Teil eines Werkes 
[2] (1661) Under Theil
Entstehung
Seite
511
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auff gute Worcke nicht ſetzen ſollen. yn

alhie verſtanden das Judiſche Volck/ und zwar wegen deß Ert⸗Vaters Jaeob/ welchem der Sohn G Ottes dieſen Namen gegeben. Geneſ. 32. v. 28. Derwegen witd das Judiſche/ als von ihm meiſten theils entſproſ⸗ ſenes Volck/ Iſrael geheiſſen; Ind werden an dieſem Ort/ die Meiſten unter dem Judiſchen Volck/ in der ſichtbaren Kirchen altes Teſiamen⸗ tes/ und im Anfang deß Neuen/ verſtanden/ dieſelbe haben ihr Vertrauen auff die Gerechtigkeit deß Geſetzes geſetzet/ wie inſonderheit an den Pha⸗ riſcern ſolches zu erſehen.

II. Ejus ſtudium. Iſraels Fleiß: Iſrael hat dem Geſetz der Gerechtigkeit nachgeſtanden: Das iſi/ ſi haben dahin geſtrebet durch die Gerechtigkeit deß Geſetzes/ fuͤr Gottes Gericht zu beſtehen: Wir ſind

zwar hoch ſchuldig/ mit hoͤchſtem Ewer und Ernſi der guten Wercke /ſſo Gott im Geſet von uns erfodert/ uns zu befleiſſigen: Dann Gott liebe

Gerechtigkeit/ und haſſes gottloſes Weſen Pſalm. 45. v. 8. Koͤnig Joſia hat uͤber dem Recht und Gerechꝛigkeit gehalten/ und iſt jhm wolgangen. Jer 22. v. 5. Und bezeuget Paulus von jhm ſelber/ daß ernach der Ge⸗ rechtigkeit im Geſetze ſey unſtraͤfflich geweſen. Philipp.; v. 6. Nicht fuͤr Sott/ dann fr demſelben iſt kein Lebendiger gerecht. Pſalm. 143. verſ.. Sondern fuͤr den Menſchen: Alſo ſchreibet er auch/ daß er heilig/ gerecht und unſtraͤfflich bey den Theſſalonichern geweſen. 1. Theſſ. 2. v. 10. Aber

ſein Vertrauen hat er auch nicht im Geringſten auff ſolche ſeine Gerechh

tigkeit geſetzet/ ſondern was im Judenthum er fuͤr einen Gewinn geach⸗ tet/ das hater im Chriſtenthumumb Chriſu Willen fuͤr Schaden/ ja fuͤr Dreck geachtet. Philipp. 3v.) ſeq. Solches aber haben die Juden nicht gethan/ ſondern ſich auff jhre eigene gute Wercke/ und auß denſelben ver⸗ hoffte Gerechtigkeit ſich verlaſſen. Darum ſpricht Gott: Ich wildir dei⸗ ne Gerechtigkeit anzeigen/ und deine Wercke/ daß ſie dir kein Nutz ſeyn ſollen. Eſa. 57. v. rz Und Chriſtus: Es ſey dann /daß euer Gerechtigkeit beſſer ſey als der Schrifftgelehrtenun Phariſeer/ ſo werdet hr ult in das Himmelreich kommen. Matt. /. v. 10. Die vermeſſen ſich ſelber daß ſie from ſeyn/ und verachten andete. Luc. 18. v. 9. Fuͤr einer ſolchen Vermeß ſenheit/ O Chriſtliche Hertzen/ ſollen wir uns hůten/ wann wir ſchon alſo leben daß wir uns nichts Boͤſes bewuſt/ ſo ſind wir doch nicht deßwegen gerechtfertiget wie Paulus pon ihm ſelberbekennet. Cot. 4.9.4. Dann es wideine groſſe Vnvolkommenhei bey uns gefunden/ daß wann wit wollen Gutes thun/ uns das Boͤſe anhaͤnger. Mom? vuf 1, Iuſticia ei tt

noſtra