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besitzen; sie gelten für andächtig, ge- fällig u. zuVorkommend, aber auch für veränderlich ,„ unzuverlässig, im hohen Grade sinnlich und rachsüchtig. Ihre Sprache besteht in: einem eignen mit dem Catalonischen nahe verwandten Dialekte. Sie wohnen in 9 Ciudaden, 161 Villas, 378 D., überhaupt in 550 Pue- ‚blos und 3562 Kirchsp. mit 225 Kl. u. 39 milden Stiftungen. Nahrungszweige: der Ackerbau wird mit grolser Einsicht
etrieben. Alle Ländereien sind in
uertas oder gewässerte, u. Secanos oder ungewässerte Ba Sp bei je- nen ist die Kunst der Bewässerung auf das höchste gebracht, Dabei versteht der Valencianer den Fruchtwechseti vollkommen und 35- bis 6fache Aernten sind nicht ungewöhnlich. ist das ganze Land, wo es nur die Na= tur erlaubt, aufi das herrlichste ange- bauet, und die Huertas von Valencia, Gandia u. Elche bieten den Anblick ei- nes an einander hängenden Gartens dar. Fischer‘ schlägt den Werth der Korn- ärnte auf 8,212,500, des gewonnenen Rei. dses auf 1,968,750, des Weins(357.500 Ohm) auf 2,730,469, der Rosinen(40,000 Zntr.) auf 150,000, der Mandeln(4500 Zntr.) auf 88,593,‘ der Feigen auf 84,000, der Datteln und Palmzweige auf 56,240, des Olivenöls(110,200 Zntr.) auf 1,523,888, der Soda auf 571,500, des Flachses auf 150,000, des Hanfs auf 1,265,62;5 und der einge- sammelten Kermes auf 03,750 Gulden an. Die Viehzucht dient blols als Vehikel des; von Hausgeflügel hält man besonders eine ungeheuere Menge Tauben. Die Seidenkultur wird mit Vorliebe behandelt, doch versteht man die Manipulation bei der Abhaspelung zu wenig: der Werth der gewonnenen Seide wird auf 6,581,250 und des Fisch- Tfangs auf 83,250 Gulden angeschlagen. Die vornehmsten Kunstgewerbe beste- hen in Seiden-, Leinen- und Wollen- weberei, in Esparto- und Junkogeflech- ten und in Branntweinbrennerei(jährl. 56,251 Ohm für 1,:25,000 Gulden), ın Tö- piereien, Alpargatesfabr.: man zählt 3,642 Weberstühle in Seide, 7 Papier- fabr. mit 95 Mühlen, 55 Seifesiedereien u. s. w. Ausluhr: Wein, Rosinen, Süd- früchte, Palmenzweige, Barille u. Soda, Reifs, Hanf, Seide, Oel, Kermes, Salz, seidne Zeuche, grobe Tücher, Azulejos, Papier, Messingwaaren, Esparto- und Junkogellechte u. s.*w., zusammen. 16;875,000 Gulden werth. Die Bilanz ist für die Provinz. Staatsverbindung: die heträchtl. Vorrechte, die die Provinz sonst besals, sind seit 1714 verloren; doch hat sie noch ihr eignes Provin- zialrecht und königl, Audienz, so wie mit Murcia gemeinschafti. einen Gene- ralkapitän zu Valencia. Für die Rentas provinciales zahlt sie ein Aequivalent von 1,224,056 Gulden.]In kirchl. Hin- sicht gehört sie unter die Diözesen von Valencia, Segorbe und Orihuela. Ein- tkeilung: in 13 Goviernos.
