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fruchtbare Schwarzerde. Gebirge: Zwei- ge des Ural. Gewässer: Kama, Wiätka, Urschoma, Pishma, Woja, Sisma u. a. Klima: kalt und rauh, doch gesund. In den südlichen Kreisen ist es milder und Menschen und Vieh gedeihen.‘ Produk- te: Getraide, Hülsenfrüchte, Gemülse, Flachs, etwas Hanf, Holz in den dich-
ten und zum Theil unzugängl: Wäldern,
die gewöhnl. Hausthiere, Wild, auch Pelzwild, Fische, Biemen, Kupfer, Ei- sen. Volksmenge 1817: 1,048,000 Köpfe, aulser Russen noch Wotjäken, Tschu- waschen u. Tscheremissen, wovon die meisten zur griech. Religion übergetre- ten, einige aber dem Schamanism treu geblieben sind. In der Revision von 179%/5 fand man 930,787;» Wichman'rech- net erst 908,690 Köpfe. Nahrungszweige: Ackerbau, Viehzucht, Fischerei, Was- serfahrt, Fuhrwerk, Holzkultur u. Berg- bau auf Kupfer und Eisen; die Wotjä- ken nähren sich fast einzig von der Jagd und der Viehzucht,:die Tschuwa- schen und Tscheremissen machen sie zu einer wichtigen Nebenbeschäftigung; 1802 wurden im Gouvernement geärntet an Winterkorne 1,679,531, an Sommer- korne 2,618,255, davon konsumiit an Winterkorne 1,176,778, an Somm:rkorne 1,682,959, blieben nach Abzuge der Aus-
‚saat an beiden Kornarten UÜeberschufs:
1,072,357 Yschetwert. 1808 fand man 32 Fabrikanstalten im Grolsen; das profi- tırte Kapital der Kaufleute betrug 2.668595, die Steuer 3,283,000 Rubel. Aus- $uhr: Korn, Leinsaamen, Honig, Talg, Juften, Pelzwerk, Bau- und Brennholz,
'Barken und andere Fahrzeuge, Kohlen,
etwas Kupfer und Eisen. Eintheilung: in 10 Kreise: ı) Wiätka, 2)Orlow, 3)Ko- telnitsch, 4) Jaransk, s) Nolinsk, 6) Ur- schum, 7) Jelabuga, 8) Sarapul, 9) Slo- bodsk u. 10) Glasow.
MWiätka, Br. 58% 24’ L. 68020) Russ. #Hptst. des gleichn. Gouv. und Kr., an der M. der Chlinowka in die Wijätka, nit 1,122 H. und 8,386 E., worunter yiele Silber- und Kupferschmiede, Sitz eines griech. Bischofs; Seminar, Handel; Ackerbau,
MWiäzniki, Wiäsniki,(Br. 560 1" L. 590 20°) Russ. Kreisst. des Gouv. Wladi- mir, am Kliasma, mit ı Leinewandmnf. und Handel mit Juften, Flachs und an- dern Produkten nach Petersburg.
PMWiborg, s. Viborg.
FWiburg,(Br. 600 42° L. 500 29°) Russ. Kreisstadt des Gouv Finland, in einem
hale am Finischen Meerbusen; befe- stigt und in 3 Theile, die eigentliche stadt, das Schlofs und die Festung ein- getheilt. Sie hat’ 2Vorst., 4K., ı Hosp., mehrere Magazine, ı Schl., ı Zeughaus,
810 H. und 3,161 E., die Handel treiben,
Slaven ‚worin jährl. 120 Fahrzeuge ein-
laufen; i805 betrug die Einfuhr 11,99L,
die Ausfuhr 100,012 Rubel.
-». Wick, Preufs. Mfl. auf der Insel Rü-
gen, in dem Pommern. Rbz. Stralsund. Wick,\(Br.,58°0 30° L. 140 38°) Britt.
