Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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inar und Baiern, im$S. mit Baiern und

Hessen, im W. mit Nassau und Hessen, und im N. W. mit der Preuls. Provinz Westphalen und Waldeck gränzt; ein nördi, Stück, die Herrschaft Schauen- burg, ist vom Lippeschen und Hanöve- eg ein südöstl., die Herrschaft Schmalkalden, von den herzogl. Sächsi- schen Ländern und dem Preufs. Kreise Hlenneberg umgeben, Areal: 205 QM. Obertläches meistens bergig, mit ziem- lich weiten Lhälern. Boden; im eigent- Jichen Hessen und in Fuld von mittle- rer Fruchtbarkeit, meistens Thon und Lehm, Hanau dagegen äulserst frucht- bar, das Schmalkaldische eim blofses Gebirgsland, Schauenburg mit gutem Kornboden.. Gebirge: in Hessen das Wesergebirge, wozu der 2,184 Fuls hohe Meilsner, der Reinhards- u. Habichts- waid gehören, ın Schmalkalden der Thüringer Wald, in Fulda der Vogels- berg u, die Rhön, sämmtl. zu Deuisch- lands Mittelgebirgen gehörig. Gewäs- ser: die Weser mıt der Fulda und Wer: va und der Dıiemel, der Main, die Ed- der, Schwalm, Lahn; viele Fischteiche; die Mineraiwasser bei Nenndorf, Hof- eismar, Geismar, das Wiıihelmsbad. lima: rein, gemälsigt ünd gesund, am wmildesten im Hanauischen, am rauhe- sten in Schmalkalden. Produkte: Ge- traide, Hülsen und Gartenfrückte, an der Werra, Kartofiein, ein Hauptprodukt, Obst, Wein im Hanaui- schen und bei Witzenhausen, Rlachs u. Hanf, Tabak an der Werra und am Main, Rübsaamen, Kelp, Heiz, die ge- wöhnlichen Hanusthiere, Wildpret, zah- mes und wildes Geflügel, Fische, Kreb- se, Bienen, Kupfer, Silber, Eisen, Ko- bald, Quellsalz, Vitriol, Alaun, St-in- kohlen, Marıor und andere Minera- lien, besonders herrliche Basalte zum Sıralsenbau. Volksmenge 1817 mit den neuen Erwerbungen: 545,000 Ind., in; St., 25 Mil., 1,093 D. und 83,000 H.; bis auf 3,500 Franz. Abkömmlinge und 9,000 Juden, sämmtlich Deutsche, etwa 325,000 Ref., 144,000 Luther., 73,000 Kathol., 0,000 Juden und 230 Mennoni- ten befindlich sind. Die Stände beste- hen aus Adel, Kierus, Bürgern und Bauern. Kultur des Bodens: Hanau ist

vortreflich angebauet, weniger das Hes-

sische, wo der Boden aber auch.un- dankbarer ist, und man noch zu sehr am alten Schlendrian:gt- Getraide wird jedoch hinlängisch und in guten Jahren zur Ausfuhr gebauet. Von Han- delskräutern sınd KFlachs und Tabak Hessische Stapelwaaren. Auch das Hoiz macht einen wichtigen Handelsartikel

aus, und ist noch überall ım Ueberflus-

se vorhanden. Die Viehzucht ist sehr bedeutend. Der Bergbau geht auf Ku- pfer, Blei, Silber, Eisen, Salz und Stein- Kohlen. 1809 schätzte man die Aernte aller Hessischen Staaten(ohne Fuld u. Hanau) an Waizen auf 10,834, an Rocken auf 63,893, an Gerste auf 28,057, an Hafer auf 42,159, an Hülsenfrüchten auf 15,778, an Kartoffeln auf 9,99 Wispei, an Flachs auf 202,000, an Hanf auf 3,000 Stein, an Tabak auf 5,000, an Zichorien auf 12,000 Zatr., an Brennhoiz auf 64,000 Klafier; der Viehstand auf 55,249 Pfer- de, 119,616 Ochsen und Kühe, 418,681 Schaafe und 110,721 Schweine; die Aus- beute des Bergbaues auf 25 Mark Sıl-

