Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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(jahrl. 60 Znutr. Quecksilber), Fundort des Tellurs im nahen Fazebanja. Zalesczyk,(Br. 489 43° L. 439 25° 50°°) Oester. St. am Doiestr im aliz, MR. Czortkow, mit ı kath. K., ı luth. Beth., 360 H. u. 5,416 E. Nahe dabei liegt auf einem Berge ein griech. Kl, Manuf. in Tuch; Glasfabr.

Zalosce, Oester. Mfl. an einem See und durch den Sereth in Alt- und Neu- zalosce getheilt, mit ı Schl., ı kath.,4 unirten K. und ı Augustinerkl.

Zalusan, Oester. D. in der Ung. Ge- span. Gömör, mit ı Sauerbrunnen.

Zamarocz, Oester. D. in der Ungar. Gespan. Trentsin, mit ı Sauerbrun- nen.

Zambese, s. Cuama,

Zambrow, Russ. St. in der Woiw. Augustowo, mit 564 E.

Zamora, Span. Provinz zw. 109 48° bis 120 5°: L, und 410 35° bis_490 ı4° n. Br., im N. an Valladolid, im. an Toro, im S. an Salamanca, im W. an Portugal gränzend, 77,92 QM. grols. Oberfläche: hoch gelegen und bergig. Boden: dürr, sandig, doch bei gehöriger Bewässerung nicht unfruchtbar. Gebirge: Sierra de la Culebra. Gewässer: Duero mit dem Valderaguay, Esla und Tormes. Klima: milde, im Winter regenhaft. Produkte: Getraide, ‚Wein, etwas Oliven, Hanf, Flachs, Obst, Kastanien, die gewöhnl. Hausthiere, Bienen,| lien. Volksmenge 1797: 71,40ı Ind., wor. 1,370 Geistliche und 275 Hidalgos, in ı Ciudade, 54 Villas und ı48D., überhaupt in 249 Pueblos und 276 Kırchsp., mit 23 Kl. und 6 milden Stiftungen. Nahrungs- zweige: ein schläfriger Ackerbau, star- ker Weinbau, etwas Viehzucht; Laruga schätzt die Aernte an Gatraide und Hül- senfrüchten auf 551,300Fanegas, an Waid auf 5,500, an Sumach auf 6,250 Zntr., an Wein auf 250,000 und an Branntwein auf 4,500 Cantaren. Der Kunstileils ist äu- [serst geringe: man zählt nur 30 Stühle in Wolle, 300 in Leinewand u. ı Hut- fabr. Ausführ: Wein, Wolle, Häute, etwas Korn und Leinewand; Vieles geht auf Schleichwegen nach Portugal. Staatsverbindung: die Prov. hat Gasti- lianisches Recht und Gesetze, und steht unter dem GeneralKapitän von Altca- stilla und Leon, unter der Kanzlei von Valiadolid und unter der Diözese von Zamora. Eintheilung: in 7 Partidos.

Zamora,(Br. 419 38° L. 120 36°) Span. Hauptst.ıder gleichnam. Prov. auf der Spitze eines Hügels. Sie hat verfallene Wiauern, ist finster und einförmig ge- bauet, und zählt ı gothische Kathedr., 23 Pfk., 3 Hosp. und 9,000 E. Sitz des Generalkapitäns von Altcastilla und Leon und eines Bischofs; Ingenieur- akademie. Monf. von Serge und Leine- wand; Hutfabr., die 5,000 Stück liefert; Salpetersiederei.

Zamosc,(Br. 500 42° o L. 400 45° 10°) Russ. St. und starke Festung ın der Poln. Woiw. Lublin, mit mehrern Vor- städten, ı festen Schl., mehrern K., 3 Kl., 841 H. und 6,545 BE., wor. 274 Gewer- be treibende. Lyzeum; Gymnasium; öffentl. Bibliothek; Buchdruckerei.

