ tige Fußſtapfen haſt du ge⸗ laſſen, daß ich ihnen nach⸗ folgen ſolle! Aber ach! wie unleidig, unbaͤndig, ungebrochen und ungelaſ⸗ ſen der natuͤrlichen Sinn dazu ſey, HErr, das weiſt du! Ich weiß, man kann ohne Truͤbſal nicht in das Reich eingehen, noch den⸗
Hertz und Sinn ju dir,
i mit deiner heiligen zuͤchti⸗ genden Gnade zu dir, und
recht. Erhalte uns wieder alles Arge, daß wir dir zu
Lobe und Dienſt leben, ſo wollen wir ruͤhmen in dir,
noch wehre ich mich wider alles Leiden ſo ſehr, und entzlehe mich, wo ich nun weiß und kann. Bisweilen meyne ich wohl was Gutes zu thun; aber Leiden und deine Schmach, Creutz und Noth willig zu uͤberneh? men, gehet mir ſchwer ein. Wo ſoll ich aber endlich Geduld herkriegen, entwe- der in gegenwaͤrtlger boͤſen
und nichts uns ſelber iu
Zeit, oder auch in künß. ba ltgen
und dazu alle deine Glaͤu⸗ 9


