Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
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in kleinen Anstalten fabrizirt; auch findet man geschickte Gold- und Sil- berarbeiter und andere Künstler und Handwerker. Der Handel ist unbedeu- tend. Vor den Thoren der Stadt sind der kön. Gemülsezarten(hier Wurzgar- ten), nähe dabei der Feuersee, auf eıner anderen Seite das Dazareth, n. zwischen Stuttgart und Berg dasHirschbad zu be- merken. Geburtsort des Geschichtschrei- bers Ludw. Thim. Spittler+ 1807 u. des Philos. Fr. K. von Moser+ 1708.

Siyrum,. Preuls. Mfl. und Schl. an der Ruhr, in dem Kleve-Berg. RBbz. Kle- ve; Stammhaus der Grafen von: Lim- purg Styrum.|

Suakem.,(L. 190 4° 8° Br. 550 23° 46°°) Afrik. St. auf einer Insel an der Küste des Rothen Meers, unter einem Arab. Schech,, der dem Namen nach die Ober- hoheit der Pforte anerkennt, auch zu Zeiten Osman. Besatzung aufnimmt. Sie hat einen schlechten Haven n. iiegt fast in Trümmern; der sonst bedeuten- de Handel hat sich meistens weggezo- - gen.

Suan,(Br. 250 ı5 L. 1040 4°) Britt. St. in der Kalkutta Prov. Bahar, Distrikt Hotas.

Suanen, Kaukasusvolk, welches einen Zweig der Georgier ausmacht, und in dem Russ. Gouv, Grusien 5,000 Familien stark das hohe Gebirgsland Suaneti, zw. den Flüssen Laschgar und Engur, be- wohnt. Es zeichnet sich durch seine Unreinlichkeit«und Raubsucht, aber auchdurch Muth und Geistesanlagen aus; sie sind gelehrig, haben eine leichte Fassungskraft, verfertigen Tuch und alle Arten von Waffen, bearbeiten überhaupt die Metalle, die ihre Gebirge hervorbringen, und legen sich mit Vor- theil auf den Handel. In ikrem Lande stehen sie unter Häuptlingen, die sie selbst sich wählen; ihre Religion ist die griechische. a

Subanoer, Asiat. Volk, welches auf der insel Magindanao zu Hause, u. zu der nämlichen ‚Menschenrasse gehört, die auf Borneo unter dem Namen Biad- schuhs, Eidahaner und Darat, und auf den Molukken, unter dem der Harafo- ren bekannt sind.

Subbulgur,(Br. 260 22 L.930 4°) Hind. Stadt in der Prov. Agra, den Mahratten gehörig.

Subbulgur,(Br.290 48° L:950 49°) Britt. St. am Ganges, in der Kalkutta Prov. Delhi, gut befestigt.

Subiaco, Päpstl. Mfl. auf einem- gel nalıe bei dem Teverone, welcher der #Hptort eines eigenen Distr., in der Cam- DaBaR di Roma ist. Er hat eine Ab-

ei.

Subunrika, Hindost. Fl, welcher in der Prov. Balhar entspringt, und sich nach einem Laufe von so M. in den Bu- sen von Bengalen ergielst.

Subzow,(Br. 560 20° L. 520 go) Russ. Rreisst. des Gouv. Twer an.der Wolga, mit 132 H- u. 1,110 RB.

Succadana, Sukadana, Asiat. St. auf der'Westküste der Insel Borneo unter einem eigenen Könige; ein Hauptmarkt für Opium, mit einem guten Haven. Die Niederländer besitzen. hier ı Kom- toir und einen groisen Einflufs auf den einländischen Regenten.| ... Sucheczyn, Russ. Mfl. an der Wkra in der Poln. Woiw, Plock, mit 20 Ein. wohnern.;

Suchona, Tauss. Quellenfl. der Dwi-

na, welcher aus dem See Koinsky, im

Sud Gouv.. Wologda hervorströmt und be,

reits schiffbar sich mit dem Jag verei. nigt, worauf beide den Namen der Dwi-

na annehmen.

