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Mscha, mit gK., 1,51 H. und 0,286 Einw. Branntweinbrennereien; Land- wirthschaft.
Wallachei, Osm. Eflak, Osm. Schutz- Provinz, zw. 400 58% bıs 450 20° ö6. L. und 440 bis 459 52° n. Br.; im N. an Sieben- bürgen, im N.O. an dieMoldau, im S. an die Donau, welche das Land von Rumeli oder den Sandsch. Silistra, Ni- kopoli, Vidin und Semendra ‚scheidet, u. im W. an die Banatgränze stolsend, nach Riedls Karte 1,107, nach Sulzer 1,323 QM. grols.: Oberfläche: am nördl. Saume gebirgig, der Süden eben, das Ganze eine angenehme Landschaft, reich an erhabeneu Naturszenen, ro- mantischen und fruchtbaren Thälern und lachenden Ebenen. Boden: ım N. Gebirgsboden, in den Ebenen thonig u. lehmig voller Salpeter, der überall an- schielst, doch ım Ganzen äulserst fruchtbar ist. Gebirge: die Karpathen,' die das Land in Bogenform umgeben, aber auch in mehreren Strichen, bes, im N. O. und N. W., tief hineinitreten. Gewässer: die mejestätische Donau als der grolse Gränzstrom, zu deren Ge- biete die sämmtlichen übrigen, äufserst zahlreichen Flüsse, die den Karpathen entströmen und. wor. die Alt, Dumbo- witze, Jalomitza und Sereth die be- trächtlichsten sind, gehören. Ueberall findet man eine. vortrefliche Bewässe- rung, und alle gröfseren Flüsse sind schiffbar, wenn gleich so gut, wie un- benutzt. Klima: äufserst milde; die Hitze im Sommer sehr stark, aber auch die Kälte im Winter heftig. Produkte: Getraide, Hirse, Mais, Hülsen- und Gartenfrüchte, Süfsholz, Obst, beson- ders Zucker- u. Wassermelonen, Wein, Tabak,*Holz,die gewöhnl. Hausthjere, Wild, Federvieh, Fische, Bienen, Gold- sand, Salz, Salpeter. Volksmenge: wahrscheinlich 1/%, Mill., nach Andern 850,000, nach noch Andern kaum 250,000Kö- pfe, welches letztere, trotz der unge- heueren Verödung, zu wenig zu seyn scheint, da die Zahl der im Lande be-
findl. Zigeuner allein an 100,000 steigen
soll. Die Volksmasse besteht aus Wla- chen, welche sich zur griech. Relieion bekennen, aus Zigeunern, welche gar keine Religion haben,‘aus Bulgaren, Raizen, Griechen, Armeniern und Ju- den, die jede ihren. besonderen Kultus beibehalten haben. Das Volk theilt sich in 2 Klassen: Bojaren oder Edel- leute, die Herren und Eigenthümer des Bodens, und Bauerm, die kein Eigen- thum haben. Nahrungszweige: das Land ist verödet; nirgends eine Spur von Europ. Kultur. Der Ackerbau lie- fert Korn und Tabak im Ueberflusse; die Walachischen Pferde, das Hornvieh und die Schaafe, wovon man zweierlei eingeborene Rassen hat, sind berühmt, und werden in unermeislichen Heer- den gehalten.‘ Der Weinbau liefert ährlich gegen 5 Mill: Eimer; der Berg-
au geht allein auf Salz, das zu Okna u. a. a. OÖ. in Menge vorhanden ist. Kunstfleils fehlt ganz, seibst an den nöthigen Handwerkern gebrichts. Die Zigeuner machen die Grob- und Löffel- schmiede,‘die Musiker u. s. w.. Aus- fuhr: Wein, Rindvieh, Schaafe, Wol- le, Schweine, Pferde, Honig, Wachs, Salpeter, Salz. Der Hardel ıstin den Händen der Griechen, Armenier und ‘Juden. Staatsverfassung: die Walachei ist eın Schutzstäat der Pforte, dieih- ren Hospodar: aus einer vornehmen
