Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
Seite
527
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Val

Valenza, Valencia, Span, Villa in der Prov. Leon, mit 3,650 E.

S. Valery,(Br. 500 21" 21° L. 190 ı7° 36% Franz. St. im Dep. Somme, Bz. Ab- beville, nur 5/g M. von der M. der Som- me, mit 3,141 E. Stark besuchter Ha- ven, welcher vorzüglich von Amiens u. Abbeville benutzt wird. Handelsge- richt. See- und Küsten-, auch Spedi- tionshandel.

$. Valery en Cauxr,(Br. 499 52 12 L. ı80 21° 10°) Franz. Seestadt am Kana- le, mit 5,017 E. Handelsgericht. Klei- ner Haven mit Handel und KEischerei (vormals go Schiffe allein zum Härings- fange). Schiffbau; Sodabereitung.

Valet, Franz. Mfl. im Dep. Nieder- loire, Bez. Nantes, und Kırchspiel von 3,054 E.

Valstte,(Br. 450 30° L. 170 50°) Franz. Stadt im Depart. Charente, Bez. Angou- lesme, auf einem Berge, mit 765 Ein- wolnern.

Valette,(Br. 350 53° 4° L. 32° 107, 30°)

Britt. Hptst. der Insel Malta, am-Mee- re. Sie besteht eigentl. aus z Städten, ı1) Citta nuova, auf einem Berge, wei- cher sich als eine Erdzunge in das Meer erstreckt, mit den Kastellen S. Elmo, Ricazoli und Floriana; 2) Citta vitto- riosa, auf einer schmalen Erdzunge, mit dem Kastelle S. Angelo; 3) Senglea auf einer Halbinsel; 4) Burmola, die grölsere Stadt auf der Insel, und 5) Cottonera, eine sich um Burmola her ziehende Vorst., mit derm alten Rastelle S. Margaretha. Diese 5; Städte zusam- nen bilden nur eine einzige Stadt und eine der stärksten Festungen der Erde, Werke zum Theil in die Felsen eingehauen sind. Die Stadt gewährt von der Seeseite einen überaus prächti- gen Anblick, und ihr Inneres, wenn auch durchaus nicht regelmälsig, ent- spricht dem äufseren Eindrucke voll- kommen. Die Paläste, die Kirchen und viele Privathäuser sind in einem edeln einfachen Style gebauet, die Stralsen breit und mit Lava gepflastert, die Kaien an den Häven mit den schönsten Prachtgebäuden besetzt. Unter diesen Gebäuden stehen hervor der vormalige Palast des Groflsmeisters, jetzt Residenz tes Gouverneurs, die Paläste der 7 Zun- gen, das Stadthaus, die Kathedrale und 35 andere K., der Inquisitionspalast, das Arsenal u. a. Die Zahl der H. beläuft sich auf 3,500, und der E. auf 32,000; 1782 zählte man 33,470, wovon in Citta nuo- va, Burmola und Cottonera 23,680, im Citta vittoriosa 4,oco und in Senglea 4,788 lebten. Man findet mehrere wis- senschaftl. Anstalten, eine öffentl. Bi- bliothek und Sternwarte..Mnf. ın Kat- tun, baumwollenen Mützen und Strüm- pfen, Filigran und Uhren; aulserdem andere Gewerbe. Die Häven sind eben so geräumig, als bequem, und können eine ganze Flotte aufnehmen: es sind deren 3, der gro[lse, Winter- und Ga- leerenhaven. Der Handel ist seit der Brittischen Besitznahme äulserst wich-

tig und Valeıte ein Hauptmarkt für dıe Berberei geworden, auch zu eıl- yieım Freihaven erklärt. Sie hat ı Bör- se, 2 Banken und mehrere-

Merkwürdige üe-

ranzgesellschaften. lagerung von 156%.

Valezo, Valeggio, Oester, Mfl. in der Milan. Digz. Mantua, am Minecio, mit 4,900 E.|

Val 527

, Franz. Mfl. im Dep. Arde- che, Bz. Argentitre, amBaune, mit 1,199 Einw.

