Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
Seite
508
Einzelbild herunterladen

508 Tun

...Tunafers, Schwed; Hüttenort, dicht bei Eskilstuna in Stockholmslän, mit 3377E. Eisenhütte und Fabr., wo jährt. ‚75 Schiffpf. Eisen zu fallerlei Gegenstän- Ken verarbeitet: werden, Tunbridge, iBr. 50. 117° 6 L. 190 a6 46") Britt,$t. am Tun, in der Engl). Sh. ent, mit 76H. und 4,580E., die Drechs- ier- und Holzarbeiten oder sogenannte Tunbridgewaaren verfertigen. Tunbridge Wells, Britt. Mfl. in der Engl. Sh. Kent, unweit der St. Tun- bridge und erst in.neuern Zeiten ent-

standen; ein besuchter Badeort mit schönen ‚Anlagen. Tunguraguu, Südamer. Vulkan, ne-

ben dem Chimborasso, in der Provinz Quito, 15,264 F. hoch, und zur Kette der Anden gehörig.

Tunguragua, Südamerik. Fl. in dem 'Vizekön. Peru, der eigentl. en des mächtigen Maraüon, welcher aus dem See Lauricocha, unter 110 s. ‚Br. zum Vorschein kömmt.

Tungusen, Russ. Volk von Mandshu- zischer Abstammung, welcher aber auch in der Schinesischen Mandshurei- weit verbreitet ist(s. Mandshurein: Mendshu- ren). In Rufsland sind'sie Schamanen und wohnen unter Spitzjurten; nach

ihren Beschäftigungen theilen sie sich

in Pferde-, Rennthier- und Fischtunr- gusen, aber man stöfst häufig auf Spu- ren einer früheren besseren Kultur. Nach den Registern steuern sie im Ir- kuzkischen für 24,278, im Tomskischen für 1,993 männliche Köpfe, sind aber weit zahlreicher.

Zunguska, zwei Russ. Fl. im Gouv.

Tomsk, die obere und untere, welche

beide im Gouv.Irkuzk entspringen, und sich im Gouv. Tomsk in den Jenisey anünden.| .Zunja,(Br.50 26°L 303° 42° 53°) Span, Villa in der Neugranada Provinz Santa Fe, mit 7,000 E. , Nordamer. Volksstamm am

antern Missisippi, zu Ayoval, in dem

St. Missisippi, nur noch ein schwacher .

Tunis, Afrik. Staat auf den Küsten der Berberei, zw. 250 30° bis 280 55 L. u: 330 10° bis 370 ı2° n.Br., im N. una O. an das Mittelländische Meer, im S. an Tri- poli, im W. an Algier gränzend, nach Gräberg 3,600, nach Gatterer 3,400 OM. grofs. Oberfläche:-wellenförmig eben, mit felsigen Küsten, im Binnenlande ' von Zweigen des Atlas durchzogen. Bo: den: wo die Kultur Wurzei zefafst und wo es nicht an Wasser fehlt,"üppig fruchtbar, Wüste, wo letzteres mangelt. Gebirge: die Nefusa- und Megalagege- birge, beides Zweigedes Atlasses. Ge- wässer: der Medscherda, der, wie der Nil, über seine Ufer tritt, u. das Land, das er durchströmt, durch den bei sich führenden fetten Schlamm befruchtert; der Milliana; dar See von Tunis. Kli- wma: längs der Küste rein und gesund;

die Hitze dauert vom Anfange des Juni

bis Mitte Septbr., wird aber durch die bestäudig den Tag hindurch wehenden Seewinde gemälsigt. Nurim Juti und Aug, wenn der Szirocko die Fluren durchstreicht, erreicht sie eine furcht- bare Höhe. Die ersten Regen fallen in die Mitte des Oktbr., aber am mei- sten regnet es im Dezbr. Produkte: Getraide, besonders Waizen, Gerste u. Hirse, die schönsten Südfrüchte, beson- ders Datteln und Granatäpfel,Wein,

Tun

Oliven, Baumwolle, Sennesblätter, Zuk- ker, Henna, Lotuspflanzen, Safran, die gewöhnl. Hausthiere, auch Büffel, Dro- medare, Kameele und Schuafe mit Fett- schwänzen, viele wilde und reilsende Thiere, als Löwen, Leoparden, Hyänen, Schakals, Panther und Wölfe, aber auch unzählige: Antelopen, Hirsche,. Affen u» s. w., Straufse, See- und Fiufsfische, Korallen, Bienen, Seidenwürmer, Gold, Salz. ‚Volksmenge: nach Holk 3 Mill., nach Anderen 2,500,000 Köpfe, worunter

