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gen viele Leinewand und Holzwaaren,
und hausiren mit kurzen Waaren durch
ganz Schweden, f i Westhofen, Franz. St. im Dep. Nie- derrhein, Bz- Strasburg, mit 2,092 Einw., wor. viele Töpfer sind.? Westhofen., Hess. Mfl. in der Rhein- prov., mıtz! teien und 1,243 E.-| Westhofen, Preufs. St. in dem West- häl. Rbz. Arensberg,, mit ı ref. K., 137 . und 662 E. Tuchweberei mit 13 Stüh- len(230 Stück). Westindien, unter diesem Namen be-
greifen die Europäer im engern Sinne.
den Inselarchipe!l, welcher sich in und vor dem Mexikanischen Meerbusen in der Mitte Amerika’s ausbreitet, und von dem einen Weg nach Ostindien su- chenden Colom 1492 zuerst entdeckt wurde. Die Anzahl dieser Inseln, die man in einer andern Bedeutung auch Antillen(Ante majores. Insulas sitae) benennt, beläuft sich, wenn man ihr nördliches Aufsenwerk, die Lukaien, und alle die kleinen nackten. Felsen mitzählen will, auf mehrere Hundert, die unter 3 Abtheilungen gebracht wer- den: ı) die gröfsern Antıllen im Golf von Mexico. Dahin gehören: Cuba, S. Domingo, Jamaica und Puerto Rico mit den zugehörigen, an ihren Küsten bele-
enen, Eilanden. 2) die kleinen Antil- Pen oder der grolse Bogen von Inseln, welcher sich um den Mexikanischen Golf und die gröfsern Antillen bis zur Insel Trinidad schwingt. Sie unter- scheiden sich wieder in 3 Massen: die Jungferinseln, die Inseln unter und im Winde, und3) die Lukäaien oder Baha- mas, eine grofse Gruppe, die sieh zwi- schen Florıda und den kleinen Antillen hinzieht, und den gröfsern Antilien gleichsam zur Vormauer dient. Alle diese Inseln, die zusammen etwa 4,6511/g QM. enthalten, und grgenwärtig von 2,485,000 E. bewohnt werden, sind inner- halb des ı0 bis 320 n. Br. eingeschlossen, und: stehen unter dem Gebiete der hei- Ssen Zone; doch mindert das sie umge- bende Meer. die Macht des lothrechten Sonnenstrahls. Man hat nur 2 Jahrsaei- ten ,„ die trockene und nasse. Häufig sind Orkane und Frdbeben; die immer schwüle Luft drückt mit Zentnerschwere auf den unter einer kältern Zone ge- bornen Menschen, und der Europäer akklımatisirt sich;daher mit grolser Mü- he dem Boden dieser Inseln, wohin ihn nur die Liebe zum Gewinne zieht; denn in diesem Treibhause der Natur gedei- hen in hoher Vollkommenheit jene kost- baren Koloniaiprodukte, Zucker, Kaf- fee, Baumwolle und Indigo, die man die Stapelwaaren. Westindiens nennt, und für die Industrie und den ‚ Handel der Europäer mehr werth sind, als alle Gold- und Silberminen u. alle Diamantgruben: des Kontinents von Amerika. Die Einw. bestehen aus äreierlei Klassen: 1): Europäer.n..deren Nachkommen, die zusammengenommen etwa ‚den 20ten Theil der Volksmenge, aber die Herren ausmachen. 2: Neger, theils frei und unabhängig, auf Haity, und zum Theil als Maroonneger auf Jamaica, theils als Sklaven, um für den Europäer die Plantagen zu bauen, und 3) Caraiben oder die Originalbewohner, nur noch auf den-Inseln S. Vincent und Dominica in ihrer ursprünglichen Rein- heit, aber dem Aussterben nahe. Die
K. für die 3 Religionspar-
Wes
sämmtlichen Westindischen Inseln sine
