Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
Seite
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warme Föm.- Produkte: Rindvieh,

Schaafe, Ziegen, Fische, etwas Getraide,

Hülsenfrüchte und Gemülse in einem

Theile des Reufsthales, Hanf, Obst,

Hoiz,- Quarzkrystalle.e Volksmenge:

13,000, wovon im Reufsthale 0,528, ein

äufserst armes Hirtenvolk von Deut-

scher Abstammung und Sprache und

kath. Religion; das Reufsthal gehört. unter die Diözese von Konstanz, das

Urserenthal unter die von Chur. Nah-

rungszweige: Bindviehzucht, fast einzi-

ges Gewerbe. Der Ackerbau im Reufs-

thale verschwindet, je höher man im

Gebirge vorrückt; bis Wasen und Ge-

schenen sieht man noch Gartenfrüchte

und Kartoffeln, im Urserenthale ver-

schwinden auch diese. Nirgends in

Helvetien sieht man so viele Nahrlosie- keit und Bettelei. Ausfuhr: Käse, Mast- vieh, Häute, Wolle, etwas Holz. Der Einfuhrartikel sind dagegen so viele, dals das Land längs verlassen seyn wür- wenn die Strafse über den S. Gott- hard nicht einer Menge Menschen Er- werb verschaffte.\ Staatsverfassung und Verwaltung: der Kanton ist rein demo- kratisch. Die höchste Gawalt: steht bei der Landesgemeinde, wozu jeder Bür- ger, der das 20ste Jahr erreicht hat, zu- tritt; die ausübende Gewalt ist einem Landrathe übergeben,, der, aufser den Bundeshäuptern, aus 60 Mitgliedern be- steht. Der Sitz der Regierung ist zu Altorf. Zur Bundesarmee Kanton 602 M.; der Geldbeitrag beträgt 3,012 Schweiz. Fr. Die Justiz verwalten der Bodenrath, das Fanfzehnergericht u. das Siebenergericht im Reufsthale,, und die Justiz im Urserentihale ist auf ähnlı- che Art eingerichtet. Jedes Thal hat sein eigenesLandbuch. Bintheilung: in 2 Distr,, Uri u. Urseren.

Urk, Niederl. Eiland: im Zuidersee, mit ı D. und 475 E.,meistens Fischern, 2 der Prov. Holland nördl. Theils ge-

örig.

Urmeny,(Br.480 12° 31° L.350 43° 12°) Dester. Mfl. in der Ung. Gesp. Neutra, mit ı kath. K. und Siaw, Einw.. Weın- bau.

Urmia, Urmi, Urumieh, auch Me- raga, Iran. Landsee, ın der Prov. Ader- beidzghan, ıı M. lang und 6 breit. Ein Salzsee ohne Fische, Shahi, Tala, Espek u.a.

Urmuk, Arab. Eiland im Arabischen Meerbusen, zum Reiche Jemen gehö- rig.

Cirinäsch , Heiv. Pfid. und Kirchhöry am gieichn, Fl. in den Aufserrhoden des Kant. Appenzell, mit 2,550 E.

Urnen, Ober- u. Ni-derurnen, zwei Helv. D. im Kant. Wallis, wovon Nie- derurnen an der Linth und am Ausfl. des: Wallersee liegt, und ı Haven, Waa- tenniederlage, vielen Obstbau, auch ı Mineralbad hat. i

" Urquhart Castle, Britt. Kirchsp. am Loch Nefs, in der Skot. Sh. Invernefs, mit 2,300 BR.

$. Ursane, Helv. St. im Kant. Bern, im Salzgau am Dour, mit 666 E.|

Urshum,(Br. 570 18° L. 670 50°) Russ. Kreisst, des Gouv, Wiätka am Urshum- ka, mit 432 H. u. 1,189 E: Kram- und Landhandel.

Ursel, s. Oberursel. i

Urset, Nied. Mil. in Ostflandern, mit 2,040 E.