Valgrana, Sardin. Mfl. in der Pie- mont. Prov. Cuneo, am Grana, mit 1,012 Einw.

Valhuec, Franz. Eiland an der- ste des Departements Morbihan, Bez. Orient.

Valkenswaard; Falkenswaard, Nied. D. in der Prov. Nordbraband, mit 1,07% E., bekannt wegen seiner Faikenirer, welche eine Zunft ausmachenund die Falken zur Reiher- und Hasenjagd kunstmälsig abrichten.

. Valladares, Port. Villa unweit dem Minho, in der Prov. Minho, mit ı Pfk.

und gi H. Valladolid, Span. Provinz, ein Theil des Königreichs Leon, zw. 109 34° bis 130.43° 6. L. und 410 10° bis 420 go n. Br., aus mehreren abgesonderten Stücken zwischen den Prov. Galicia, Leon, To- ro, Palencia, Burgos, Segovia, Avila, Zamora und dem Königr. Portugal be- stehend und 160,99 QM. grols. Oberflä- che: meistens eben, aber hochgelegen, kahl und verödet Boden: sandig und dürr, doch nicht wasserarm. Gebirge: die Sierra Segnedera, der Monte de To- Yo20s. Gewässer: Duero mit dem. Pi- suerga, Adaja, Esla, Arlanzon u. Orbijo. Klima: feucht und hänfie nebelig. Pro- dukte: Getraide, Gemülse, Rastanien und etwas Obst, Wein, Flachs, die ge- wöhnl. Hausthiere, Wilipret, Bienen, einige Mireralien. Valksmenge 1797: 187,390, worunter&.704 Geistliche und 6,398" Hidalgos in 2 GCiudaden,, 174 Villas, 288 D., überhaupt 409 Pueblos und 555 Kirchsp. mit ı22 Kl. und milden Stif- tungen. MNahrungszweige: die Vieh- zucht macht die vornehmste Beschäfti- gung aus; nach Larruga fand man in der.Prov. 4,100 Pierde, 8,200 Maulesel, 10,000 Esel, 25,190 Stück Rindvieh, 242,000 Schaafe, ı8,300 Ziegen und 13,000Schwei- ne; man gewann an Wolle 11,00, an Honig 1,600, an Wachs 59 Zntr. Ganz arm ist die Prov. an Oel und Salz. Die Kornärnte 2,710,000 Fanegas reicht eben so wenig zu. AnFlachs wurden 2,750, an Hanf 625, an Sumach 50,000, an Barille 80 und an Färberröthe 3,165 Zntr. geärntet, dann an Wein 2 Mill. Arro- ben gekeltert, und 5,000 Arroben Brannt« wein und 4,000 Arroben Essig gemacht. Uebrigens ist die Prov. verödet u. arm an Industrie: 1791 fand man blofs in Seide 113, in Wolle 344, ın Leinen und Hanf z50 Stühle, 4 Papiermühlen(9,350 Miels), 65 Gärbereien, I Fajanzefabr., 34 Töpfereien, ı2 Hurinacher und Zie- velbrenner. Ausfuhr: Wein, Häute, Volle, in guten Jahren etwas Korn. Staatsverbindung: in Valladolid gelten. Castilianische Rechte und Gesetze, das Appellationsgericht und der Bischof ha- ben ihren Sitz zu Valladolid, der Gene- ralkapitän zu Zamora. Eintheilung: in 22 Partidos und 6 Merindades. Valladolid,«Br. q4i0 42° L. 13° 34°) Span, Hptst. der gleichn. Prov., ın ei- ner weiten Ebene, am Pisuerga, welche den durch die Stadt flielsenden Esguera aufnimmt, Sie ist'mit Mauern umge- ben und ein weitläuftiger verödeter Ort, dessen H. zum Theil in Ruinen. liegen. Unter ihren öitentl. Plätzen sind der Campo grande u. Plaza mayor die vornehmsten. Sie enthält ı schöne Kathedrale, ı6 Pfarrk., 46 Kl., 3 Hosp,, 11,000 H. und nach Antillon 30,000 Binw.