Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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fähigem'Erdreiche. Gebirge:«die-Ndri- schen und die Rhätischen Alpen, die auch hier sich in furchtbarer Majestät und imvölligen Schweizerschmucke zeigen: zu ihren erhabensten Kuppen gehören der Orteles und derGroöfsglock- ner auf der Gränze. Die sogenannten. Mitterberge, welche die Kette der Alpen umgeben, sind viel nielriger u: schlie- sen das bewohnte Land ein; daher denn auch die verschiedenen. Landschaften Thäler genannt werden: Innthal, Pu- sterthal, Bisackthal u. 8. w. Gewässer: Inn als Haupillufs, die Etsch, EBisack, "Brenta, Drave, Gail, Isar, Lech; viele Seen, aber keiner von Bedeuting, der grölste der Achensee; eine Menyre Bäder und Gesundbrunnen. Klimas beider hohen Lage de& Landes ist'die Luk sehr rein und scharf. Doch verspürt man hier schoen die Wirkungen des Sziröcko. "Frühling und Sommer sind mehr feucht als trocken; der lang anhaltende Herbs "ist die-schönste Jahrszeit. In ‚dem der .Mittagssonne offenen'Thälern wird die Sommerhitze sehr grols. Produkte: Ge- traide, besonders Mais,,Hanf, Flachs, Tabak, Obst, Wein, Folz, die gewöhnl. ‚Hausthiere, Wild, Geflügel, Fische, Bie- nen, Seidenwürmer, Silber, Kupfer, Blei, Eisen, Galmei, Salz, Marmor,:Ala- baster, Alaun, Asbest, Farbenerde, Ko- balt, Steinkohlen u. 3. w. Volksmenge: nach Blumenbach 717,542 E., in 21. St., 23 Mfl., 3,640 D. und 99,600 H: Ein Volk, das ın der Monarchie, wegen seiner Treue und Anhänglichkeit an seinen "Kaiser, hochgeehrt ist. Mit Ausnahme

von Einzelnen, kath. Religion, unter.

den Diözesen von Salzburg, Brixen u. Trient, und in Te 1 Adel,-Klerus, Bürger und Bauern, die sämmtlich an der Landstandschaft und den ihnen verwilligten Vorrechten Ty- rols Theil nehmen. Nahrungszweige: Ackerbau, Viehzucht, Seidenkultur, Seidenweberei; doch nährt diefs-Al- les die Gesammtheit der Bewohner nicht: viele hausiren als Bilderkrämer, una Vögelhändler in auswärtigen Län- dern, andere verdingen ihre Hände-Ar- beit zu Wien und sonst, Alle aber keh. ren am Abende ihres Lebens mit ihrem Verdienste in die Heimath zurück. Der Ackerbau ist äufserst beschwerlich, und häufig mufs der fleilsige Tyroler den Dünger 1,000 Fuls hoch hinantragen, um

auf einer Hand voll Erde sein weniges

Korn gewinnen zu können. Besser ren- tirt der Wein- und Obsibau. DieVieh- zucht, wozu schöne Weiden einladen, ist erheblich, und Seidenkultur u. Sei- denweberei in den südlichen Landesan- theilen oder dem Ital. Tyrol von gro- fser Bedeutung. Der Bergbäu hat zwar gegen sonst verloren, wirft aber noch immer. mehrere schätzbare Artikel in die Schaale der Ausfuhr und ernährt eine Menge Menschen. Das Land lie- fert jährlich 274,000 Zntr. Salz, 1,589 Zntr. Eisen;- 2,630 Zutr. Kupfer, 2,000 Mark Silber, 650 Zntr. Hanf, 4,520 Zntr. Fiachs, 4,920 Zntr. Seide, 162,000 Zntr. Tabak u. 3,1350 Zntr. Seidenwaaren. : 3,200,000, Binf.: 2,709,000 Guld. Unter der Ausfuhr sind 32,000 Eimer Wein, 4,080 Zntr. Obst, für 37,000 Gulden Kana- rienvögel. Auch hat das Land eine starke Durchfuhr aus Italien, und ge-

winnt dadurch beträchtlich. Staatsver-

bindung: Tyrol mackt mit Vorarlberg und den dazu geschlagenen Theilen von. Salzburg, ein für sich besiehendes Gou-