- Hptst. der Skot. Sh. Caithnels, an der
M. des gleichn. Flusses, mit 1,000 Einw.
Haven; Härings- und Lachsfang, ‚Wickham, Britt. Mfl. in der Engl,
Shire Buckingham, am Wick, mit ı la-
"tein. Freischule, ı Hosp. u, dem Wahl-
rechte 2er Dep: IFicklow, Britt, County in der Iri- schen Prov, Leinster, zw. 100 83° bis 119 ‘8. L. und 520 40° bis 530 14" an. Br, im N. an Dublin,. im O. an das Trische Meer, im S, an Wexford, im’W. an
Wie
Carlow und Kildare gränzend, 347 OM:
grofs, Ein gebirgiges-wildes Land mit wmancherlei romantischen Partien: un- ter den Gebirgen erheben sich die Sug- gar Coaves, die Kippuri und der Lngna- uilly; die. vornehmsten Fl. sind der eitrim; Liffey, Slaney. Das Klima ist feucht, doch gesund. Hauptnahrungs- zweige machen Viehzucht und»-Fischerei
aus; Nebengewerbe sind Bergbau auf
Eisen und Kupfer, und Flanellweberei; blofs der südl."Theil der County liefert 279,770 Xards Flanell. Man führt aus ieh, Wolle, Häute, Butter, Käse, Talg, Hörner, Ochsenzungen, Fische u. Fla- nell. Der Einw. sind ‚nach Fraser nur 58,000 in. 4 St., 58 Kirchsp. und 11,546 H. Eintheilung: in 6 Baronien. MWicklow,(Br. 520 28° L. 100:57') Britt. Hauptstadt der gleichn. Irischen Goun- ty, an der M. des Leitrim, mit 1,250 E.,
die Alebrauereien unterhalten. DerHa-
yen ist enge. - MWidawa, Russ. Stadt in der Poln, Woiw. Kalisch, mit 794 E. Tuch- und BRaschweberei. , Würt. Bad. St. und Con- dominatort an der Jaxt, mitz Schl., ı luth. Pfk. und 976 E., wovon der Wür- tembergische Antheil zur L. V, Unter- neckar, der Badnische aber zum Main- und Tauber O. A. Osterbürken gehört.
MWiddin, s. Vidin.
Widen, Weiden, Vedeny,(Br. 490 55 30°° ‚L. 340 29° 56%) Oester» Mfl. in der
Ung. Gesp. Wieselburg, am Neusiedler-
see, mit Deutschen BE. Weinbau. IVidzy, Russ. Stadt in dem Gouv.
Wied„Deutsches Fürstenhaus refor- mirter Religion,, welches von den Dy- nasten von Runkel abstammt und ge genwärtig in 2 Linien zerfällt:
ı) Wied- Runkel. Diese Linie, wel- che seit 1791 in den Reichsfürstenstand erhoben ist, besitzt theils unter Preu- fsischer, theils unter Nassauischer Ho- heit die Hälfte der Grafschaft Wied, nämlich die beiden Oberämter Dierdorf und Runkel, dann einen Antheil an der Grafschaft Niederisenburg und die vor- mais Kölnischen Aemter Aldenwied und Neuerburg mit den Kellerei Vilmar— Alles zusammen 81 QM. grofs mit 2St, 4 Mil, 5 Schl., 81 D. und 19,857 E. Diese Länder liegen theils im Umfange des Nassauischen, theils in den Rbz. Koblenz u. Köln, und.stehen mithin theils unter Nassauischer, theile unter Preufsischer Hoheit. Man berechnet die Einkünfte des Fürsten auf etwa 120,000 Gulden; seine Residenz ist Dierdorf.:
2! Wied-Neuwied: Die jüngere Li-
nie des Hauses Wied erhielt früher als
die ältere, nämlich schon 1784,..die reichsfürstl. Würde. Sie‘besitzt blols einen Antheil- an der Grafschaft Wied, ein fruchtbares, industriereiches Länd- chen am Rhein mit 3 QM., der Hptst. Neuwied, a Mfl., 47 D., 3 Schl., 27 Hö- fen und 12,000 E,, steht jetzt ganz unter Preulsischer Oberhoheit u. bezieht et- wa 80,000 Gulden Eink.
Wieda, Braunschw. D. in dem Blan- kenburg. Kreisger. Walkenried, an: dem
kleinen Fl. Wieda, mit ı56 H. und 1,192"
E., worunter viele Handwerker und4 Nagelschmiede..'r Hochöfen, ı Ham- merhütte und r'Zainhammer, die.an Roheisen 5,598, am'Granulireisen 2,275)
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