Teil eines Werkes 
[2] (1661) Under Theil
Entstehung
Seite
521
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die ewige Seligkeit nicht verdienen er haͤlt ſichs anders mit der Gabe/ als mit der Suͤnde. Rom.. v. 1. Iſis auß Gnaden /ſo iſts nicht auß Verdienſt der Wercke/ ſonſt wuͤrde Gna⸗ denicht Gnade ſeyn; Iſts aber auß Verdienſt der Wercke/ ſo iſt Gnade nichts/ ſonſt waͤre Verdienſt nicht Verdienſt. Rom. 11 v. 6. Nun werden wir aber auß Gnaden ſelig/ durch den Glauben/ und daſſelbe nicht auß uns/ Gottes Gabe iſts/ nicht nicht) auß den Wercken/ auff daß ſich nie⸗ mand ruͤhme. Eph. 2·v. 8. ſeq. 2. Meriti requiſitio: Die Erfoderung eines Verdienſtes: Ein Verdienſt erfodert/ daß es von demſelben herruͤhre/ der etwas ver⸗ dienen wil Unſere gute Wercke aber/ ſeyn nicht unſer/ ſondern kommen von Gott dem heiligen Geiſte; Der muß in uns wircken beyde das Wol⸗ len und Volbringen. Phil. 2. v. 13. Ein Verdienſt/ muß keine Schuld ſeyn Wir aber thun nicht mehr inallen guten Wercken/ als wir zuthun ſchuldig ſeyn. Lue. 17. v. 1o. Ein Verdienſt muß alſo beſchaffen ſeyn/ daß deſſen der es belohnen ſol/ ſein Nutzen und Vortheilbefodert werde. Wer aber hai Gott zuvor etwas gegeben/ das jhm werde wieder vergol⸗ ten? Rom. II. v. 37. Es hilffet Gott nicht ob wir ſchon unſere Wege ohn Wandel(ohne Suͤnde) achten? Hiob. 22. v. 3. Ob wir gerecht ſind/ was koͤnnen wir Gott geben: Hiob. 35. v. 7. Ein Verdienſt erfodert/ daß un⸗ ter dem Lohn und unter der Arbeit eine Gleichheit erfunden werde. Mit unſerm Thun aber iſts alſo bewand/ daß wir nicht thun was wir wollen und zu thun ſchuldig ſeyn/ ſondern das wir haſſen/ das thun wir. Rom. 7. v. 15. Unſer Leiden aber/ iſt nicht werth der Herꝛlichkeit/ die an uns ſoll offenbaret werden. Rom. 8. v. 8. 3. Meriti negatio: Die Verleugnung deß Verdienſtes⸗ Und zwar auß Chriſti Befehlch: Wann jhr alles gethan habt/ was euch befohlen iſt/ ſo ſprecht: Wir ſind unnuͤtze Knechte/ dann wir haben ge⸗ than/ was wir zuthun ſchuldig waren. Luc. 17. v. 10. Alle unſer Gerech⸗ tigkeit iſt fuͤr Gott wie ein unflaͤtiges Kleid. Eſa. 64. v. 6. Wir muͤſſen fuͤr Gott liegen mit unſerm Gebete/ nicht auff unſer Gerechtigkeit/ ſon⸗ dern auff ſeine groſſe Barmhertzigkeit. Dan. 9. v. 1s. Wir muͤſſen das unſerige fuͤr Schaden und Dreck achten. Phil. z. v.. Hoctotum ho-

minis meritum, ſi totam ſpem ſuam ponat in eo, qui totum homi-;

nem falvum facit, ſagt gar ſchoͤn der Bernhardus: Das iſt: Deß Men⸗ Quiha⸗ b Vuu 2. chen birat.