. Valencia,(Br. 380 28° 15° L. 190 ı7° 14'%)Span. Hpist. der gleichn. Prov. in ei- ner höchst reizenden u. fruchtb. Huerta, auf dem rechten Ufer des: Turia‘, wor. massive Brücken führen. Sie ist mit Mauern und Wällen umgeben, hat ı kleine Citadelle, 5 Vorst,, 8 Thore, en-
ge, winkelige und nicht gepflasterte, sondern blofs mit Kies Stralsen, 9 öffentl. Plätze, ı Kathedrale,
14 Pfk., sgandere K., 4o Kl., 16 Hosp. aW aan; 1 Atmenhaus, I Lombard,
Ueberhaupt
Val
5,890 ziemlich gut gebauete H, uw. 82,009 2 Sitz des Generalkepitäns von Va- lencia und Murcia, der könig]. Audienz, eines Erzbischofs und Ingunisitionsge- richts. Universität mit s8 Professoren ‚und 28,125 Gulden Eink.; I Kollegium; 2 Pensionate; ı Zeichnenschule; ı Frei- schule für junge Mädchen; Akademie der bildenden Künste von S. Carlos; ökon. Gesellsch.; 2 Öffentl. Bibliothe- ken. Der königzl. Palast, die Börse, das Zollhaus, die Paläste Dosaguas u. Jura, mehrere geschmackvolle K., das Hospi- tal general vor der Stadt, zugleich Fın- del- und Irrenhaus(worin 7g41 Personen unterhalten werden), das Theater u. die Alameda sind sehenswürdig. Mf in sei- denen Zeuchen und Strümpfen mit 23,618 Stühlen, welche 10,000 Zntr. veı- brauchen und 22,000 Arbeiter beschäfti- gen; 5 Tuch- und Kamelotmf,, 3 Fa- janzefabriken; ı Potaschensiedereı; 13 sranntweinbrennereien u. Liqueurfabr.; ı Nagel-, Messing- und Nadelfabr.; 20 Seifesiedereien: man macht Leinewand, Leder, Espartogeflechte, Spitzen u. Azu- lejos oder Fajanzefliefsen, und zählt im Umkreise der Stadt gepen so Papier- mühlen. Lebhafter Land- und Seehan« del, letzterer aus dem Haven Grao, Geburtsort des gelehrten Lud. Vives, wie der Maler Bibalta und Espinosa. Valencia, Span. Villa und kleine Gränzfiestung am Avio, unweit von Al-
eantara, in der Prov. Estremadura.
Valencia,(Br. 100 9° 1.. 3099 14°) Span. Villa im W. des See Tacarigua oder Valencia, in dem Generälkap, u. Intend. Caracas; gut gebauet, mit breiten ge- pflasterten Stralsen, 2 Ffk., ı Kl. und über$,000 E., die einen lebhaften Han- del unterhalten, indem.Valencia die Niederlage der Waaren aus Porto Ca- vello, die in die Binnenländer gehen, ıst.
Valenciasee, s. Ticarigna.
Valenciennes,(Br: zoU 21° 57° L. 270 11° 40°) Franz. 8t. und starke Festung im Dep. Norden, Bez. Douay, an der Schelde, mit ı Citadelle, 2,500 H. und 16,918 E. Handelsgericht; Börse; Zeich- nen- und mathem, Schule; öffentl. Bi- bliothek. Mnf. ın ‚Battist und Linon, wovon jährlich 50,000 Stück verfertiget werden, und zu 3a nach England ge- hen: in Leinewand und in Spitzen, welche letztere unter dem Namen den- telles de Valenciennes wegen; ihrer Schönheit und Voilkommenheit be- rühmt sind, Man macht aulserdem Stärke, Leiler, Zucker, Salz und unter- hält 4 Hauptbleichen für Linon, Bat- tist und Gaze. Battisı- und Spitzen- handel. Geburtsort des Malers Anton Watteau} 1721 und des Ministers Ar- genson+ 1787.
‚.Valentano, Päpstl. Mfl. in der Digz. Viterbo.
Valentine, Franz. St. im Dep. Ober-
garonne, Bez. S. Gaudens, an der Ga« ronne, mit 1,000 E., die wollene Zeuche weben. Valentino, Sard. königl., aber ver- fallenes Lustschl., am Po, in der Prov- Turin ,‚ mit Landhänusern u. dem botan. Garten der Universität Turin. Valenza, Sard. St. in der Milan. Pr. Alessandria, auf einem Hügel, am Po; mit Mauern umgeben, aber ohne son- stige Befestigung, mit 4'L’horen, eini- gen schönen Palästen, ı Stiftsk. ,z Klik. u: 7,0232 B.|
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