Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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nicht volle 3% breit n. 61% im Umfange;

. angebauet.

dann etwas Silber,

Wür

» MWürmsee, Baier, Landsee im Isar- kreise, 100,000 Fuls lang, 17,000 breit, 265,000 im: Umfange, mithın 23/4 M. lang,

seine gröfste Tiefe bei Allmanshanusen beträgt igo Kirftern. Die Oberfläche seines.Wassers ist in steter Bewegung; er ist äufserst fischreich, besonders an Renken| Württemberg, Europ. Königreich zw. 259 57 bıs 28° 10° Östl. L. u. 47036 bis 49° 5° n. Br., im N.®: u.. an Bäiern, im g W. u.N. W. an Baden gränzend;, blols eine kleine Strecke wird vom Bo- denseebespült. Be

äche! meistens gebirgg, doch mit ziemlich weiten Thälern. Boden: bis

auf die höheren Gebirgsstrecken fruchkt-

bar. Gebirge: der Schwarzwald, die Alb. Gewässer: Neckar mit der Eyach,

Fils, Rems, Murr, Kocher, Platt, Eas; Donau mit Iiler, Lauchart, Brenz, Rin- zie; Murg,;,'Lauber;der Bodensee mit dem Schussen u. Argen; viele Mineral- wasser. Klima: milde und gesund in den Thälern, rauh auf den Gebirgen. Produkte: Getraide, Hülsen- u, Gar- tenfrüchte, Hanf, Flachs, Färberröthe, Tabak, etwas Hopfen, Rübsaamen, Wein,. Obst, Ho z,. die gewöhnlichen Hausthiere, Wıld, Geflügel, Fische,

Bienen, Silber, Kupfer, Eisen, Kobalt, Bernstein Marmor, Mühl- steıne, Quadern, Salz, Salpeter. Volks-

menge 1ı5: 1,386,668 bis auf wenige ‚Waldenser u. Juden sämmtl. Deutsche von Schwäbischer Abstammung, der Religion nach Lutheraner, die unter 6 Generalsuperintendenturen vertheilt sind, unterihnen einige Waldenser u. 5692 Juden; blofs in den nen hinzuge-

ommenen Provinzen giebt es Katholi- ken, die, wie die übrigen Religiens- partheien mit der herrschenden luiheri-

schen gleiche Rechte genielsen. Den Ständen nach. theilt sich das Volkin Adel, wor. die Standesherren u. der

Reichsadel grofse Vorrechte geniefsen, in Bürger u. Bauern. Kultur des Bo- ‚dens: im Ganzen ist Würtemberg gut Der Ackerbau ist der all- gemeinste Nahrungszweig, mit weichem

die Viehzucht Hafd ın Hand geht. Nur auf dem rauhen Schwarzwalde u. auf

der Alb gedeihen wenig mehr als Hater u. Erdbirnen, welche letztere in er- staunlicher Menge u. me felngebauet werden. Den befsten Wein ‚erzeugt das Neckarthal; Obst wird überall in Menge zewonnen. Die Zahl der Pferde schätzt man auf 70,000,. des Hornviehs auf 600.000 u. der Schaafe auf 760,000 Stück: die Rasse des Harnviehs ist stark und schön; der Schwarzwald nährt die grölsten Heerden. Dieffische- rei ist ziemlich ergiebig. Bergbau wird auf dem Schwarzwalde und iu anderen Gegenden getrieben. Man erzeugt ge- ‚gen 60,000 Zhtr. Bisen u. 85,000 Zntr. Salz, Kupter und andere Mineralien. Kunstfleils: Würtemberg ist eigentlich ein blofs produzirendes Land, u. wenn schon in den Städten hie u. da Fabr. vorhandeu sind, so be- friedisen sie doch weder das einheimi- sche Bedürfnifs, noch werfen sıe etwas in die Schaale derAusfuhr. Die Uhren- verfertigsung auf dem Schwarzwalde, die Wollensvinnerei, die Leineweberei u, Tuchweberei, die 30 Papiermühlen, die Eisenwerke sind die wichtigsten Gegen- stände der Industrie. Ausfuhr: Wür- temberg hat z schiäbare Flüsse, die