Prov: Ulster,

-und

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4 Stände geschieden:

Ausfuhr;

Tyw

vernement aus, das auch sein eigenes

Militärkommande ü. sein eigenes Ober- appellationsgericht hat. Im Hinsicht der landständischen Verfassung weicht das Land von allen Prov. der Monar- chie ab. Seine Einkünfte betragen ge- gen 4 Mill. Guld. Es rekrutirt ein vol- les Jägerregiment,'Eintheilung: in4 Kreise, 1) Unterinnthal zu Schwaz, 3) Überinnthal zu Imst; 3) Pusterthal zu Brunecken; 4) an der Etsch zu Bo- tzen; 5) in den Italien. Konfinien zu Trient; 6) in den Italien, Konfinien'zu Röveredo und 7) Vorariberg zu Bre-

genz.

Tyrane, Britt. County in der Irisch, zw. g0 54° bis 119 16° 6. L. und 540 20° bis 54056 n. Br.,"im N. an Londonderry, im©, an den Lough

‚Neagh und Armagh, im S. an Monae-

han, ım$S., W. an Fermanagh gränzend, 45,79 QM. grofs.-Ein unebenes gebirgi- ges, doch in seinen Ebenen ziemlich fruchtbares Land, welches von den Longfield- und'Munterlownygebirgen &urchzögen und vom Foyle, Blackwa- te: und Dergh bewässert wird; der Loteh Neagh liegt auf der Gränze. Ackirbau,- Viehzucht, Leineweberei .arnspinuerei machen die Nah- run?szyeige der 133,710 E., die in 4 St, p. und 10,545 H. wohnen; man findet her auch die Irische- flechte uni Steinkohlen bei Drumglals nnd Coal IJand, die aber nicht gehö- zig. benutzt werden. Man führt aus: Korn, Vieh und Viehprodukte, Garn und Leinewand, Die County ist in Baronien abgetheilt.

Zyrrel, Nerdamerik. County im St. Nordcarolina, mit 3,664 Einwoh- nern.|

Tysmenica, Oester. St. im Galiz. Kr. Stanislawow, mit 3,000 E., wor, viele Armenier und Griechen, die hier Saf- Jiangärbereien unterhalten und mit Wachs und Pferden händeln.

Tyszowce, Russ, St. an der Huczawa in der Poln. Woiw: Lublin.

Tywan, Tai-ouan, kei den Euro- päern Formosa, Schin. gröfse Insel zw. den ‚beiden Schin. Meeren Nang und Tong-Hai und zw. 23 bis 260 n. Br. Sie ist gegen 30 M, lang, bis 6 kreit und hält 1,06 QM. Areal:ein langes, von N. nach S. divergirendes Gebirge, theilt sie ‚in. 2 Theile, wovon der, westl. von den Schinesen besetzt gehalten, der östliche. aber von einem wilden und freien Volke bewohnt wird. Aber auch seibst den:westl. Theil haben die Schi- nesen jetzt nicht mehr ganz, sondern seit 1805 sollen die Piräten von den Lar- ronen den Südwesten eingenommen ha. ben und noch behaupten. Tywan ist ein schönes, ‚gut bewässertes Land, das einer reinen und gesunden Luft ge- niefst, und reich an Getraide, köstli- chen Früchten und Hausthieren, be-

sonders Federvieh; sie ist wenigstens

‚im Schin. Theile, wo die Schinesen die

Eingeborenuen zu Sklaven gemacht ha- ben, stark bewohnt. Das Voik, das sich über den östlichen Theil verbrei- tet, ist den Europäern wenig bekannt: die Schinesen schildern sie als die ro- hesten Barbaren, die Missionarien als gutmüthige, ehrliche und gesellige Menschen.

Tywan, Schin, Hauptst. des westl. Theils der gleichn. Insel,gut und re-

gelmälsig gebauet, volkreich und wohl-

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