jetzt unter folgende Europäische Natio- nen vertheilt:-
ı) die Britten besitzen Jamaica, An- tigua ,S. Kitts, Newis, Montserrat, An- guilla, Barbuda, von den. Jungferinseln Virgingorda, Toortola, Anegada nebst ı2 kleinern Eilanden, Dominica, S. Lucie, Barbädoes, S. Vincent. Grenada mit den Grenadinen, Tabago, Trin:ıdad und die Lukaien oder Bahamas, zusammen 684,30 QM., mit.716,000 E., wor. 62,000 Euro- päer, 34,000 Farbige, 12,000 schwarze.und rothe Garaiben. und 605,300 Sk!aven. Den Werth des Eigenthums auf diesen In- seln schätzt Golguhoun. auf. 900,133,776 Gulden, 1787 wurden auf 1,815 Schiffen
mit 21,114 Matrosen bemannt. von den
damaligen. Brittischen Inseln.(mithin ohne Trinidad.u- s. w.(für 41,498,.485 bul= den Waaren ‚nach Europa gefünrt, nägm- lich: 2,002,738. Zntr. Zucker, 3,687 Gallo- nen Syrop, Gallonen Rum, 34,417 Zntr. Kaffee, 410?/; Zutr. Indigo, 5,4418/2 Zntr. Baumwolle, 6,164U/2 Zutr. imento, 10,547 Zntr. Ingwer, 4,234 Zutr. Kakao, dann Tabak, Fa:be und Tisch- lerhölzer, rohe Häute u_ Medizinalwaa- ren, u. diese Waären schaffte der Fleils von 64,000 Freie u. 455000 Sklaven, die damals das Brittische Westindien- be- wohnten, in. das Haus des Mutterstaats; nach Amerika, Ireland und Afrika, eih- gen in dem nämlichen Jahre für 3,992,994 Gulden. Dagegen. setzte.Grolsbrittä- nien auf seinen Inseln 1804 für 50,973.707 Gulden: ab, wovon jedoch ein Theil in das Spanische und Portugiesi- sche Amerika eingeschwärzt wurde. An Sklaven wurden 1803 19,960 ein- und 5,232 ausgeführt. 2ı die Spanier. Diese ‚Nation besitzt in Westindien die Inseln Cuba mit sei- nen kleinern Eilanden, die Osthälfte der Insel S. Domingo u. einige Jungfer-
inseln, zusammen 3318,95 QM., mit 1,101,000 E., wor. nur 500,000 Neger seyn sollen. Die Exporten dieser Inseln be-
liefen sich auf 550,000 Zntr. 100,009 Ohmen Syrup, 15,000 Ohmen Rum, 25,000 Zntr. Kaffee, 310,000 Zntr. Tabak, 110,000 Ballen Häuten, 20,000 Zntr. Wachs, 2,000 Zntr. Kakao, 10,000 Mahagonyblök- ke, vielen Beil, lebendes Vieh us. w.
} die Franzosen,
Ihre Besitzungen bestehen: blofs
in den Inseln Martini-
que, Guadeloupe, Desirade, Marie Ga-
lante und. Saintes— 58,899 QM., mit 275,300 E., wor. etwa 180,000 Sklaven und 10,000 Farbige. 1788 betrug die Ausfuhr 476,074 Zntr. Zucker, 111,821 Zutr. Kaffee, 10,390 Zntr. Kakao, 21,261 Zntr. Baum- wolle, und 317 Zntr. Indigo; aulserdem Syrop,. Rum, Zimmet und andere Woaaren.
4) die Niederländer, Diese besitzen die Inseln Curacao, S. Eustatz, Saba u. S. Martin, zusammen 14,,; QM., mit 43,900 E., die ebenfalls Zucker, Kaffee; Baumwolle u. die übrigen Stapelwaaren Westindiens bauen, doch nur in gerin- ger Quantität, da der felsige Boden der beiden gröfsern Eilande keinen beträcht- lichen Anbau gestattet,
5) die Dänischen Inseln, S. Thomas, S. Croix und$S. Jean— 8,50 QM. ‚mit 42,800 E., wor. 2,923 Europäer, 2,864 Frei- gegebene und 37,c00Sklaven. Der Werih des Eigenthums beläuft sich auf etwa
go Mil}. Gulden 145014,449 Pf. Sterl.). Die
Exportenbeliefensich 1796 auf 20,8:0 Fafs
Zucker,
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