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Fakultäten, 1817 mit gaordentl, Prof. u, i8 Adjunkten und Assistenten.(mit der- se!ben ist das Tbierarzneiinstitut mit 10 Lehrern verbunden, und sie besitzt eine Bibliothek von 90,000 Bänden, ı Natura- lienkabinet, ı botanischen Garten, I Kupferstichkabinet und ı Sternwarte mit’ mehrern. Hülfsanstalten); aus 3 Gymnasien; der k. K. med. chirurg. Jo- sephsakademie:mit. 7 ordenti. Lehrern, og wirkl,, 39 auswärt. Ehrenmitgliedern und 39 Korrespondenten;_der k..k. hö- hern Bildungsanstalt für. Weltpriester; der k, k’ Akademie der vereinigten bil- denden Künste mit 4 Kunstschulen; der %. k. Landwirthschaftsgesellschaft;, der Gesellschaft der Musikfreunde; der In- senieurakademie; der‘Theresianischen Bitterakademie; der k. k. Akademie der Morgenländischen Sprachen; dem gräfl. Löwenburgschen Konvikt; dem k. k polytechnischen Institute mit-der Real- akademie; dem Kollegium der Pazma- niten, aulserdem das Givilmädchenpen- sionat,.:der Ursulinermädchenschule, 3 Heupt-,6 Normal- und 60 Elementar- schulen, Zu den übrigen Kunst- und wissenschaftlichen: Anstalten gehören nöch die. kaiserl. Bibliothek mat 300,000 Bänden, die Bibliothek der Universität, des Theresianums, Akademie,: des Löwenburger Konvikts, der Akademie der bildenden Künste‘ u. viele Privatbibliotheken, das kais. Na- ‘£uralierikabinet, das phys. mechan,. Ka- binet, das’Antiken- und Münzkabinet {letzteres wohl die erste Sammiung auf der Erde), 3 botan. Gärten, die anatom. Präparatensammlung bei der Universi- tätsund Josephsakademie, das physikal. und Naturalienkabinet der Augustiner, die kais’ Gemäldegalerie in Beivedere, die kaiserl.. Schatzkammer, die grolsen Privatgalerien' von Liechtenstein, Kau- nitz, Schönborn und Lamberg, die Ku- pferstichsammlung von Sachsen- Te- ‘schen, Liechtenstein, Paar, Harrach, Null, 2 Sternwarten u. s.w. Man ‚zählt 27 Buch- und ı6 KRunsthandlungen, 22 Druckereien, 4 Arsenale u. s..w. Wien ist nıcht allein: die kaiserliche Residenz, sondern auch zugleich der Sitz der sämmtlichen höchsten Gentral- behörden: und der Provinzialbehörden des Landes unter der Ens; hier lebt der reichste Adel von ganz Europa, unter welchem man gı Fürsten, 70;Grafen und go Freiherren zählt,
Die. Einwohnerzahl beläuft sich auf
o6o bis 270,000 Köpfe, mit.Inbegriff. des gewöhnlich gegen 10,000Mann betragen- den Militärs, der Fremden„ Gesandten und Juden, die in’den Voikslisten nicht aufsenommen werden. 1811: rechnete man: das Total auf 263,944 Köpfe; ı812 wurden: ohne Garnison, Fremde und beiläufig: 15496 ‚Juden 237,743 und ı8ıı 024.548 gezählt. Der grölste Theil der- selben. nährt sich: von den Ausflüssen des Hofs, der Kollegien, der: Universi- tät, aber auch von Fabr. und Mnf.;, und Wien ist zugleich die erste Fabrikstadt der Monarchie: man fand vor einigen Jahren de Fabriken der verschieden- artigsten aaren und 37 Niederlagen privilegirter Fabriken aus. den übrigen Erblanden, worunter besonders die. Sei- den-, Gold» u. Silberspitzen- ,. Leoni- sche Draht-,- Tapeten-, Handschubh--,
Baumwollenzeuch-, Galanteriewaaren-,
Band» und Papierfabr., so,wie die kais, Porzelanfabrik sich auszeichnen: man verfertigt gute mathem.-und physik. In-
der mediz. chirurg.
‚Wie
strumente, geschätzte musikal. Instru-
mente, vorzügliche Kutschen und Wa-
gen, zeichnet sich durch vollendeten Bücher- und Landchartehdruck aus, u. zählt etwa 6,000 seär geschickte Hand- werker, worunter die Schuster und Le- derer die ansehnlichsten Geschäfte ma- chen. Ueberhaupt ist Wien in Hin- sicht der Luxuswaaren das für Oester- reich,«was Paris für Frankreich. Zu- gleich bildet..es den Mittelpunkt des
. ganzen Handels der Monarchie und das
Depot. des
hen.. ‚Auch hält Wien 3 bedeutende Jahrmärkte oder Messen. Es hat eine öffentliche Börse, eine privilegirte
Die Vergnügungen der Wiener sind die aller grolsen Städte Europa’s, nur giebt es wenige, wo sich das ganze Volk denselben mit einem grölsern Hange überliefse. Besonders hält der Wiener auf die Freuden der Tafel, und die Wiener Küche ist in ganz Europa be- rühmt.: Es giebt 5 zahlreich besuchte Schauspielhäuser; der Apollosaal ist als Tanzsaal einer der grölsten in ganz Europa. Man rechnet gegen 7a KRaflee- häuser, über 300 Schenkh. und Restau- rationen, eine'grofse Menge Gasthöfe
u. 8. w.;.als grolse öffenil. Promenaden
stehen dem Publikum der Prater,, der Augarten, die Brigittenaue offen; in der Stadt selbst dienen die Basteien u. das Glacis zu Spaziergängen, in den Umgebungen liegen die kais. Lustschl. Schönbrunn, Hetzendorf und Laxen- burg,‘so wie eine Menge Villen und Parks der Grofsen. Die berühmiester Bäder sind das Dianen- und Kaiserbad. 1815 wurden zu Wien verzehrt$1,056 Ochsen, 3,233 Kühe, 92,857 Kälber, 70,233 Schaafe,. 123.386 Lämmer, 113,993 grolse und kleine. Schweine, 2,2404/2 Zentner Fleisch, 4,0071/, Zntr. Talg, 356,10, Eimer Oester. ein ,-40,355 Eimer Ungarwein, 609 Eimer fremder Wein, 571,748 Eimer Bier, 795.325 Zntr. Mehl, Gries u. Brod,
1,835,625 Metzen Getraide, 25,451 Fuder
Heu, 2,173,011 Bunde Sıroh, 346,332 Kiaf- ter Brennholz, 46,970 Zntr. Steinkohlen, 5893 Zntr Butter, 987 Zntr. Räse, 7,370 Zntr, Fische ‚: 20,455,987 Eier u., w— Wien. hat vielen gelehrten Männern, und noch mehrern Künstlern das Leben gegeben: wir nennen hier nur die Dichter J. Bapt. Alxinger+ 1797, Karl Mastalier-} 1795, die beiden Collin, den Geschichtschreiber J Math. Schröckh + 1808, den grolsen Tonkünstler Joseph Jaydn% 1809(eigentlich im D. Rohrau bei Wien) u, s. w.(Pezzl’s Skizze von Wien, 2 TH., 1805: 8.)
Wienerneustiadt,(Br, 490 48° 27 Lu 330.53° 17°°)»Oester. St. im V. U. W. W des Landes unter der Ens,-an der Fischa und am Steinfelde, mit 2 kath. Pfarrk., 570 H, und 7,000 E.(ohne Garnison und
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