Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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Steinkohlen. Kelpbrennen und Vogel- fang sind Nahrungszweige der Bewoh- ner der Küsten, der Hebriden, der Ork- neys und Shetlands. Kunstfleifs ist in den Niederlanden überall:verbreitet, und einige Zweige davon finden sich auch in den Hochlanden. Die wichtig- sten Manuf. bestehen in Baumwolle, wofür Glasgow der Stapel ist, in Tar- tan und wollenen Zeuchen, in Eisen and Stahl, in Leinen und Hanf und in Papier. Skotland nimmt an dem Brit- tischen Handel einen sehr wesentlichen Antheil; seine vornehmsten Handels-

lätze sind: Glasgow, Edinburgh mit

eith, Dundee und Greenok; 1%01 be- trug die Ausfuhr Skotlands, nach den Zollangaben, 25,600,518 Gulden. Man fin- det 3 privilegirte Banken und 72 Privat- banken letztre mit einem Kapitale von 7,200,000o Gulden. Skotlands Literatur ist die Englische, aber die Skoten neh- men einen ehrenvollen Platz in dersel- ben ein, und viele der vornehmsten Engl. Schriftsteller sind geborne, Sko- ten. Sowohl der gelehrte, als der Volks- unterricht sind in Skotland zweckmä- $siger und umfassender, alsin England, und im Ganzen auch der Skote, selbst der Hochskote, weit unterrichteter,, als der Engländer. Skotland besitzt 4 Uni- versitäten, zu Edinburgh,$. Andrews, Glasgow und Aberdeen, und mehrere

gelehrte Gesellschaften und Hülfsanstal-

ten. Skotland macht ein mit Enpland und Ireland auf das engste verbundenes Reich aus, besitzt mit demselben eine eiuzige Nationalrepräsentation, wird durch ein und dasselbe Gesetz gebun- den, und hat, mit wenigen Nüanzen, dieselbe Verfassung: blofs in Hinsicht der Dogmen herrscht eine Verschieden- heit, indem in England die Episkopal-, in Skotland die Presbyterische Kirche herrschend ist. Zu dem Öberhause sendet es ı6 Peers, zu dem Unterhause 30 Knights und 15 Burgesses.'Es hat a0och 2 hohe Kronbeamte: den Lord Öberkonstable und den kön. Fahnenträ- ger, und einen eigenen Ritterorden, den der Distel. Seine höchsten Justizbehör- den sind der Court of Session, Court of Judiciary und der Court of Exchequer. s wird in sr Shires und 2 Stewarirys abgetheilt: ı) Edinburgh, 2) Linliithgow, n] Haddingtoun, 4) Berwick,. 5) Rox- urgh, 6) Selkirk, 7) Peebles, 8) Dum- iries, 9) Kirkudbright, ı0) Wigtoun, 11) Ayr, ı2) Lanerk, 13) Renfrew, ı4) Stir- ling, ı5) Clackmannan, 16) Fife, ı7) Kin- rofs, 18) Dumbarton, 19) Bute,, 20) Argy- le, 2r) Perth,») Forfar, 23) Mearns, 24) Aberdeen, 25} Bamf, 36) Murray, 27) Nairn, 28) Invernefs, 29) Cromartie, 30) Rofs, 31) Suterland, 32) Caithnefs u. 33) rkneys.

Skotschan, Oester. St. an der Weich- sel, in dem Mähr. Kr. Teschenner Schl., ı kath. K., ı Hosp., 220 H. u. 1,416 E

Skulsk, Preufs, St. in dem Posen. Rbz. Bromberg, mit ı kath, Kap., 26 H, u. 205 E.

Skultuna,:Schwed. Hüttenort in Westeräsiän, mit I Messingfabr., die jährl. etwa 750 Schiffpfund liefert.

Skuskar, Britt. Biland an der Küste der Wal, Sh. Glamorgan, ohne Einw. Skutsch, Oester, St. im Böhm. Kr. Chrudim, mit ı Stiftsk., ı Hosp., 443 I.