‚aber auch die Volksmenge des unabhän-

gigen Staats, Wilied Iri, begriffen zu seyn Scheint.. Sie bestehen theils aus Beduinen,diehier die zahlreichere Volks- klasse ausmachen, u. ausansässigen Mau- ren, theils aus Berbern, wozu noch etwa 100,000 Juden, 7,000 Osmanen und etwa 2,000 Christensklaven kommen, Die Re- ligion ist die Mohamedanische, doch ohne den Osmanischen Fanatismus. Nahrungszweige: die Mauren und Ber- bern treiben Acker- und Gartenbau, auch Korallenfischerei, und unterhalten Leinen-, Seiden- und Baumwollenwe- berei, auch andere Rabr. Die Araber leben meistens als Nomaden und legen sich mehr auf Viehzucht als Ackerbau; im Innern des Landes wohnen sie in Zelten, an den Küsten aber in Dörfern und Städten; die Juden wachen die Kauf- und Handelsleute. WUeberhaupt ist das Tunitanische unter allen Staa-

ten der Berberei am befsten angebauet.:

Ausfuhr: Korn, Honig, Wachs, Wolle (gegen 20,000 Zentr.,: Datteln, Sennes- biä:ter, Krapp, Korallen, Oel, Rosenes- senz, Strausfedern,, Häute, Seide, Seife, Pferde, Leder, Tuniser Mützen und an- dere Fabrikate, Der Handel wird. mit Europa vorzüglich über Tunis getührt, mit den. Binnenländern Afrıkas aber durch Kierwanen, deren jährl. 3 zu Tu- nis anlangen und abgehen.. Der Bey hat sich vieler Monopole bemächtigt, Staatsverfassung: eine militärische Ari- stokratie, die jedoch von der zu Tripoli und Algier.abweicht. An der Spitze der Regierung steht ein Bey, der seine Würdegegenwärtig erbiich gemacht har und kein Osmane, sondern eın Mau- re ist; ihm zur Seite regiert ein Diwan von 37 Mitgliedern,| der Niliz genommen sind. Der Bey re- sidirt zu Barda, wo er jeden Morgen die Justiz verwaltet. Er erkennt zwar die Schutzherrlichkeit der Pfortean, nimnit aber von ihr keine Befehle an, und hat auch keınen Pascha neben sich. Land- macht: im Nothfalle 40,000 M. Fufsvolk und 15,000 M. Reiterei, aber ohne Diszi- plin und ohne einen geschickten An- führer. Seemacht: unbedeutend; 9 Sche- becken, ein paär verfaulte Galeeren u. 15 alte Kanonenböte. Doch gehört Tu- nis zu den Korsarenstaaten der Berbe- rei, wenn es gleich den wenigsten Ge- hrauch davon macht, und sich mehr zu den Künsten des Friedens neigt. Staats- einkünfte: höchstens 2 Mill! Gulden, ob Andere sie gleich weit höher anschla- gen. Eintheilung: Tunis ist nicht in Statthalterschaften eingetheilt, sondern der Bey erhebt in eigener Person den Tribut, zu welchem Ende er die ver- schiedenen Prov. selbst bereiset.

Tunis,(Br. 360 47° 59 L.270 51°) Afrik. Hauptst. des gleichn. Staats, an einem salzigenSee, der durch den Hak el Wed mit dem Meere verbunden ist. Sie hat die Form, eines Ovals, ist mit Mauern umgeben, hat grolse Vorst., die eben-

die zum Theil aus:

dl

u

a ee

‚Gegensalze 9 Beiche, wo: unter dem

ite Reich belt des Anamisch pund 25° D. heilst Backhit

siehe unter di

Tunguin, Reiche Auaım den Küsten& geinen Namen das in seiner

Int,

Tupadl,( Craslan, mit: npf., die Mu etc, liefert; Anersbergsch« Tupiguaer

‚am mittlern

Reiche Brasil , Hi Batul unter

apringt, im ı

die Provinz Qurchströmt dem Meere Tupyer, dem Span,\

östl, Uier. di

bis dıyıs, Wäldern u:

aus, Ihre

Tur 0: ‚Heyes, ul ‚wohnern, Jura, 0 :%) Oester| ‚sNentra, mil Schmalzhan Turalin: tiens, jetzt 15:043.Prosel, ‚dann einz,