Areal: 369,05 QM. Ober-

r als Kartof-

Neckar u.-Donau, aber beide werden es eigentlich aufserhalb seiner Gränzen,

u. der ganze Verkehr geschieht auf der s Achse.;

Man führtiaus: Wein, leben- des Vieh, Pferde, Holz, Eisen u. Ei- senwaären, Leinewand,- Wolle, einige wolleie Zeuche, gedörrtes Obst, ge- brannte Wasser, Mastochsen, Schweine. korn hat Würtemberg zwar in einigen Gegenden übrig, aber in anderen fehlt es, uU. beides mag sich gegen einander heben, so dals es nnr in Sehr guten Jah- ren etwas erübrigt, obgleich ausseinem Schoose grolse Quantitäten Korn nach Heivetien gehen. Staatsverfassung: mo- narchisch; die von dem Könige projek- tirte Konstitution ist von den Ständen nicht angenommen, und diese sind auf- selöset. Der König ist Mitglied des Deuischen Bundes, hat ım Fürstenareo- page die 6te Stelle, u. imPlenum gleich allen übrigen Königen, 4 Stimmen. Das könisl. Hausgesetz vom ı. Januar 1808 bestimmt die Throrfolge, Vor- mund- u. Regentschaft, Volljährigkeit, die mit dem ıßten Jahre eintritt, u.s.w. Der Titel ist: König von Würtemberg, souveräner Herzog vonSchwaben undin Teck u.s. w.; das Wappen enthält die Empbleme der Provinzen. Es.giebt vier Kronerbämter und drei Ritterorden:

des goldenen Adlers, des Civil-Ver- dienst- und Militär- Verdienst- Ordens,

Der Hofstaat ist. slänzend u. ansehnl, Staatsverwaltung: di« höchsten Zentral. behörden sind das könıg!. Staatsmini- sterium u. derStaatsrath; ersteres theılt sich in die 6 Departemente der auswär- tigen Angelegenheiten, des Innern, der Finanzen,der Justiz, des Kriegs und des Kultus. Das höchste Justizkoliesium ist das Appellationstribunal zu Tübin- gen: eine Mitteibehörde bildet das in 2 Senate£etlieilte Oberjustizkollegium. Provinzialbehörden sınd die Frovinzial- justizkullegien, die Kriminalräthe in je- der Landvogtei u. die Überamtsgerichte. Der Tutelarrath hat die ÖOberaufsicht

über das Pupillenwesen. Die protestan- tische Geistlichkeit steht unter den

Oberkonsistorium, die kathelische un-. ter dem kath. geistl, Rathe, undder öffentl. Unterricht unter der Oberstu- diendirection. Die. Finanzen werden

unter der Aufsicht des Finanzministers

aurch die Hof- und Domänenkammer, und durch die Kameralverwaltungen, die Forsten von den Forstämtern adıni- nistrirt. Militär:- etwa ı6000 Mann, näml. 8 Reg. Inf., 2 Batt. Fulsjäger, 2

leichte Inf. Reg., 2 Reg. Jäger zu Pfer-

de, ı Drag. Rex. Garde zu Fuls, Pferde, tillerie; merie,

ulden. kintheilung:

Reg, a Ghev. Leg. Bes,£ ı Reg. Garde zu ı Korps Fufs- u. reitender Ar- ı Garnis.-Ba't. u. die Gensdar: Staatseınkünfte ı8ı5: 6.328,050 Sraätsschuld: 25 Mill, Gulden. in ı2 Landvoigteien, ı)

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‚Kothenberg, 2) Obernecker, 3 Mittei-

neckar, 4) Schwarzwald, 5) Ens, 6 Un: terneckar, 7) Jaxt, 8), Kocher, 9) Eils u. Rems, 10) Alß, ı1 Donau.u.ı2) Bo- aensee..Jede zerfällt wieder in Ober- ü. Unterämter u. in Kameraliverwaltun- 'gen.

Württemberg, Würt. Ruinen.einer älten Bürg, aus welcher die Monarchen

von Würtemberg absıammen, in der Landvoistei Rothenberg, VB. A. Stutt-

gard./ . Würzburg,{Br. 499 46° 6°. L. 270 35° 15) Baier. Hptst. des Untermainkr. anı Mein, worüber eine schöne Brücke von

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