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Vorrede. mit dem Caͤmmerer Ap. Geſch. 8, 30. 31. uͤber
Mangel der Unterweiſung zu beklagen, treue Leh⸗
rer bemuͤhet ſeyn, ihren Zuhoͤrern deu rechten Verſtand der Lieder beyzubringen.
Erkennet auch der Chriſt den lieben GOtt rech⸗
uh als einen Feind aller Heucheley, Cuͤgen und
ottloſen Weſens: Pſalm 5, 57. So wird er ch vor allen Dingen ernſtlich dahin beſtreben, daß, wie Hertz und Mund in der Andacht und Verſtande, das iſt, im Geiſt: Alſo auch der Mund und das Leben in der Sache ſelbſt, oder in der Wahrheit, uͤbereinſtimmen moͤgen. Sonſt klingts wol fein, wenn der Mund ſaße 0 IkEſu, meine Freude u. ſ. w. Wo man aber
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dennoch an Geld und Gut ſeine Freude hat
Wo man ſich 1. in ſchnoͤder Wolluſt weidet, u. ſ. w. ſo iſt ſolches Singen Luͤgen und Heucheley.
Von ſolchen mag man mit Paulo ſprechen: Sie ſagen, ſingen und toͤnen: Sie erkennen Gott, aber mit den Wercken verleugnen ſie es. Tit. 16. Sie ſingen: ItEſu, meine Freude: Aber mit dem Leben verleugnen ſie es, worinnen die Welt und Wolluſt ihre Freude iſt. Hingegen nun pruͤſet ſich derjenige, der GO TT, den Hertzens⸗Kuͤndiger recht erken⸗ net, ſo oſt er ſingen will, und was er ſinget, ob er auch vor GO TT, als vor deſſen Ange ſichte er ſtehet, alſo beſchaffen ſey, wie er mit dem Munde ſaget? Ob ſich das in ſeinem Leben und Wandel wuͤrcklich ſo finde, wie er im
Geſange von ſich ausgiebt? Und geht ſodann
ſein Fleiß dahin, daß er die ſchaͤndliche Heu⸗ cheley vermeiden, und Gott, wie in dem Ge⸗ ſange, alſo auch mit dem Leben, recht preiſen möge. Hierauf zielet die ſeine Ermahnung, welche im Coneiio Carthaginenſi 65 9 1. g