Zamo/s, Oester. Mfl. an der Moldau, im Böhm... Kr. Budweis, zur Schwarzen- bergschen Herrschaft Frauenberg 3«-

hörig.

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Zanguebar, Afrikan. Küstenland auf der Ostküste, von dem Aeguator bis Kap Gado, unter 109 s. Br. reichend. Die Küste ist meistens niedrig, sumpfig und mit undurchdringlichen Waldun-

en bedeckt, hat auch eine ungesunde

uft. Im Westen steigt das Gebirge Lupata empor und scheidet dası Küsten- land von den unbekannten Theilen des innern Afrikas. Es hat übrigens die mei- sten Afrikanischen Produkte, und theils Araber, theils Neger zu Bewohnern, wie denn auch der Islam in den mei- sten Staaten dieser Küste herrschende Religion ist.. Unter denselben sind die vornehmsten die Reiche Melinda, Qui- loa, Magadoxo, Jubo, Ambaza u.a.

Zanguebar, Zanzibar, Afrikan. Insei an der Ostküste, welche zu der Gruppe der Cobras gehört, und der gegenüber belegenen Küste den Namen gegeben hat. Sie ist ziemlich grofs, reich an Reils und Viktualien, und steht unter einem Arabischen Schech. Die E. sind meistens Araber u. Mohamedaner.

Zanhaga, Afrik. Landsch. oder viel- mehr Oase in der Sahara, auf der West- küste von Afrika, mit dem Vorgebirge Bogador und Non. Durch dieselbe zieht die grofse Kierwane von Fez nach'lom- buktu. Ihre Bewohner sind Araber, die einen eigenen Stamm ausmachen, und nach Einigen in Verbindung mit dem Kaiser von Marokos stehen, Uebrigens ist die[ls Land noch fast unbekannt.

Zanko, Oester. D. in der Ung. Gesp. Szalad, mit ı Sauerbrunnen u. Bade.

Zanow, Preufs. St. in dem Pommern. Rbz. KRöslin, mit ı04 H. u. 760 E. Braue- reien; Brennereien.

Zante, Jonische Insel im Jonischen Meere, 7!/2 QM. grols. Sie wird dure einen. 4 M. breiten Kanal, welcher in den Meerbusen von Korinth führt, von Cefalonia getrennt, u. ist nur? M. von der Küste von Morah jentfernt, u. un- streitig die reizendste aller Jonischen Inseln, welche die Ftaliener auch die Blume der Levante nennen. Ihre Küste starret von hohen steilen Felsen u. hat keinen natürlichen Haven, sondern blo- [se Rheeden, die dem Nordost und Süd offen stehen.&Der höchste Berg der Insel ist der Skopo; die einzige Ebene die von Chierri. Sie hat keinen Fiuls, doch Quellen hinreiche#1, selbst einige Mineralquellen und Sciuwefelbrunnen. Ueberali findet man Spuren eines un- terirdischen Feuers; Erderschütterungen. sind häufig. Der sehr fruchtbare Boden kann für seine 40,000E.(so viele rechnet wenigstens Holland) nur auf 4 Monate Korn liefern; dagegen liefert sie Wein, Vel und Korinthen im Ueberilusse; man rechnet, dafs jährlich 10,000 Tonnen Wein gekeltert, und 32,000 Fälschen Oel (jedes zu 130 Pf.! und 70,000 Zntr. Korin- ihen gewonnen werden. Fast?2/; des Landes sind mit Reben bedeckt. Die ganze Viehzucht besteht in Ziegenheer- den. Die berühmten Erdpechqguellen von Zante, die schon zu Herodots Zei- ertragen jährlich im Durchschnitte ı0o Fässer. DieEBinw. sind sämmtlich Griechen, die jedoch sehr ausgeartet seyn sollen; sie sind übrigend fJeilsig,.und unterhalten Baumwollenspinnerei und Weberei. und beträchtl. Liqueurbrennereien; jährlich wandern gegen 3 bis 4,000 Männer auf das feste Land, um dort mit Feldarbeı-