Sla

und 2,505 E., die meistens Leinewe: era A;, zux Kinskyschen Area: Richenburg gehörig,:

Skwica, Russ. Kreisst. in dem Gour Kiew. a{ Skydel, Russ. St. im Gouvernement Wilno. E

Skye, Britt. Hebride, zur Skot., Shire Invernefs gehörig, zw. 100.24° bis 10 3. 6. I.. und 57° 13° bis 570 46° n. Br. Sa wird durch den Inns Sound von Inver. ne[s und Rofs geschieden,'jst 37,23 QM grofs und zählt 16 bis 20,000 Einw. Yir Öberflächeist rauh, gebirgig, von eindringenden Buchten und men durchschnitten, und wird von? kleinen an Lachsen und Forellen rei- chen Fl., dem Kılmartin und Orf be. wässert. Die Produkte bestehen in et. was Waizen, Hafer, Kartoffeln, yjelem Tang, aber keinem Baum, Rindvieh von kleiner Rasse, Schaafen in Menge Strandvögeln , See- und Flufsfischen. Kalksteinen, Marmor, Achat, Topasen E Blei. Fischerei, Viehzucht und Kein. brennen machen die Hauptgewerbe der in 3 Kirchsp. zerstreueten EB. aus. Die beiden grölseren Oerter und Haven sind Ornasa und Portree; letzterer Ort treibt Handel u.- Viehmärkte.

Slagelse,(Br. 550 27°]. 200 9% agı Dän. St. in dem Sedlana. A, Sorte, 2.) 2.K., ı gelehrten Schule, ı Hosp., 250 H, und 1,800 E., die vom Ackerbau, Brannt- weinbrennerei und Kramhandel sich nähren.

: Slane, Britt. St. am Boyne, in der Irischen County Ostmeath, mit Leine- wandhandel. Unweit davon die Yilla der Familie Conyngham.

Slaney, Britt. Fl. in Ireland. Seine Quelle liegt in der Baronie Talbothown; seine Münd. geht durch den Haven von Wexford in das Irische Meer,

.. Stangerup , Dän. Mfl. in dem Seelän- en A. Fredriksborg, mit 95 H. und 00&.

; Slatinz, Osm. Mfl. am Alt im Zara de Sufls der Wealachei, mit starkem Weinban.

Siatopol, Russ. Mfl. in dem Gour. Cherson, meistens von Juden bewohnt, die einen lebhaften Handel treiben.

Slatustowskoi, Russ. Hüttenort im Gouv. Orenburg, mit 200 H., 2 Hoch: öfen, 20 Frischfeuern und z6ı eigenen Meisterleuten(Prod. 201,364 Pud Roh- und 66,616 Pud Stabeisen),

Siawaken, ÖOester. Volksstamm, die ehrenvollen Ueberreste des mächtigen Mährischen Reichs, gröfstentheils im west!, Ungarn und in einem Theile Mährens, an. der Zahl 4,1735,000 Köpfe, einheimisch: gut gebauete, thätige, un- ternehmende Menschen, die vielen Witz und Schlauheit, aber auch viele Ver- stecktheit, Figennutz und Tücke in ıh- em Charakter zeigen. Sie bewohnen allein in Ungarnund Siawonien 5,789 D.; wo sie. sich ansiedeln, gedeihen Magyaren und Deutsche nicht weiter. Zu ihnen gehören die Kopaniczaren, die kolossalen Bewohner der Ungarl- schen und Mährischen Karpathen, mit den Wlachen, Zalesaken, Possikarzen und Sallaschaken, die Hanaken, Blat- niaken unä Zabecschaken, die Bewoh- ner der fruchtbaren Hanna in Mähren, phlegmatischer als die übrigen Slawa- ken; die Horaken mit den Podhoraken, ebenfalls in. Mähren, ein schöner ar- beitsamer Menschenschlag, und die

überall Seear-

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