Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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‚Schweden hat ein eigenes Gesetzbuch von 1731, verbessert 1778.. Staatseinkünf- te 1810: 4,663,602, Staatsausgabe 7,980,135 Rthir. Banko(zu 2 Gulden ı2 Kreuzer Conv.); das Defizit von 3,316,532 Rthlr. wurde durch Anleihen gedeckt. Der Hofstaat kostete 467,824 Rthlr. 1813 be-

trug die Staatsschuld 7,541,215 Rthlr.

Bauko, wovon 4,283,680 Rthir. auswärti- e Schuld war. Die Hauptmasse des Geltstocks sind die Reichsschuldzettel; wovon 1814 für 17,815,000 Rthlr. Bankzet- tel und für 7,600,000 Kthlr. Staatsbillets, weiche nach Bankzetteln 5,067,000 Athlr. werth sind, mithin 22,872,00no Rihlr. im Umlaufe waren. in den Gewölben der Bank sollen für ıı bis ı2 Mill. Rthlr. in Silber und für 9 Mill. Rthir. in Piastern u. 5. w. liegen; doch stehen die Bank- zettel nicht pari. Landmacht: nach Oito Natt och Dag 41,567 Mann, näm- lich 1,156 geworbene Reiter, 3,456 M. Ar- tillerie, 5,900 Geworbene zu Fuls, 3,505 eingetheilte Reiterei, 24,144 eilige- theiltes Fu[lsvolk and 3,387 aulserordent- lich Eingetheilte. Seemacht: 12 Li- nienschiffe und 8 Fregatten, aulserdem besteht die Scheerentlotte aus 200 Fahr- zeugen, wobei 14,000 Matrosen. Einthei- dung: in 24 Läne, ı) Stockholm Stad, 2) Opsala, 3) Stockholm, 4) Drottning- holm und Svartjösslott,. 5) Nyköping, ) Westeräs, 7) Oerebro, 8) Karlstad, 9; Götheborg, 10) Elfsborg, ı1) Halmstad, 12) Christianstad, 13) Malmöhus, 14) Ska= rtaborg, 15) Linköping, ı6) Jönköping, 17). Kronoberg, ı8) Kalmar, ı9) Rarls- rona, 20) Wisby, 21) Falun, 22) Gefle borg, 23) Hernösand und 24) Umeä. An auswärtigen Kolonien besıizt Schweden blols das kleine Eiland Barihelemy in Schweden 23/4 QM. mit. 8,000 E.(Schwe- den und Norwegen von Beineke, Wei- Mar 1800. Die Hermelinsche Charte von Schweden. Schweden von Rühs, Ham- burg 1907. 8.)

Schweden, Europ. Nation von Deut- scher Abstammung, deren Sprache eine Tochter der Gothischen ist. Ein schö- ner kraftvoller Schlag von Menschen, abgehärtet, arbeitsam und mälsig, von fröhlicher Gutmüthigkeit. In den ent- ilegenen Gegenden Schwedens, wohin die Verderbtheit der ‚grölsern Städte Nicht vorgedrungen ist, herrscht eine liebenswürdige Einfalt in der Lebens- weise, eine ungeheuchelite Frömmigkeit und ein durch Fleils, Freiheit und- Ssigkeit erzeugter Wohlstand; mehr oder weniger sind diese Tugenden in den Städten entstellt. Muth und Tapferkeit sind der Nation eigen, auch hat sie zu allen Zeiten aulserordentliche Köpfe sowohl in der Saga, als für die Toga hervorgebracht: allgemein ist die- higkeit des Schweden für mechanische Kunstfertigkeiten. Gastfreiheit ist eine seiner gepriesenen Tugenden, aber bei

den. Vornehmen artet sie. leicht in

Luxus und Pracht aus; dabei ist der ge- meine Faufen der Völlerei und dem Trunke sehr ergeben. Sein Patriotism, seine ‚Liebe zum Vaterlande sind be. kannt; sie lieben ihre Könige, wenn sie gut regieren,aber bei keiner Na. tion Deutscher Abstammung sind- nıgsmord und Meuterei so häufig gewe- sen, als ‚gerade unter den Schweden. Als Fehler wirft man dem Schweden auch seine Milsgunst, seine-Habsucht und seinen Arawohn vor. machen sie bei weitem die Mehrheit der Einwohner in dem Königreiche

