Druckschrift 
Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Anhang.

ahbe fe ſeyn, ſondern in Friede fahr ich hin.

7. Ss warten ⸗wir nun auch der Stund, und bit,; ten dich aus Hertzens⸗ Grund, du wollſt nicht auſſen bleiben lang, und ſtrafen einmal die alte

lang. 8

8. Der alle Welt ermor⸗ det hat, Luͤgen werden ſatt, den nimm ſaſũt ſeiner Laͤſter: Schul, und wirf ſie in den feur'gen Pful.

9. Dein' liebe Kinder warten all, wenn doch ein⸗ mal die Welt zer fall, und wenn des Teufels Reich zergeh, und er in ew'ger Schande ſteh. i

10. Er iſts, der deinen Namen ſchaͤndt, und der die arme Leute blendt, der boͤſe Geiſt ſucht ſeinen Ruhm, und hindert, daß dein Reich nicht komm.

11. Was du beſfiehlſt, das laͤſtert er, und tobt Hawider greulich ſehr, was

uns beſchert dein' milde

Hand, das naͤhm uns gern der Hoͤllenbrand. 12. Der Satan hoͤrt nicht auf zu wehr'n, daß ſich ſo wenig Leut bekehr'n, er wend't die Leut von dei⸗ nem Wort, und richtet an Haß, Neid und Mord. 13. Der Teufel braͤcht uns gern zu Fall, und wolt uns gern verſchlin⸗ en all, er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr, HErr Chriſt, dem rothen Drachen wehr. 14. Die Welt kann nun nicht langer ſiehn, i

und kann nicht

ſchwach und alt, ſie muß vergehn, ſie kracht von al⸗ len Orten ſehr, und kann die Laſt nicht tragen mehr. 15. Die Creatur nicht laͤnger kann der Eltelkeit ſeyn unterthan, und wolt gern wieder werden frey vons Tuͤrcken Mord und Tyranney. 16. Der Pabſt hat ſie ſo hart beſchwert, und al⸗ le gut Ordnung verſtoͤhrt, drum warn ſie gern ſamt uns erloͤſt, wir hoffen all' auf deinen Trost.

17. Dle alten Vaͤter war⸗ ten all, wenn du erſcheinſt mit groſſem Schall, mit aller lieben Engel Schaar, drauf warten wir manch

hundert Jahr.

18. Ey! lieber HErr, eil zum Gericht, laß ſehn dein herrlichs Angeſicht, das Weſen der Dreyeinig⸗ keit, das helf uns GOtt in Ewigkeit.

921. Mel. Zion klagt mit Angſt ꝛc.

Lichger IJEſu, hoͤr mein Klagen, meiner Seelen Angſt Geſchrey, ſiehe mei⸗ nes Hertzens Zagen, ſtehe mir in Noͤthen bey, mich der Suͤn den Laſt ſehr druckt, und mir allen Troſt entruͤckt, Tod und Hoͤlle mich erſchrecken und des Himmels Zorn erwecken.

2. ICS, komm und hilf mir Armen, zeig mir deine ſuͤſſe Huld, du wirſt dich ja mein erbarmen, tilgen meine Sünden⸗

Schuld. Treib den Sa- . tan

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