Teil eines Werkes 
[2] (1661) Under Theil
Entstehung
Seite
513
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b auff gute Wercke nicht ſetzen ſollen. S8 muß ich thun/ daß ich das ewige Leben ererbe? Lue. 10. xꝛ⸗. Da wir doch/ wann wir ſchon alles gethan haben/ was uns befohlen/ wir bekennen muͤſ⸗ ſen/ daß wir unnuͤtze Knechte ſeyn/ weilen wir gethan haben/ was wwir zu⸗ ehun ſchuldig waren. Lue.1⁷. v. xo. Ich geſchweige/ daß wir das ewige Le⸗ ben damit ererben ſolten. Es iſt eine heuchleriſche Gerechtigkeit/ ſie ſind wie uͤbertuͤnchete Graͤber/ welche außwendig huͤbſch ſcheinen/ aber in⸗ wendig voller Todtenbein und alles Unfiaths gefunden werden. Maeth. 23 v. 17. Darum ſpricht der Sohn Gottes: Huͤtet euch fuͤr dem Sauer⸗ teig der Phariſeer/ welches iſt die Heucheley. Lue. 12. v. I. Weilenes/ O Chriſtliche Hertzen/ mit der eigenen Gerechtigkeit eine ſolche elende und verwerffliche Beſchaffenheit hat/ ſollen wir uns nicht bethoͤren laſſen das geringſie Fuͤncklein eines Vertrauens auff dieſelbe zu ſetzen: Vmb das Jahr Chriſiu 1122. iſt zu Jeruſalem ein ſolcher Wernck⸗ Heiliger geweſen/ mit Namen Alberieus/ ſo den Auſſaͤtzigen gedienet der hat das ſenige was von der Speiſe die Auſſaͤtzigen uͤbergelaſſen/ geſſen/ 06 und nach vollendeter Meſſe ſie alle gekuͤſſet/ jhnen die Fuͤſſe gewa⸗ E d ſchen und getrocknet/ jhre Bette gemacht/ die Krancken getragen/ und Eul eu wie er einem dermahlen die Fuͤſſe gewaſchen/ und das Waſſer mit Blut e lib.. und Eyter vermiſchet/ ihm ein Eckel verurſachet/ hat er das Angeſicht cap. 12. hinein geſtoſſen/ und keinen geringen Theil darauß geſoffen; Seine Zelle iſt ihm gleichſam ein Gefaͤngnuͤß geweſen/ er hat ſich offt al⸗ ſo geiſſelt/ daß das Blut miltiglich von jhm herunter gefloſſen/ wann er gebetet/ hat er entweder geſtreckt auff der Erden/ oder auff den Knien ge⸗ legen daß er dicke Schwelle an dieſelbe bekommen/ ſein Eſſen iſt Ger⸗ ſten⸗Brod und Waſſer geweſen/ ſein Hembd iſt von rauchen Iiegen⸗ Haar geweſen/ Barfuß iſt er gangt/ Haar und Bart hat er alſo geſchorẽ/ daß er einem Narren aͤhnlicher/ als einem Geiſtlichen außgeſehen: Wann Welt⸗Leute zu jhm kommen/ hat er ſie entweder mit hoͤniſchen Worten ang fahren/ oder gar verachtet. Das laß mir/ O Chriſtuiches Hertz einen Martyrer deß Teuffels ſeyn: Von welchen Gott ſagt: Wer hat ſolches von euren Haͤnden gefodert. Eſa.. v. 12. IV. Vanitatis hujus ortum. Woher dieſer vergeblicher Fleiß gekommen: Warum das? Was mag wol die Vrſach ſeyne Pau⸗ lus antw ortet jhm ſelber/ es ſey geweſen: 1. Fidei rejectio. Die Verwerffung diß Glaubens: Dar⸗ umb daß ſie es nicht auß dem Slauben geſucht: Es hat demaller⸗

hochſten GO T T von Ewigkeit alſo gefallen/ daß er dem gefa le⸗ tt 2