Uebrigens

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Schweden aus, u. leben auch zerstreuet auf den Russ. Inseln, an der Küste Liv» lands, in Finland nnä in Nordamerika,

‚Schwedier, Oester. Mfl. in der Ung. Sesp. Zips, mit ı kath. und ı Iuth. K,; Stz eines Bergamts; Bau auf Kupfer,;

Schwedt, Preufs.$t. an der Oder, im Brindenb. HAghbz. Potsdam, sut gebanet, wm r Schl., ı Juth., zref,K., ı grolsen Stattschnle, 310 H. und 3.698. E.: 2 Ta. baksabr,. mit 357Arb.(Prod. 238,731 Rthl.),

Stäke- und Püderfabr.(1,200 Rthl.), 'olleiweberei mit 4 Stühlen, 9 Gärbe- reien,«Handschuhmacher. Bei der$t, das Lusschl. Monplaisir.

Schwifelberg, Britt. ‚Berg auf der Westind. insel S. Kitts, mit einer merk. würdigen Schwefelhöhle auf seinem HKücken,

Schwefelurg, Franz. Vulkan auf der Westindische\[Insel Guadeloupe, der zwar kein Feuw aber beständig einen dicken schwefenrtigen Rauch auswirft,

Schweidnitz,(Br. 500 47° 8 L. 340 6 go) Freuls. St. in dem Schles, Rebz,

eichenbach, an er Weistritz, 78.F, über der Ostsee. Sa jst stark befestigt, hat kath., ı luth.x,,; Iuth, Gyımna. siumy,ı Besserungshau,{ Waisenh,, 66: H. und 7,996 E., der Miyrzahl nach Lu- theraner,.-Wolienzeuch; Leinewand- Leder-,Seidenband-, Bäch. manuf., Papierfabr., Hayds ter, Leinewanddruckereier, Garn- und lLeinewandhbandel. In der Nähe ı Ku- pferhammer.;

Schweigern, Bad. Mfl. in em Main- und Tauber B. A. Boxberg, der Um- pfer, mit>2luth, R., ı kath, kin, und 045 B:, die sich von der Landwirngehaft und dem Weinbau nähren.

Schweigern, Würt. St. in der], y. Unterneckar, A. Heilbronn, nitr Schl., hübschen Gebäuden und, g, Es gehört! mit seinem Amte den'Graien von Neipperg ,; die hier, ihre Resideyz haben. Das Schl. und D. Neipperg, mit 401 E. liegt a M. davon.

Schweigers, Oester. Mil. im V,O.M. B. des Landes unter der Eus, mit 176 Häusern,

Schweina, Meining. Mi. an dem gleichn. El., in dem A. Altenstein des Unterlandes, mit ı K., ı Waisenh,, L Hosp., 17, H. u. 748E., die zum Theil von der Bergwerksarbeit leben. Nahe dabei das Kobaltsbergwerk Glückstrunn,, die merkwürdige Höhle zw. Liebenstein u, Altenstein und 2 Papiermühlen.

Schweinau, Baier. Mfl. in dem Re- zatlandger. Nürnberg, nur I, M. von dieser St., mit 72 H. und oo Finw.,die Papier-, Dosen-, Siegellack-, 2 Nu- dein- und ı Tabaksfabr. unterhalten, auch sich vom Fuhrwesen und Handel nähren. a:

Sehweinfurt, Baier. St. und Sitz.ei- nes Landger., im Untermainkreise. Sie liegt am Main, worüber 2 Brücken füh- ren, ist ummanert, hat 3 luth. K,, ı Wai- senhaus, ı schönes Rathhaus, goo.H. und A,ılg E. ı Bleistift mehrere Tabaks- und Schutterfabrik; Brauerei; starker Weiny, Obst- und Waizenbau.. Spedi- tion,

Sehweinitz, Preufs,D. in dem Schle- sischen Rbz. Liegnitz, mit a Schl,, ı luth., i kath. K, und 1,207 E.

Schweinitz,. Ssweynicze, Trhowy, ODesier. Mil. im Böhm. Kr, Budweis, mit ı K., 2Kap. und 2zioH._Branntwein- brennereien, Viehhandel.

Strunpf- chnuharbei.