Urseren, Helv. Distrikt im Kanton

%ri, welcher sich über den S. Gotthard

la Plata mündet,

stellt der

mit den Inseln

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bis zur Rodaunerbrücke zieht, aus 4 D. Andermatt, Hospenthal, Realp und zum Dorfe besteht, aber nur eine Pfarrge- meinde ausmacht. Der Urserenkäse ge- hört zu den schönsten der Schweiz; doch gewinnt das Ländchen davon höchstens 385 Zntr. Ursetsch, Russ. St. im Gouv. Minsk, mit 1,4900°E. Ursperg, Baier. Mfi. an der Mindel, mit ıgı H. und 800 E.; vormals Sitz ei- ner gefürsteten reichsunmitteibaren

‚Prämonstratenserabtei, jetzt eines Ober-

donaulandg. von s QM., und 13,807 Ein-

.wohnern.

Uruguay, Südamer. mächtiger Strom, welcher unter 280 s.Br., auf den Kordil- leren im östl. Brasjlien entspringt, sich gegen W. und 8. W. wendet, in das Spanische Vizekön. la Plata übergeht, und Buenos- Ayres gegenüber in den L Die Wassermenge dieses Stroms ist wenig geringer, als die des Paraguay, aber er ist reiflsender, doch hindert seine Schifffahrt bis zur Klippenbank Salta del Chico,. unter 310 23° 5° s. Br., nichts.

ruken, Osm. Völkerstamm in Ana- doli u. Erzerum, weicher zu den Tur- komanen gehört.>

Urumieh, Urmi, s. Urmia.-_ zu den Kurilen

Urup, Russ. Insel, gehörig. die südlichste der, ganzen Gruppe,.woselbst die Russen die Nie-

derlassung Kurilo Rossi mit einem Kom- toir gegründet haben. Starker Pelzhan- dei.

Urypin, Russ. Stanitze oder Kosa- kenst., in dem Lande der Donischen Kosaken, mit 300 H. u. einem berühm- ten Messe ähnl. Jahrmarkte.

Urzedow, Russ. Mfl. in der Poln. Woiw. Lublin, mit 289 H. u. 1,20) Ein- wohnern. 5: Ss

Usansk, Russ. Hüttenort im Gouv, Perm, mit 2 Hochöfen, ıo Frischfeuern, 165 eigenen Meisterleuten und 156 ande- ren Arb.(produzirt mit Raginsk 72,734 Pud Roheisen und 19,237 Pud Stabti- sen). Usbeken, Asiat. Völkerschaft, Tata- rischer Abstammung, welcher in Dsa- gatai zu Hause gehört und gegenwärtig die herrschende Nation dıeses Landes änsmacht. Reine ächte Tataren, die im Sommer meistens unter Zelten mit ih- ren Viehheerden nomadisiren, im Win- ter aber bestimmte feste Städte oder Ll.a- ger nehmen. Sie bekennen sich zum Islam, und stehen unter einem Knan, dessen Gewalt jedoch nichts weniger als unumschräukt ist(s. Dsagatai). Zu ih- nen gekören die Konrater, Khiwensen und Karakalpaken, die sämmtl. nahe verwandte Völker zu seyn scheinen.

Uschitza, PBRuss. St. am Dniestr, in dem Gouv. Podolien.

Uscie, Oester Mfl. am Duiestr, im Galiz. Kr. Czortkow.

Uscie, Oester. Mfl. im Galiz. Kreise Stanislawow. i

Uscie,: Vester. Mfl. im Galiz. Kr. Jaslo.

Uscie Solne, Oester. St. an in dem Gal. Kr. Bochnia.

Uscieczko, Oester. Mfl. am Dniestr, im Gal. Kr. Czortkow.|

Uscez, Preufs. St. im Posen. Rbz. Bromberg an der Netze, worüber eine Brücke führt; sie hat ı kath. K., ı luth. Beth., ıız H. und 803 E., die Tuchwebe- rei, Branntweinbrennerei, Fischerei u.

Ackerbau treiben.

der Raba,