‚lang, aber nur an
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griech, Familie ernennt, der jährlich dureh einen Firman des Grofssultans bestättigt werden muls, wofür ein be- stimmter Tribut von 300,000 Löwentha- lern nach Istambol geht. Er hat sein Ministerium, und ihm zur Seite steht ein Diwan von den vornehmsten Boja- ren, der bei der Besteuerung einredet, Sonst regiert der Fürst, unumschränkt, und sucht sich, da seine Würde prekär und nicht erblich ist, auf Kosten des Landes so schnell zu bereichern, als möglich; daher ein Unterdrückungs- und Plünderungssystem an der Tages- ordnung sind, und das Land von Tage zu Tage mehr verfällt. als Garde ein Korps Albanier; sonst giebt es kein Militär. Eintheilung: in die obere(Zara de Schofs), untere(Zara de Sufs) und in die westliche Walachei: jeder'[Theil zerfällt wieder in Distrikte oder Isbrawniks. Auch besitzen die Os. manen an derDonau einige feste Plätze, die jedoch den benachbarten Sandscha- ken zugetheilt sind.
Wallachen, s. Wlachen.
Walldürn, Bad. St. und Sitz eines Main- und Tauber B. A. von 10,638 RE. in einer wilden gebirgigen Gegend, mit ı Pfk., 1 Kapuzinerkl. und 2,344 Ein- wohnefn.
IWallendorf, QOlaszi, Wlahi,(Br. 489 55’ 30°’ L. 380 29° 35") Oester. Sechs- zehnst. in der Ung, Gesp. Zips am Her- nath, mit ı kath.,- ı'luth. R. und 2,768 Deutschen E., wor, 1,9j8 Luther. u. 820 Kath. ı Papiermühle.
IWallendorf, Koburg. D. in dem Al- tenb. Amte Gräfenthal, hart an derRu- Golstädtschen Gränze, mit ı.K., 64H. und 503. E., ı Porzelanfabr., ı Eisen- u; Weifsblechhammer.
Woaillendorf, Preufs. Dorf in dem Sächs. Rgbz. Merseburg, mit ı Braun- kohlenbergwerke.
Wallenfels, Baier. Mil. in dem Ober- mainlandger. Krenach, mit 125% H. und
700 Einw. Schleifsteinbrüche; Holz- handel. FYallensen, Han. Mfl. in dem Ka-
lenb. Amte Lauenstein an der Saale, mit 82 H. und 689 Einwohnern.- Braue- reien.
Wallenstadt, Helv. St. am gleichn. See in dem Kanton S$S; Gallen, mit be- trächtlicirem Handel und grolsen Nie- derlagen,
Woallenstädtersee, Helv. Landsee im Kanton$S. Gallen, weicher durch die Limmät in den Zürichersee abfliefst. Er ist zwei Meilen lang und sehr fisch- reich.
FPallenstein, Kurhess. Gericht in we Fk Niederhessen, mit 156 H.-und af Wallern, Oester. Mfl. an der gol- denen Steig im Böhm. Kr. Prachin, mit 222 MH. und 1,697 Einwohnern, die gute Glasfabr. unterhalten.. Er' gehört zur fürstlich Schwarzenbergschen Herrsch. Winterberg.
Woallersee, ODester. Landsee im Kr. Salzburg des Landes ob der Ens, ıM.
einigen Stellen I/,M. breit. a
FWallerstein, Baier. Mfl. in der Stan- desherrsch. Oettingen des Rezatkr., mit 1'Schl. u: 1,231 E.
FFallhausen, Preufs. Mfl. an der Helme in der goldenen Aue’des Sächs. Rgbz, Merseburg, mit ı46 H. und 9% Eınw.:
Der Fürst hält
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