Suchowolla, Russ. St. im Gouv, Bja. lystock, mit 218 H. u. 9g E.

Suchteln, Preuls. St. in dem Kleye: Berg. Rbz. Düsseldorf, mit 3,570 E. Sam. metbandwebere!i. i

Suck, Asiat. Fl. im Reiche Thibet der bei seinem Eintritte in das Reich Birma den'Namen Lukiang empfängt,

Suckul,(Br. 32% 41° L. 050 29°) Hind St. am Beyah, in der Prov. Lahore, zu den Besitzungen der Seiks gehörig,

Suczawa, Oester. St. am&leichnam Fl. und auf einem Hügel, in dem Galiz. Kr. Czernowitz; befestigt, mit 1,000 H. und 4,000 E., wör. 065 Armenier, die ba. deutende Saffian- und andere Gärbe. reien unterhalten. Vormals die Hptst, der Moldau. Normalschule. Handel nach der Moldau und Siebenbürgen,

Suda, Osm. St. auf der Insel Kirid an einem lMeerbusen;.sie hat einen pu- ten Haven und wird durch ein Kastell vertheidigt..

Sudan, bei den Eingebornen Afnu oder Haussa, bei den Lateinern' Nigri- tien, grolse Afrikan. Landschaft, welche im weitern Sinne alles Land zw. der Ber. berei, Aegypten, Nubien, Sennaar, Am- hara, den Ländern der Schaggas, Gui- nea und dem Atiantischen Ozeane, mit: hin.die ganze Sahara und Seriegambien umfafst. Im engern Sinne aber versteht man unter Sudan blofs das Land an bei- den Seiten des Joliba, im O. an Nubien und Amahara, im S. an das Gebirge Ey- reh, wodurch es von den Schaggas, und das Gebirge Kong, wodurch es von Gui- nea getrennt wırd, mm VWV. an Senegam- bien und im N. an die Sahara gränzend, und etwa 84,000 QM. enthaltend. Ein ungeheures'Thal, von hohen Gebirgen begleitet, aber blo[ls von 2Strömen, dem Joliba und dem Bahr el Abiad, sönst nur von. einigen. Steppenfl. bewässert, Das Klima. ist ‚völlig tropisch, mitz

'Jahrszeiten, doch. wird die übermälsige

Hitze durch die stete Gleichheit der Tage und Nächte,»Aurch periodische Regen und die Winde sehr gemälsigt; der Boden ist wenigstens an den Strö- men, die regeimäfsig austreten, ausneh. mend fruchtbar; im Innern giebt Wüsteneien,"die seinen grolsen Theil des Landes einnehmen, und blofs wil- den Thieren, als Löwen, Giraffen, Hyi- nen, Schakalls, Gazellen aller Art, Al-

‚fen und giftigen Schlangen zum Auf-

enthalte dienen. Wo das Land kulti- virt ist ,. erzeugt es Durra, Reils, Gür- ken, Melonen, Hirse, Kaffee, Indigo, Baumwolle, Mastix und Südfrüchte; man findet grofse Waldungen von Pal- men, Karuben u. Gummibäumen, auch der Baobab ist hier zu Hause. Von Haus- thieren werden Pferde, Rindvieh, Schaa- fe, Ziegen, Esel und Schweine gehal- ten; der Elephant ist nicht gezähmt. In den Strömen leben Nilpferde, Kro- kodille, aber. sie sind zum Theil auch reich an Fischen und: Krebsen. Von Metallen hat man blo[ls Gold;. Salz nur in den Salzseen von Tombuktu, u. auch da nur sparsam, so dals es fast mit Gol- de aufgewogen wird. Die Einwohner sind theils Neger, theils Mauren, doch letztere in weit geringerer Zahl; sie leben theils, und der Mehrheit nach, ın festen Wohnsitzen und in geordneten