ber, 1,208 Zntr: Rupfer, 18,615 Zutr. Ei-:

sen, 728 Zntr. Kobalt und 121,863 Zntr. Salz.(doch mit Nauheim). Kunstileifs:

eine Justiz-,

‚Garde,

Laa

vorzüglich Garnspinnerei, Leinewebe. rei und Verarbeitung des Eisens, Der Sitz der Hessischen Eisen- und Stahl. fabrikation ist in der Hiserrsch. Schmal- kalden. Auch hat man zu Kassel und Hanau mehrere einzelne Fabriken und Mnf. von Wichtigkeit. Ausfuhr: Garn, Leinewand, verschiedene Holzwaaren, Schmalte, Pottasche, Schmalkalder Ei- sen- und Stahiwaaren, WVabaksblätter, Püböl, vieles Mineralwasser, Salz, Ha- nauer und Kasseler Manufakturwaaren, Grofsalmeröder Tabakspfeıfen, Schus- ter- und Töpferwaaren, Stab-, Bau- u. Brennholz, Leder, grobes Tuch, Alaun, gedörrtes Obst, Butter, Wolle, Häute u. 8. w. Staatsverfassung: der Beherr- scher von Hessen führt den'Titel Kur- fürst von Hessen und Grolsherzog von Fulda; er ist ein Mitglied des Deut- schen Bundes, hat darın die$te Stelle und im Plenum 3 Stimmen. Seine Sou- veränetät wird durch Landstände be- schränkt, die hier aus Abgeordneten des Adels, des Klerus, der Bürger und Bauern bestehen, aber noch nicht gänz- lich organisirt sind. Mit Hessendarm- stadt und den übrigen Linien bestehen Hausverträge. Das Erstgeburtsrecht ist seit 1627 eingeführt: der Erbiolger führt den Tıtel Kurprinz. Kurhessen hat drei Ritterorden: des goldenen Löwen, peur la wertu militaire und des eisernen Helms.: das höchste Koliegium des Kurstaats ist das Staats- ministerium; das höchste Justizkolie- gıum das Oberappellationsgericht, die Regierung zu Kassel aber nicht allein sondern auch die höhere Verwaltungsbehörde, wie die Regierun- gen in den Provinzen: die niedern Ju- stizbehörden bilden die Magisträte und Aemter. Die protestantische Geistlich-

keit steht unter den verschiedenen Pro-°

vinzialkonsistorien. Die Militärsachen besorgt das Kriegskollegium; die Ober- rentkammer verwaltet die Domänen, BKegalien und indirekten Steuern. das Steuerkollegium die direktun Steuern, Sonst bestehen noch für die verschie- denen Zweige der Administration und der Finanzen besondere Behörden. Staatseinkünfte: 4% Mill. Guld.; Hes- sen allein warf ı806 3,694;860, Hanau 368,218 und Fuld 525,083 Guid. ab. Staats- schuld 1817: 1,478,167 Rthir. Militär: zwischen 8 bis 10,000 Mann, in ı Kegim. ı Komp. Schweizerleibgarde, I Reg. Gardegrenadiere, 4 Inf. Regim. Rex, Artillerie, ı Jägerbatt., ı Kadetten- korps, ı Invalidenbatt., ı Komp. Garde du Corps, ı Kuirassier-, ı Dragoner- u. ı Husarenreg. und ı Landdragonerkorps. Eintheilung: in die Prv. Niederhessen, Oberhessen, Frizlar, Hersfeld, Ziegen- hain, Fulda, lsenburg, Hanau u. Schmal- kalden.

Kyritz, die Preuls. St., liegt im Rbz. Potsdam, Kr. Ostpriegnitz.

Kynast, das Bergschl., liegt im Rbz. Reichenbach, Kr. Hirschberg, 1,822 Fuls (nicht 1,248) über dem Meere.

L.

Laasphe, die. Preulfs, St. im Rgbz.

Arensberg, Kr. Witgenstein, hat 154 H. und 1,523 E.

kreise

Al Mersel 4 Rbr. s La: Hanptı hat 23 - m Qickt