Druckschrift 
Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
Einzelbild herunterladen

um inbrüͤnſtige Andacht.

dacht und mit dem Licht, deiner Gnade. Laß mein

HSGBebet vor dir rlechen, wie daß Opfer Noab Laß

mich meine Hande zu dir aufheben, wie Moſes: Laß

mein Gebet vor dir klin⸗

gen, wie die Cymbeln am Kleide Aarons, und wie

die Harfe Davids: Zuͤnde heiligen

in mir an enen Durſt nach dir, wie ein Hirſch ſchreyet nach fri⸗ ſchem Waſſer! Ruͤbre und reinige meine unreine Lip⸗ pen mit dem himmliſchen Feuer, wie dem Eſaia.

mich deine Herrlich

jeit im Geiſte und Glauben fehen, wie Szechiel! Er⸗ höre mich, wie Daniel; Hefne mir die Augen, wie dem Diener Eliſät; Laß mich mit Petro und Maria bitterlich weinen; Erleuch⸗ te mein Hertz, wie dem Schaͤcher am Creutz; Laß mich die Knie meines Her; tzens vor dir beugen, wie Manaſſe; thue mir mein Hertz auf, wie der Lpdia, daß ich aller zeitlichen Dinge in meinem Gebet vergeſſe. Ach HErr! aller 3 Kuͤnd ger, der bu

eren und Nieren pru

ſeß du weiſt, wie unbe⸗ ſtaͤnd g menſchliche Hertzen

und Gemuͤther ſind, beweglicher denn Weſſer,

ſo vom Winde bewogen

viel

gen, und viel beſſer regie ren, denn ich ſelbſt. Stehe auf, HERR] bedraue den Sturmwind und das

Hertzens, daß es ſtille ſey, in dir ruhe, dich ohn Hin;

dir vereinigt bleibe. Führe mich in die geißliche Wuͤ⸗ ſten, da ich nicht ſihe noch hoͤre von der Welt, denn dich allein, daß du mit mir allein reden moͤ⸗ geſt, daß ich dich freund lich kuͤſen moͤge, und es niemand ſehe und mich hoͤhne. Erneure mein

zünde in mir an dein Licht, dat es in mir leuchte, daß mein Hertz brenne, und entfuͤndet [Lebe und Anbacht. Nimm

dat ich empfinde deines Geiſtes Flamme, Liebe, Troſt und freundliche Ant⸗ wort! Ach, nimm weg

was meine Andacht hin⸗

meines Fe ſches Wille, als Zorn, Rachgier, Unge⸗ duld, Unglauben, Hoffart, Unverſoͤhnlichkeit, Unbuß⸗ fert igkeit. Laß deinen Hei

rufen, beten, loben, dan, cken, zeugen und meinem

wird! Ach, beveſige mei, Geiß Zeugniß geben der

ne Andacht, daß ich nicht

durch ſo mancherley Ge dancken hin und her bewo⸗

gen werde Ach, du koynſt das Schiflein meines Her⸗

dens ſtill balten, beveſti⸗

Ihn mein kaltes 2 mit ſeinem himmliſchen! entzuͤnden, erwaͤrmen, und

nich vertreten bey Gott

derniß anſchaue, und mit

ligen Geiſt in meinem Hertzen ſeuftzen, ſchreyen,

9

1 bl

mit unauſprechlichem wnauſte

unruhige Meer meines

Hertz, Sinn und Hemüb,

werde in deinen

das ſtein rne Hertz hinweg,

durch deine Gnade aller, dert, es ſey die Welt oder

Kindſchaft Gottes; Laß 9 euer

ö